Corona-Entwicklung: (K)ein Vergleich mit dem Vorjahr

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Dem bundesweiten Trend folgend, ist auch im Main-Kinzig-Kreis die Anzahl der Corona-Infektionen wieder deutlich angestiegen. Der Inzidenzwert sprang Anfang der Woche über die 500er-Marke und die Tendenz zeigt weiterhin nach behoben. Eine Entwicklung, die komplett gegen den Trend aus dem Vorjahr läuft: Am 15. Juni 2021, also vor genau einem Jahr, wurde ein Inzidenzwert von gerade einmal 20,7 errechnet.

Beim Kreisgesundheitsamt wird die aktuelle Entwicklung genau beobachtet, allerdings fehlt für Maßnahmen die rechtliche Grundlage. So bleibt aktuell nur, jeden einzelnen Fall zu erfassen. Bei der Betrachtung des Infektionsgeschehens haben sich aber noch keine speziellen Herde herausgestellt, vor allem in den besonders schützenwerten Einrichtungen für Senioren, Kranke oder Kinder gab es keine außergewöhnlichen Ausbrüche. „Wir gehen daher von einem allgemeinen Infektionsgeschehen aus“, erklärte Kreispressesprecher Frank Walzer. Da es aktuell keine Schwellenwerte gebe, bei denen beispielsweise wieder eine Testpflicht für Veranstaltungen oder Gaststättenbesuche eingeführt werden müsste oder könnte, seien entsprechende Maßnahmen auch nicht in der Vorbereitung.

Die Anzahl der Teststationen dürfte hingegen in den nächsten Wochen weiter zurückgehen. Zuletzt kamen aus Hasselroth, Rodenbach und Schlüchtern die Ankündigungen, mangels Zulauf die Testangebote einzustellen, weitere könnten folgen und somit die bisherige Gesamtzahl von kreisweit 120 Teststationen weiter sinken. Dass die Anzahl der Testmöglichkeiten und die Anzahl der Corona-Fälle gegensätzlich laufen, liegt wohl daran, dass Personen mit Symptomen meist gleich ihre hausärztliche Versorgung in Anspruch nehmen und dort getestet werden. Da die Testzentren alle im Auftrag und mit Genehmigung des Main-Kinzig-Kreises betrieben wurden, will man dort aber darauf achten, dass auch kreisweit weiterhin ein ausreichendes Angebot vorhanden ist.

Deutlich zurückgegangen ist in den vergangenen Wochen auch das Interesse an einer Corona-Impfungen. Alle Angebote zusammengezählt, also die drei Teststationen in Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern sowie das weiterhin bestehende mobile Angebote, kommen pro Woche gerade einmal circa 300 Nadelstiche zusammen. Auch die jüngste Empfehlung einer Impfung von Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren hat keinen neuerlichen Impfboom ausgelöst. Mitgezählt sind dabei auch schon die Geflüchteten aus der Ukraine, denen ebenfalls eine Impfung angeboten wird. Die Impfstellen sollen aber dennoch offengehalten werden, zumal angesichts der Infektionslage spätestens zum Herbst mit einer neuen Impfregelung zu rechnen ist.

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