Preisverleihung: Die schönsten Wiesen sind in Sinntal

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Der Landschaftspflegeverband Main-Kinzig-Kreis hat im Rahmen des Projektes „Bergwinkelgrün“ zum vierten Mal zum Wettbewerb „Wer hat die Schönste im ganzen Land?“ aufgerufen. Mitmachen konnten Landwirte, deren bewirtschaftete Wiesen im Bergwinkel liegen. Das Ziel der Wiesenmeisterschaft ist, den Einsatz der Bewirtschafter zu würdigen und hervorzuheben. Sie tragen durch ihre vorbildliche extensive Bewirtschaftung zum Erhalt des artenreichen Grünlandes bei.

Die Teilnehmer, die ihre Wiesen so bewirtschaften, dass eine große Artenvielfalt herrscht und besondere Arten vorkommen, wurden ausgezeichnet.

Gewinner des 1. Preises, dotiert mit 500 Euro, ist Walter Bernhardt. Auf seiner Weise in Sinntal-Weiperz sind mehr als 55 Pflanzenarten, darunter besonders viele seltene und geschützte Pflanzen wie etwa Trollblumen, Arnika oder der Teufelsabbiss zu finden. Die Bewertung wurde vom Diplom-Biologen Klaus Hemm, Fachbüro für regionale Biologie, Naturschutz und Landschaftspflege empfohlen.

Über den 2. Preis und 300 Euro freut sich Jakob Lauer, der eine Wiese in Sinntal-Weipertz im Nebenerwerb bewirtschaftet. Diese Wiese beheimatet ebenfalls viele besondere Pflanzenarten und wird als Schafweide und zur Heugewinnung genutzt.

Den 3. Preis und 200 Euro erhielt die NABU Ortsgruppe Steinau und deren Vorsitzender Thomas Mathias für die Pflege ihrer Streuobstwiese, die in einem Verbund unterschiedlicher, naturschutzfachlich wertvoller Flächen am „Weinberg“ in Steinau liegt. Die Streuobstwiese wurde vor etwa 40 Jahren im Rahmen einer Ausgleichsmaßnahme von Hessen-Mobil mit hochstämmigen Obstbäumen bepflanzt und wird seit vielen Jahren vom NABU bewirtschaftet und gepflegt.

Darüber hinaus wurde auch wieder ein Ehrenpreis vergeben. Dieser ging an Sandro Lauer, der eine besonders artenreiche Wiese ebenfalls in Steinau im Bereich der Ulmbachaue, die sich im Besitz des NABU befindet, bewirtschaftet. Die Fläche wird in Abstimmung mit dem NABU im Rahmen des Projektes „Fairpachtet“ als Mähwiese genutzt. Neben vielen Pflanzenarten findet hier auch die sehr seltene Wasserspitzmaus einen Lebensraum.

Auch in diesem Jahr war die Bewertung der eingereichten Anmeldungen nicht einfach, denn die Ergebnisse lagen erneut sehr eng beieinander. Begutachtet wurden die angemeldeten 20 Wiesen von einem Juryteam, bestehend aus dem Landschaftspflegeverband und dem Amt für Landwirtschaft des Main-Kinzig-Kreises. Bewertet wurde neben der Anzahl an (seltenen) Pflanzenarten, auch Kriterien wie besonderer Pflegeaufwand oder ob die Fläche auch einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, wie im Fall der NABU-Flächen.

Die Übergabe der Urkunden fand auf der Wiese des NABU in Steinau durch Matthias Metzger, den Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes und den Projektmitarbeiterinnen Barbara Fiselius und Maren Nowak sowie zahlreichen natur- interessierten Teilnehmern statt. Neben dem Preisgeld erhielten die Gewinner jeweils eine Urkunde und in Hinweisschild, das sie an ihrer Wiese aufstellen können. Die Preisgelder wurden ermöglicht durch eine Förderung der Kreissparkassen Gelnhausen und Schlüchtern. „Wir sind sehr froh und dankbar, dass sich auch in diesem Jahr wieder viele engagierte Landnutzer gemeldet haben, die sich an dem Wettbewerb beteiligten“, freuen sich Initiatoren von Main-Kinzig-Kreis und Landschaftspflegeverband. Da das vom Land geförderte Projekt „Bergwinkelgrün“ endet in diesem Jahr. Da die Resonanz auf die Wiesenmeisterschaft sehr groß ist, soll der Wettbewerb auch im nächsten Jahr - dann erweitert auf den gesamten Main-Kinzig-Kreis - erneut stattfinden.

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