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Die Natur steht vor komplexen Anpassungsprozessen, die auch die Forstwirtschaft vor neue Herausforderungen stellt. Diese Themen standen im Mittelpunkt eines Online-Referates, „War und ist der Klimawandel im Spessart sichtbar“, von Dr. Gerrit Himmelsbach vom Archäologischen Spessartprojekt im Institut an der Universität Würzburg im Rahmen des Studium Generale bei den Bildungspartnern Main-Kinzig. Himmelsbach ist auch Mitglied im Vorstand des Spessartbundes. Themenschwerpunkte des Vortrages waren: Wassermangel und Wärmeanstieg, historische Klimatologie, Vegetationsgeschichte im Spessart, Spuren des Klimawandels und ein Blick in die Zukunft.

Der Spessart ist ein Mittelgebirge mit einer maximalen Nord-Süd-Ausdehnung von 80 km und West-Ost von 50 km und damit eine der größten „grünen Lungen“ Zentraleuropas. Auf der dazwischen liegenden Fläche von insgesamt ca. 2400 Quadratkilometern (davon sind nur 6 Prozent Siedlungsfläche und 13 Prozent Ackerfläche) müssten sich klimatische Veränderungen eigentlich beobachten lassen, doch wissenschaftliche Untersuchungen dazu gibt es bislang bestenfalls in Teilbereichen, erläuterte Himmelsbach. Was die Vergangenheit betreffe, „haben wir Anhaltspunkte, die sich an historisch oder archäologisch nachweisbaren Einzelereignissen orientieren“.

Nach den trockenen Sommern 2018 und 2019, die massive Waldschäden im Spessart nach sich gezogen hätten, sei das Thema präsenter denn je. Es sei in den letzten Jahren ein deutlicher Rückgang der Grundwasserneubildung und der Quellenausschüttungen zu beobachten. Man müsse aber beachten, dass der Spessart kein homogenes Ökosystem sei, sondern sich aus einer Vielzahl unterschiedlicher Klein-Ökosystem zusammensetze, die sich beispielsweis durch verschiedene Temperaturen oder Feuchtigkeitsgrade unterscheiden würden und deshalb auf den Klimawandel teilweise als anfällig oder robust erwiesen. Über einen längeren Zeitraum sei der Wassermangel signifikant. War der Wassermangel 1990 an nur 5 Tage pro Jahr festgestellt worden, betrug dieser Wert im Jahr 2018 bereits 130 Tage. Die Durchschnittstemperaturen seien im Langzeitvergleich von 8,5 Grad im Jahre 1880 auf heute 10,5 Grad angestiegen.

Im historischen Teil seines Vortrages berichtet Himmelsbach unter anderem, dass so genannte Pollendiagramme einen weiten Blick in die Vergangenheit erlaubten. So lasse sich beispielsweise die Vegetation am Wiesbüttmoor nahezu 5000 Jahre zurückverfolgen. Im Entwicklungsprozess der Jahrtausende habe es unterschiedliche extreme Witterungsveränderungen mit katastrophalen Folgen für Menschen, Fauna und Flora gegeben. Beispielhaft nannte Himmelsbach die Eiszeit und Starkregenereignisse im Mittelalter. Auch der Mensch habe in der Geschichte extrem in die Ökologie des Spessarts durch Abholzungen eingegriffen.

Bei seinem Blick in die Zukunft merkte Himmelsbach an, dass der globale Klimawandel zwar große Gefahren und weitreichende Anpassungsprozesse von der Natur abverlange, dass dies aber nicht immer mit Nachteilen für die Artenvielfalt verbunden sein müsse. Dies habe eine Untersuchung der Universität Würzburg ergeben. Wichtig sei in diesem Zusammenhang, dass die Heterogenität der Natur erhalten werden könne, beispielweise auch durch Anpflanzung widerstandfähiger Bäume gegen Trockenheit. Der heterogene Mischwald des Spessart biete hier gute Voraussetzungen.

Foto: Wenn Buchen ihre Rinde abwerfen, ist es bereits zu spät (bei Gondsroth).

Foto: Dr. Gerrit Himmelsbach – Archäologe und Mitglied für Kommunikation im Vorstand des Spessartbundes.

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