Dank für hohes Maß an verlässlichem Engagement

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Drei langjährige Mitarbeiterinnen des Main-Kinzig-Kreises hat Landrat Thorsten Stolz (SPD) in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet, Jörg Flemming ehrte er für dessen 25-jähriges Dienstjubiläum.

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„Mit Sylvia Heinen, Beate Braun und Roswitha Stumpe verlassen drei sehr versierte, kompetente und erfahrene Kolleginnen die Kreisverwaltung“, sagte der Landrat. Er bedankte sich bei allen für ihre langjährige, engagierte Arbeit weit über das zu erwartende Maß hinaus. Das sei in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich.

„Alle vier Mitarbeitenden haben in ganz unterschiedlichen Bereichen der Kreisverwaltung gearbeitet und ihre Erfahrungen und ihre Persönlichkeit eingebracht – für die Menschen im Main-Kinzig-Kreis. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken und den angehenden Ruheständlerinnen meine besten Wünsche mit auf den Weg geben. Sie haben jetzt mehr Zeit für Familie, Freunde und Herzensprojekte, die vielleicht während des Berufslebens zu kurz kamen. Vor allem wünsche ich ihnen allen aber Gesundheit und viel Schaffenskraft“, erklärte Thorsten Stolz.

„Mit Roswitha Stumpe setzt sich eine Mitarbeiterin zur Ruhe, die zurecht als ein Urgestein der Kreisverwaltung bezeichnet werden kann“, sagte der Landrat. Denn: „Sie war mehr als 50 Jahre lang in Diensten des Kreises, das ist eine absolute Ausnahme. Sie tritt ihren Ruhestand später als geplant an, weil sie bereit war, zuvor noch ihren Nachfolger einzuarbeiten“, zeigte sich der Landrat beeindruckt. Ihre berufliche Laufbahn begann die in Gelnhausen lebende Roswitha Stumm 1971 mit einer Ausbildung zur Stenotypistin/Bürogehilfin, damals noch beim Altkreis Gelnhausen. Von 1973 bis 1980 war sie im Büro- und Schreibdienst beschäftigt. Nach der Geburt ihres ersten Sohnes fing sie 1980 im Bauordnungsamt in Gelnhausen an. „Roswitha Stumpe hat während ihres Berufslebens umwälzende technische Neuerungen mitgemacht und sich mit großer Begeisterung in diese Themen eingearbeitet“, sagte der Landrat. Dabei hat die Fachfrau für EDV, IT und Fachsoftware große Sprünge miterlebt: Die Umstellung von der mechanischen auf die elektrische Schreibmaschine, dann auf ein Lochkartensystem und schließlich der erste Computer. 1995 übernahm Roswitha Stumpe die EDV- und Systembetreuung im Bauordnungsamt, wo sie bis zu ihrem Renteneintritt blieb. „Ihre Expertise war stets gefragt und es war ein ebenso großes Glück, dass ihr der Beruf so leicht wie ein Hobby von der Hand ging“, erklärte Thorsten Stolz.

„Auch Oberinspektorin Sylvia Heinen aus Gründau ist bekannt dafür, dass sie ihre Arbeit lebt und liebt. Auch das kurzfristige Einarbeiten in gesetzliche Verfahrensänderungen stellte für sie nie ein Problem dar“, lobte der Landrat. Ihre Ausbildung zur Verwaltungsangestellten begann Sylvia Heinen im Jahr der Gebietsreform, 1974. Danach war sie in der Abteilung Sozialverwaltung in Gelnhausen beschäftigt. Für den gehobenen Dienst absolvierte sie Ausbildungslehrgänge am Verwaltungsseminar in Frankfurt. 1980 wurde sie zur Inspektorin ernannt. Von 1981 bis 1982 widmete sie sich ihrem Sohn. In das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit wurde Sylvia Heinen 1984 übernommen. Es folgte 1985 die Beförderung zur Oberinspektorin. Eine weitere Phase der Familienzeit begann mit der Geburt ihrer Tochter im Jahr 1989. Ab 1992 war die Oberinspektorin wieder in der Abteilung Sozialverwaltung tätig, bis sie 2010 zum Kommunalen Center für Arbeit (KCA) wechselte, wo sie zu ihrer Verabschiedung wirkte.

Der in Freigericht lebende Jörg Flemming begann seine berufliche Laufbahn 1997 mit einem Dualen Studium, das er als Diplom-Verwaltungswirt abschloss. Zuvor absolvierte er 1996 seine Grundausbildung bei der Bundeswehr. Im Amt 50 war Jörg Flemming von 2000 bis 2002 im „Modellteam Wächtersbach/Vogelsberg“ als Sachbearbeiter für Hilfen zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen zuständig, später war er für das Sachgebiet Pflege und Rehabilitation, Bereich Grundsicherung, zuständig und von 2003 bis 2005 kümmerte er sich um das Sachgebiet „Haushalt und Controlling“. In den Jahren 2005 bis 2009 übernahm er die fachliche Leitung des Bereichs „Haushalt und Controlling und Zentrales Rechnungswesen“. Seit 2010 ist er beim Kommunalen Center für Arbeit (KCA) tätig, wo er 2014 die Sachgebietsleitung „Zentrale Aufgaben“ übernahm und sich für das KCA auch um das Thema Unternehmerpflichten im Arbeitsschutz kümmert. „Jörg Flemming ist ein Mensch, der sich im sozialen Bereich nicht nur beruflich stark engagiert. Er ist Ersthelfer, Schwerbehindertenbeauftragter und Sicherheitsbeauftragter und aktives Mitglied in mehreren Musikvereinen“, sagte der Landrat und würdigte den Dienstjubilaren für sein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein.

Beate Braun aus Linsengericht war seit 2008 Mitarbeiterin im zahnärztlichen Dienst des Gesundheitsamtes und wurde nun in den Ruhestand verabschiedet. Sie begann ihre Ausbildung zur Zahnarzthelferin 1974 in Hanau und arbeitete bis 1985 in diesem Beruf. Als Sachbearbeiterin war sie anschließend bis 1987 bei Heraeus Edelmetall beschäftigt. In den Jahren zwischen 1988 und 1997 widmete sich Beate Braun vor allem ihrer Familie, bis sie 1997 als Zahnarzthelferin beim Arbeitskreis Jugendzahnpflege des Main-Kinzig-Kreises ihre berufliche Tätigkeit wiederaufnahm. Bis 2008 war sie als Assistenz mit der Organisation der zahnärztlichen Untersuchungen in Kindergärten im gesamten Main-Kinzig-Kreis zusammen mit einer Zahnärztin befasst. 2008 wechselte sie ins Gesundheitsamt, wo sie ebenfalls zu zahnärztlichen Untersuchungen, diesmal in den Schulen, unterwegs war. Nach dem Ausscheiden ihrer Kollegin im Jahr 2016 war Beate Braun lediglich als Vertretung noch im Außendienst unterwegs und arbeitete ansonsten im Geschäftszimmer. „Beate Braun war eine sehr verlässliche und gewissenhafte Mitarbeiterin, die stets ein willkommener Ruhepol war und vielen Kindern die Angst vor dem Zahnarztbesuch genommen hat“, erklärte Thorsten Stolz.

Glückwünsche und Grüße verbunden mit persönlichen Anekdoten kamen von Thomas Schmidt, stellvertretender Vorsitzender des Personalrats, Jan Jakobi, stellvertretender Leiter des Amtes für Personal, Planung und Organisation sowie den beiden Gleichstellungsbeauftragten Nicole Dein und Ulrike Schmid.

Foto: Landrat Thorsten Stolz (hinten, Mitte) würdigte die Lebensleistung von drei langjährigen Mitarbeiterinnen, die in den Ruhestand verabschiedet wurden und einem Mitarbeiter, der sein 25-jähriges Dienstjubiläum feiert. Unser Bild zeigt (vorne von links): Jörg Flemming, Sylvia Heinen, Roswitha Stumpe und Beate Braun sowie (hinten links) Thomas Schmidt (stellvertretender Vorsitzender des Personalrats) und (hinten rechts) Jan Jakobi (stellvertretender Leiter des Amtes für Personal, Planung und Organisation).



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