Main-Kinzig-Kreis offiziell als Fairtrade-Town ausgezeichnet

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Vor rund drei Jahren hat sich der Main-Kinzig-Kreis nach einem Beschluss des Kreistages auf den Weg gemacht, das Fairtrade-Siegel zu erhalten.

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Um dieses nachhaltige Ziel zu erreichen, sind einige klar definierte Voraussetzungen zu erfüllen (siehe Hintergrund). Doch nach intensiver Arbeit kam vor einigen Tagen aus der Zentrale in Köln die Bestätigung, dass auch der Main-Kinzig-Kreis als Fairtrade-Town anerkannt ist. Persönlich überreicht wurde die Auszeichnung durch den Ehrenbotschafter von Fairtrade Deutschland, Manfred Holz.

Landrat Thorsten Stolz (SPD) nahm die Urkunde im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Bürgerportal des Main-Kinzig-Forums entgegen. Dabei unterstrich er noch einmal die Notwendigkeit eines nachhaltigen und fairen Handelns. Zu gravierend seien auf der einen Seite noch Hunger und Armut und zu groß auf der anderen Seite Wohlstand und Verschwendung. „Es ist unabdingbar, dass wir unseren Umgang mit den Ressourcen überprüfen und die Ungleichheit auf der Welt überwinden“, machte er deutlich. Der Landrat freute sich vor allem darüber, dass im Main-Kinzig-Kreis mittlerweile sechs Städte und Gemeinden zertifizierte Fairtrade-Kommunen sind, weitere fünf haben sich auf den Weg gemacht.

Mit zahlreichen Veranstaltungen, Vorträgen, Ausstellungen und Diskussionen hatte die Projektverantwortliche Alice Engel-Kanani in den vergangenen Monaten diese Themen in den Mittelpunkt gerückt. Unterstützt wurde sie dabei von einer sehr engagierten Steuerungsgruppe. Hier waren auch Personen beteiligt, die bereits in ihren Heimatkommunen den Prozess erfolgreich durchlaufen haben und so ihre Erfahrungen einbringen konnten. Sie wollen auch künftig „gemeinsam an dem Thema dranbleiben“.

Die weitergehenden Aktivitäten sind auch notwendig und gefordert, denn Fairtrade ist „ein Symbol mit Hintergrund“, wie Ehrenbotschafter Manfred Holz erläuterte. Zudem werden die Voraussetzungen alle zwei Jahre überprüft. Wichtiger sei jedoch, dass der Anteil der fair gehandelten Produkte weiter wachse und das Bewusstsein in der Bevölkerung zunehmend geschärft werde. „Wir müssen jetzt die Weichen stellen, denn die Zukunft ist ungeduldig“, sagte er. Aus seiner langjährigen Erfahrung weiß er jedoch, dass „diese Auszeichnung enorme Kräfte freisetzt“.

Auch für Anja Zeller (Grüne), die als Kreistagsabgeordnete den Anstoß für diesen Prozess gegeben hatte, bedeutet die Auszeichnung eine „schöne Bestätigung für eine zielstrebige und am Ende erfolgreiche Umsetzung einer guten Sache“. Dieses Ergebnis sei maßgeblich dem Engagement und der Leidenschaft der Projektverantwortlichen Alice Engel-Kanani zu verdanken. „Hier wurde mit Überzeugung, Durchsetzungskraft und Teamgeist agiert“, lautete ihr Fazit.

In ähnlicher Weise äußerten sich weitere Akteure, die in den vergangenen drei Jahren den Weg aktiv begleitet haben. „Es war ein Gemeinschaftswerk, auf das wir alle zusammen stolz sein dürfen“, bedankte sich Engel-Kanani für die vielfältige Unterstützung. Nun gehe es darum, diese Auszeichnung zu bestätigen und den Gedanken weiterzutragen, kündigte sie an.

Hintergrund Fairtrade-Town:

Jede Kommune, die den Titel „Fairtrade-Landkreis“ anstrebt, hat fünf Kriterien zu erfüllen, die das Engagement für den fairen Handel auf vielen Ebenen widerspiegeln. Den offiziellen Beschluss im Kreistag hatten die Abgeordneten im April 2018 gefasst – damit war das erste Kriterium bereits erfüllt. Eine Steuerungsgruppe, die auf dem Weg zum „Fairtrade-Landkreis“ die Aktivitäten vor Ort koordiniert, wurde als zweite Voraussetzung  im Anschluss an die Auftaktveranstaltung im September 2018 gegründet.

In den nächsten Schritten mussten eine bestimmte Anzahl an lokalen Einzelhandelsgeschäften, Floristen, Cafés, Restaurants und weiteren Läden mindestens zwei Produkte aus fairem Handel anbieten. Diese Produkte werden dann in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen – und natürlich auch im Landratsamt – verwendet. Damit wurde schließlich der dritte Punkt abgehakt.

Darüber hinaus wurden Bildungsaktivitäten zum Thema fairer Handel umgesetzt. Diese „Beteiligung der Zivilgesellschaft“ ist die vierte Voraussetzung. Wichtig ist vor allem, die Aktivitäten als „Fairtrade-Landkreis“ öffentlich zu machen, um möglichst viele weitere Bürgerinnen und Bürger beziehungsweise Einrichtungen für das Thema fairer Handel zu sensibilisieren. Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mit den entsprechenden Belegen gilt als das fünfte Kriterium.
Nachdem der Main-Kinzig-Kreis die fünf Kriterien nachweislich erfüllt hat, folgte die offizielle Bewerbung bei TransFair e.V. um die Auszeichnung, die für zwei Jahre gültig ist. Sie kann verlängert werden, wenn der Main-Kinzig-Kreis das Engagement auf Grundlage der genannten Kriterien weiterhin nachweisen kann.

Fotos: Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde das Fairtrade-Siegel entgegen genommen.



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