Was hat sechs Beine, zirpt und macht große Sprünge?

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Das Verbundprojekt „Main.Kinzig.Blüht.Netz“ des Main-Kinzig-Kreises und des Landschaftspflegeverbandes MKK e.V. hat zum Ziel, die biologische Vielfalt im Kreisgebiet zu fördern und bis Ende 2025 ein Netzwerk aus ökologisch wertvollen Lebensräumen zu entwickeln.

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Unter anderem mit einer Erfassung der Insektenvorkommen soll dabei überprüft werden, in welcher Weise sich das Konzept in der Praxis auswirkt.

Zu diesem Zweck trafen sich Iris Sparwasser vom Landschaftspflegeverband und Biologe Andreas Malinger von der Planungsgesellschaft Natur und Umwelt mbH (PGNU) in Freigericht-Bernbach. Ihre Aufmerksamkeit gilt ausgewählten Wildpflanzenflächen, die insbesondere Insekten, aber auch anderen Tieren als Nahrungsquelle dienen sowie Raum zur Entwicklung, Fortpflanzung, Überwinterung und zum Rückzug bieten. Gefördert wird das Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU).

An den „Mittelsten Waisäckern“ in Bernbach liegt eine der im Projekt entwickelten Wildpflanzenflächen. Dieses Areal wird neben 19 weiteren Flächen im Projekt als Evaluierungsfläche bezeichnet, da auf ihnen in den Jahren 2021/22 und 2025 wissenschaftliche Untersuchungen zur Wirkung der ökologischen Aufwertungsmaßnahmen stattfinden. Um den ökologischen Vorteil einer Maßnahme wie z.B. einer Pflegeumstellung feststellen zu können, werden dazu 25 Quadratmeter große Probeflächen ausgewählt und untersucht. Die hier nachgewiesenen Insektenvorkommen werden dann verglichen mit den Funden auf benachbarten Flächen ohne Aufwertungsmaßnahme. So können die Effekte von Maßnahmen auf das Vorkommen von Insekten ermittelt und die Erreichung der Projektziele verfolgt werden, erläutert Iris Sparwasser, Projektmitarbeiterin des Landschaftspflegeverbands.

Das sonnige und windstille Wetter zum Auftakt war ideal für eine Insekten-Kartierung auf der Freigerichter Projektfläche. In Achterbewegungen schwang Andreas Malinger den runden Insektenkescher durch die Wiese. Da der Heuschnitt erst fünf Wochen zurücklag, erwischte das Netz keine Blütenbesucher, sondern überwiegend Chorthippus parallelus, so die wissenschaftliche Bezeichnung des Gemeinen Grashüpfers. Aber auch Nachtigall- und Weißrandige Grashüpfer waren unter den gefangenen Exemplaren. Nach ihrer Bestimmung wurden die Tiere wieder in die Freiheit entlassen. Im Projekt werden Heuschrecken, Tagfalter und Wanzen erfasst. Aber auch Funde von anderen Insektengruppen wie z.B. Wildbienen und Libellen werden notiert.

Interessierten Personen, Vereinen, Landwirten und Kommunen, die geeignete Flächen besitzen, verwalten und bewirtschaften, können im Projekt eine kostenlose naturschutzfachliche Beratung in Anspruch nehmen. Weitere Informationen finden sich unter www.mainkinzigbluehtnetz.de. Wer das Projekt unterstützen möchten, wendet sich an Mascha Wiegand unter 06051 85 15627 sowie per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Foto: Großes Netz für schnelle Flieger und weite Springer, Biologe Andreas Malinger im Einsatz.

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