Vier neue Bienensachverständige im MKK

Von links: Martin Sachs (Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz), Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann, der neue Bienensachverständige Peter Herzog und Dr. Stefan Rockett (Leiter Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz).

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Im Main-Kinzig-Kreis haben vier neue Bienensachverständige ihre Tätigkeit aufgenommen, sie stehen den Imkerinnen und Imkern als Ansprechpartner zur Verfügung. Damit gibt es im Main-Kinzig-Kreis nun insgesamt 25 Bienensachverständige. Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann ernannte Peter Herzog aus Biebergemünd im Beisein von Vertretern des Amtes für Veterinärwesen und Verbraucherschutz zum neuen Bienensachverständigen und überreichte ihm im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen seinen neuen Dienstausweis.

Auch Edwin Hagemann (Jossgrund), Oliver Lenz (Gründau) und  Mourad Boutiliss (Hanau) haben alle erforderlichen Lehrgänge besucht und dürfen sich nun Bienensachverständige nennen.

Hauptaufgabe der Bienensachverständigen ist es, das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz, aber auch die Imker und Imkerinnen zu beraten und zu unterstützen bei der Feststellung und Bekämpfung von Bienenseuchen. „Da die Bienen durch die Bestäubung von Pflanzen überaus wichtig sind, wollen wir die Tiere in besonderer Weise schützen, hier übernehmen die Bienensachverständigen eine wichtige Aufgabe“, betonte Winfried Ottmann und bedankte sich für das große ehrenamtliche Engagement, das hinter dieser Tätigkeit steckt. Peter Herzog imkert selbst und kümmert sich um bis zu 50 Bienenstöcke. Das Imkern ist bei ihm in der Familie seit 1910 Tradition. Das von seinem Uropa erbaute Bienenhaus wird noch heute von Peter Herzog, seinem Vater und seiner Schwester neben einigen anderen Ständen noch betrieben. „Es ist viel Aufwand, selbst zu imkern, nur wenige Imker leben davon“, so Peter Herzog über das Hobby, in das viel Herzblut fließt.

Um die Tiere vor Seuchen und Krankheiten zu schützen, hat der Main-Kinzig-Kreis aktiv nach neuen Bienensachverständigen gesucht. Bienensachverständige beraten die Imkerinnen und Imker im Landkreis beispielsweise zur Bienenhaltung im Allgemeinen, zu vorbeugenden Gesundheitsmaßnahmen sowie rechtlichen und fachlichen Fragen im Falle eines Seuchenausbruchs und unterstützen die Veterinärverwaltung dabei, Bienenseuchen festzustellen und zu bekämpfen.

Tritt bei einem Bienenvolk ein Seuchenfall ein, müssen sogenannte Bienensachverständige den Schaden schätzen, sodass der Imker oder die Imkerin eine Entschädigung durch die Tierseuchenkasse erhalten kann, falls Beute und Tiere vernichtet werden müssen. Aber nicht immer muss ein Schadensfall zu einer Vernichtung führen, manche Völker und Beuten können durch eine Sanierung gerettet werden – beispielsweise nach der Faulbrut. „Das muss ganz individuell entschieden werden. In manchen Fällen genügt beispielsweise eine Erneuerung oder Desinfektion der Beute“, weiß Peter Herzog. Darüber nehmen die Bienensachverständigen notwendige Untersuchungen vor, damit das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz ein Gesundheitszeugnis ausstellen kann, wenn Bienenvölker in eine andere Kommune gebracht oder verkauft werden.

Die neuen Bienensachverständigen haben den Lehrgang zu Bienensachverständigen in Kirchhain besucht und ihre Prüfung abgelegt. Seitdem sind sie Experten für Krankheiten und Parasiten, die der Biene enorm schaden können, vor allem die Amerikanische Faulbrut oder der kleine Beutenkäfer: Sie beraten die Imker bereits, bevor der Seuchenfall eingetreten ist und nehmen regelmäßig Proben. Gerade bei dem kleinen Beutenkäfer ist das oberste Ziel, dass dieser sich nicht verbreitet, da er sich so tief in den Boden bohrt, dass man ihn kaum beseitigen kann.

Als ein Teil der jetzt 25 Bienensachverständigen stehen sie den rund 780 Imkerinnen und Imkern mit ihren rund 4500 Bienenvölkern im Main-Kinzig-Kreis mit Rat und Tat zur Seite. „Die Tätigkeit unserer Bienensachverständigen ist eine überaus komplexe Tätigkeit. Sie müssen über den Einsatz von Bioziden entscheiden, die Wirtschaftlichkeit im Blick haben, alles rund um anzeigepflichtige Bienenseuchen und Schädlinge wissen und die Imkerinnen und Imker betreuen. Die Untersuchung der Bienen ist nur der Anfang, hinter ihrer Tätigkeit steht so viel mehr“, erklärt Dr. Stefan Rockett, Leiter des Amtes für Veterinärwesen und Verbraucherschutz.

Da das Imkern derzeit voll im Trend liegt und vermutlich weitere Bienenvölker im Kreis dazukommen werden, ist das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz auf der Suche nach weiteren Bienensachverständigen. „Wir freuen uns deshalb, wenn sich Interessierte bei uns melden. Sie helfen mit, die Bienenvölker gesund zu erhalten und tragen dadurch dazu bei, dass Bienen ihrer wichtigsten Aufgabe, nämlich Blüten zu bestäuben, nachkommen können“, so Winfried Ottmann.

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Von links: Martin Sachs (Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz), Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann, der neue Bienensachverständige Peter Herzog und Dr. Stefan Rockett (Leiter Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz).


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