Spessartbund: Schäden an Wanderwegen zugenommen

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Seit Beginn der der Corona-Pandemie haben Beschädigungen der Wanderwegestruktur sowie Verunreinigungen in Teilen des Spessarts zugenommen.

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Dieses Thema war Gegenstand einer Online-Pressegespräches, das auf Initiative des Spessartbundes gemeinsam mit Vertretern des Tourismusverbandes Spessart-Mainland, des hessischen und des bayerischen Naturparks sowie des Archäologischen Spessart-Projektes organisiert wurde. Nach Ansicht des Spessartbund-Vorstandsmitgliedes, Dr. Gerrit Himmelsbach, ging es darum, „die Öffentlichkeit länder- und kreisübergreifend für diese Entwicklung zu sensibilisieren“.

Alle anwesenden Spessart-Akteure setzen sich dafür ein, dass das Natur- und Erholungserlebnis von Einheimischen und Besuchern im Spessart erhalten bleibt. Fritz Dänner, Geschäftsführer des Naturparks Hessischer Spessart, wies darauf hin, dass im Abstand von ein bis zwei Wochen alle 60 Wanderparkplätze im hessischen Spessart kontrolliert werden. „Das Problem stellen nicht Wanderer dar, die dort ihre Fahrzeuge abstellen, sondern vielmehr Menschen, die Renovierungsabfälle abkippen, z.B. Bauschutt und Fliesen, die mit großem Aufwand entsorgt werden müssen“. Die übrigen festgestellten Beschädigungen gingen nicht über den üblichen Rahmen hinaus, das heißt, bei etwa 10 Prozent der aufgestellten Infrastruktur muss im Laufe eines Jahres etwas repariert werden.

Julian Bruhn, stellvertretender Geschäftsführer des Naturparks Bayerischer Spessart, bemerkte, dass die meisten Schäden an Wegweiserpfosten und Wegweisertafeln festgestellt worden seien. „Im Bereich zwischen Aschaffenburg und Gemünden sowie teilweise darüber hinaus wurden Standortschilder von Wegweisern mit großem Aufwand von Unbekannten entfernt, aktuell etwa 30 Stück“, sagte Bruhn weiter. Darüber hinaus seien Wegweisertafeln abgebrochen worden, zumeist im städtischen Umfeld. Der Waldwichtelweg bei Marktheidenfeld wurde nach Bruhn durch Vandalismus stark beschädigt. Die Vandalismusschäden an Wegweisern und Infotafeln hätten sich im Zeitraum der Corona-Pandemie in etwa verdoppelt. Dank der Naturpark-Ranger könnten diese wieder zeitnah behoben werden. Diese kümmerten sich auch um Reparaturen, die an den neu erbauten Schutzhütten für Wanderer notwendig seien.

Helmut Schuster, Vorstand Wegenetz des Spessartbundes, verwies darauf, dass Wegemarkierungen verschwinden, zumeist durch Andenkenjäger. Massive Probleme bei der Markierung gäbe es um die Hohe Wart zwischen Mespelbrunn und Volkersbrunn sowie um den Aschaffenburger Stadtteil Gailbach. Diese Brennpunkte würden nun stärker kontrolliert und zum Beispiel bei Gailbach konnte inzwischen ein Rückgang der Beschädigungen verzeichnet werden.

„Wandern hat eine zentrale Bedeutung für den Tourismus im Spessart“, sagte Michael Seiterle, Geschäftsführer des Tourismusverbands Spessart-Mainland. Mit zahlreichen herausragenden - auch zertifizierten - Angeboten, sowohl bei den Fernwanderwegen als auch bei kürzeren Tages -und Halbtagestouren zählt der Spessart nach ihm zu den wichtigsten Wanderdestinationen des Landes. „Viele Touristen kommen wegen dieses Angebots in den Spessart bzw. geben das Wandern als ihre Hauptaktivität während ihres Aufenthalts an. Deshalb muss die Infrastruktur (Markierung, Beschilderung, Information etc.) stimmen - nicht zuletzt, weil in normalen Jahren hier im Spessart über 800 Millionen Euro/Jahr an touristischen Umsätzen generiert werden“. Der Wandertourismus sei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region. 

Nach Himmelsbach, unter anderem auch Projektleiter des ASP, habe es auch Beschädigungen von Infotafeln an Europäischen Kulturwegen im Raum Aschaffenburg gegeben. Sie seien aber alle kurzfristig behoben worden. Die erhöhte Anzahl von Wanderern brachte auch eine stärkere Rückmeldung bei Markierungsproblemen, die von den Markierern des Spessartbundes behoben wurden, merkte Himmelsbach weiter an. Als Fazit sei festzustellen, dass auf den gesamten Spessart bezogen sich der Aufwand für die Reparatur von Beschädigungen von einer vierstelligen auf eine fünfstellige Zahl erhöht hat. Dies gehe auf einzelne Verursacher zurück, die sehr intensiv agierten. Die Spessart-Akteure werden die weitere Entwicklung sorgfältig beobachten. Notfalls müsse das Thema erneut in der Öffentlichkeit diskutiert werden.
Gelnhausen, 10. Juni 2021

Foto: Sperrmüll und Bauschutt im hessischen Spessart.

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