Holzernte hat begonnen: Waldbesucher brauchen feste Schuhe

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Sobald der Herbst in den Wäldern Einzug hält, werden im Wald verstärkt Pflege- und Holzerntemaßnahmen durchgeführt. Darauf weist das Forstamt Hanau-Wolfgang hin.

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Holzernte bedeutet einerseits, den natürlichen Zuwachs als Überschuss der Natur für die vielfältige Nachfrage der Menschen und der Wirtschaft nutzbar zu machen. Holz als nachwachsender gesuchter Rohstoff spielt auch im öffentlichen Wald eine wichtige Rolle. Das Forstamt kennt natürlich auch die Kehrseite der Holzernte. Was in jedem Jahr immer wieder zu Verärgerung bei den Erholung suchenden Waldbesucherinnen und Waldbesuchern führen kann, sind die wegen der Holzernte gesperrte Wege, genauso wie Schlamm und Äste auf den Waldwegen, verursacht durch die Holztraktoren, die das gefällte Holz an den Weg schleppen. Wegesperrungen dienen dabei der Sicherheit der Waldbesucher und werden nur im absolut notwendigen zeitlichen Umfang vorgenommen.

Natürlich werden auch die Wege bei der schweren Waldarbeit beansprucht. So wiegt allein der Holzstamm, der hinter einem Rückschlepper hergezogen wird, gerne mal 1-2 Tonnen, dazu kommt die Maschine. Das Forstamt wirbt um Verständnis für die vorübergehenden Unannehmlichkeiten. Aufgestapeltes Holz, gesperrte oder verschmutzte Waldwege sind kein Dauerzustand. Am Ende jeder Erntemaßnahme werden die betroffenen Wege möglichst schnell wieder glattgezogen und normal begehbar gemacht. Sollte es echte Schäden an den Wegen geben, werden wir diese beseitigen, sobald die Waldwege im Frühjahr abgetrocknet sind. Übrigens wird in jedem Jahr auf ca. 10 % der Waldfläche Holz geerntet, allerdings auf den Zehnjahreszeitraum berechnet nie mehr, als in gleicher Zeit im Wald zuwächst.

In früheren Jahren war die Holzeinschlagsaison durch Schnee und Forstperioden geprägt, aber in Zeiten des Klimawandels sind solche Witterungsphasen selten geworden. „Wir versuchen schon, ein günstiges Zeitfenster zu nutzen, um Schmutz, Schlamm und damit Ärger gering zu halten“, sagt der für die Holzernte zuständige Bereichsleiter Sebastian Brandenburg vom Forstamt Hanau-Wolfgang. Die Biodiversität spielt im Dreiklang Erholung – Naturschutz – Holz eine große Rolle. Im Staatswald des Forstamts werden um die 8 % der Wälder nicht mehr bewirtschaftet. Hier findet keine Holzernte mehr statt. Aber neben Erholung und Naturschutz wollen wir auch den Wald zukunftsgerecht pflegen und Rohstoffe schonend nutzen.“ Aus den Erlösen für Nutz- und Brennholz bezahlen die Waldeigentümer die Pflege von Waldwegen, Neuanpflanzungen im Wald und Maßnahmen für den Naturschutz.



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