Bisher keine Affenpocken im Main-Kinzig-Kreis nachgewiesen

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Die Affenpocken sind eine an sich seltene Infektionserkrankung, die vor allem in West- und Zentralafrika aufgetreten ist und nur in Einzelfällen in andere Länder exportiert wurde. Nun werden vermehrt Erkrankungen aus vor allem europäischen Ländern gemeldet. Auch in Deutschland wurden in den vergangenen Tagen Fälle von Affenpocken nachgewiesen.

„In erster Linie ist das Affenpockenvirus eine Zoonose. Das heißt, das Virus wird von einem Tier auf den Menschen übertragen. Zur Übertragung kommt es vor allem durch Kontakt mit den Hauteffloreszenzen, Blut, Gewebe oder Ausscheidungen infizierter Tiere (in erster Linie verschiedener Nagetiere) und beim Umgang mit dem Fleisch erkrankter Tiere“, erläutert Dr. Wolfgang Lenz, Leiter des Amtes für Gesundheit und Gefahrenabwehr. Die Übertragung der Affenpocken von Mensch zu Mensch galt bisher allerdings als selten und ist nur bei engem Kontakt möglich.

„Die Inkubationszeit für Affenpocken beträgt zwischen 7 und 21 Tagen. Zu den Symptomen dieser Infektion zählen Fieber, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, häufig auch Lymphknotenschwellungen“, merkt Sakire Caglayan, Ärztin für den Bereich Hygiene und Umweltmedizin, im Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr, an. Typisch ist zudem ein vom Gesicht auf den Körper übergreifender Ausschlag mit Bläschen oder Pusteln. Die meisten Menschen erholen sich innerhalb weniger Wochen.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) ist die Übertragung der Krankheit durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten oder Schorf der Affenpocken-Infizierten möglich, solange die Pocken nicht vollständig ausgeheilt und die Krusten noch nicht abgefallen sind – in der Regel ist das erst nach zwei bis drei Wochen der Fall. Auch im Rahmen von sexuellen Handlungen besteht die Möglichkeit der Ansteckung. Eine Gefährdung für die Gesundheit der breiten Bevölkerung in Deutschland schätzt das RKI nach derzeitigen Erkenntnissen als gering ein. Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass wir keine neue Pandemie fürchten müssen.

Dr. Wolfgang Lenz, bittet daher um besondere Vorsicht und Vermeidung von engen ungeschützten Kontakten mit unbekannten Personen. „Insbesondere wer an seinem Körper ungewöhnliche, juckende, schmerzende Hautveränderungen und Pusteln bemerkt oder wenn typische Krankheitssymptome bestehen, sollte man Kontakte beschränken und sich rasch in ärztliche Behandlung begeben“, so Lenz.

Weitere Auskünfte erhalten Bürgerinnen und Bürger am Infotelefon des Amtes für Gesundheit und Gefahrenabwehr unter der Telefonnummer (06051) 85-17000, bei Ihrer Hausarztpraxis und u.a. auf der Internetseite des Robert Koch-Institutes (http://www.rki.de/affenpocken). 


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