Rastplatz-Check vom ACE an A 66 und A 45

Die ACE-Vertreter Anton Hofmann (links) und Thomas Giese beim Rastplatz-Wiederholungs-Check am Rastplatz „Hunsrücker Berg“ an der A 66 zwischen Steinau und Schlüchtern.

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Bei einem Wiederholungs-Check der Rastplätze entlang der Autobahn A 66 und A 45 in den Landkreisen Main-Kinzig und Wetterau wurde festgestellt, dass sie vor Beginn der Sommerferien sauberer waren.

Die Clubinitiative des ACE Auto Club Europa findet unter dem Motto „Deutschland, deine Rastplätze“ statt und über 800 Ehrenamtliche des ACE haben vor 4 Monaten und in der jüngsten Woche mindestens 500 unbewirtschaftete Rastplätze in ganz Deutschland unter die Lupe nehmen. Ziel ist es, Missstände hinsichtlich Sauberkeit, Ausstattung, Barrierefreiheit und Familienfreundlichkeit aufzudecken und für Verbesserungen vor Ort zu sorgen.

Bei „zweifach-Check“ wurden die ACE-Tester mehrfach von Nutzern auf die Aktion angesprochen und darauf hingewiesen, dass die Autobahn-Rastplätze in den europäischen Nachbarländern wesentlich gepflegter sind. Dies betrifft insbesondere die sanitären Einrichtungen, die anscheinend in häufigeren Interwallen gesäubert werden und das immer ausreichend Toilettenpapier vorrätig gehalten wird. Außerdem bemängelten die ACE-Vertreter, dass keine großen Aschenbecher vorhanden seien und sich Mengen von Zigarettenkippen rund um die Sitzgarnituren insbesondere in diesem Jahr auf den stark ausgetrockneten Rasenflächen zu einer Brandgefahr ausweiten könnten!

Rastplätze zwischen Steinau und Schlüchtern mit Urteil „sehr gut“ getestet

Die Wiederholungs-Prüfungen der 7 Rastplätze an den Autobahnen durch den Main-Kinzig-Kreis (A66 von Maintal bis Sinntal und A 45 von Aschaffenburg nach Gießen) hat der Ehrenamtliche Pressesprecher, Anton Hofmann, und Mitglied im Kreisvorstand Main-Kinzig und Wetterau zusammen mit Thomas Giese, dem ACE-Regionalbeauftragten für Hessen nach 20 verschiedenen Kriterien bewertet. Fazit: Der Rastplatz „Hunsrücker Berg“ an der A 66 zwischen Steinau und Schlüchtern mit durchschnittlich 10,5 Punkten die Note „gut“ und der Rastplatz „Weinberg“ an der A 66 zwischen Schlüchtern und Steinau mit durchschnittlich 12,5 Punkten zwei Punkte mehr und damit die Note „sehr gut“ wegen seiner ruhigeren Lage und Lärmschutz etwas abseits der BAB. Positiv aufgefallen sind die großen Mülleimer und die allgemeine Sauberkeit der Anlage. Sogar barrierefreie Toiletten und barrierefreie Parkplätze waren vorhanden.

Während die vorgenannten Rastplätze die Noten „sehr gut“ und „gut“ erhielten, erreichte der „Rastplatz Kinzigtal“ zwischen Gelnhausen West/Ost nur 6 Punkte - das schlechteste Urteil von allen Rastplätzen im MKK: „Durchgefallen!“

Nur zum kleinen Teil eine Trennung von Lkw-/Bus- und Pkw-Parkplätzen, Keine Fußgängersicherheit, Keine Notrufsäule und keine Behindertenparkplätze. Obwohl der Rastplatz – der erste zwischen Frankfurt und Fulda – gut und gerne genutzt wird, lässt die Sauberkeit sehr zu wünschen übrig. Die Toilettenanlage ist zwar veraltet, aber entsprach den heutigen Anforderungen (wie allgemeine Sauberkeit, Seife, Handtücher und Toilettenpapier) Allerdings ist kein barrierefreies WC vorhanden.

Die Rastplätze „Pfingstweide Ost“ und „Nachtweide“ an der A 45 zwischen Langenselbold und Münzenberg erhielten beide mit 14 Punkten die Note „sehr gut“ (3-Sterne) und waren nahe an der Bestnote „Excellent“ (4-Sterne) und der Rastplätze „Hohe Berg“ mit 12,5 Punkten und „Pfingstweide West“ mit 13 Punkten an der A 45 zwischen Münzenberg und Langenselbold beide die Noten „sehr gut“. Gründe dafür waren die digitale Anzeige der freien Parkplätze für Lkw. Würden auf den WC-Anlagen Wickelmöglichkeiten, im Freien ein Spielplatz und eine Hundewiese, E-Ladesäulen angeboten und für die Raucher/-innen Aschenbecher zur Verfügung gestellt, dann bekommen dies Rastplätze beim Wiederholungstest im September die Bestnote „Excellent“ mit mehr als 15 Punkten und 4-Sternen!

Thomas Giese, der Regionalbeauftragte für Hessen, zur ACE-Initiative „Deutschland, deine Rastplätze“: „In Deutschland gibt es rund 13.000 Autobahnkilometer mit etwa 1.500 unbewirtschafteten Rastplätzen. Viele von ihnen sind hochfrequentiert, aber nicht alle laden zum Ausruhen ein. Dabei sind Erholungsphasen gerade bei Autobahnfahrten ein wichtiger Faktor für die Verkehrssicherheit: Wer sich übermüdet hinters Steuer setzt, stellt ein Risiko für sich und andere Verkehrsteilnehmende dar.“ Um einen Querschnitt der Situation auf den Rastplätzen Deutschlands darstellen zu können, hat der ACE ein Drittel der Rastplätze in der gesamten Republik zweifach überprüft. Die Ergebnisse sollen Impulse geben, sodass sich die Zustände an den Rastplätzen nachhaltig verbessern und zukünftig überall zu Verschnaufpausen einladen.

Der Schirmherr der ACE-Aktion Prof. Dr. Walter Eichendorf stellte fest: „Gut ausgestattete und saubere Rastplätze laden zu Pausen ein. Insbesondere auf längeren Strecken ist das wichtig: Eine Umfrage des DVR hat ergeben, dass etwa ein Viertel der Pkw Fahrenden schon einmal hinter dem Steuer eingeschlafen ist – ein enormes Unfallrisiko. Um dieser Gefahr zu entgehen, helfen nur ca. 20-minütige Pausen etwa alle zwei Stunden. Ich freue mich sehr, dass der ACE mit seiner Aktion einen Beitrag dazu leistet und unterstütze sie deshalb sehr gern.“

Schön oder schaurig: (Digitale) Mitmach-Aktion sucht besondere Fotos

Während die Ehrenamtlichen des ACE ihre Rastplatz-Checks durchführen, können sich zeitgleich alle Interessierten im Rahmen eines Fotowettbewerbs an der Initiative beteiligen. Gesucht werden Fotos von besonders schönen oder schrecklichen Rastplätzen, die ab April auf einer Aktionswebseite eingereicht und gezeigt werden. Am Ende der Aktion zum 30. September 2022 wird eine Jury die aussagekräftigsten Bilder in den sechs ACE-Regionen auszeichnen.

Über den ACE Auto Club Europa

Klare Orientierung, sichere Hilfe, zuverlässige Lösungen: Der ACE Auto Club Europa ist seit 1965 als starke Gemeinschaft für alle modernen mobilen Menschen da, egal mit welchem Verkehrsmittel sie unterwegs sind. Als Mobilitätsbegleiter mit rund 630.000 Mitgliedern hilft der ACE international, unbürokratisch und unabhängig. Kernthemen sind die Unfall- und Pannenhilfe, Verkehrssicherheit, Elektromobilität, neue Mobilitätsformen und Verbraucherschutz.

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