Gesundheitsschutz beim Frühjahrsputz beachten

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Die ersten warmen Sonnenstrahlen haben den Frühling eingeläutet. Somit ist auch die Zeit da, in der viele Bürgerinnen und Bürger den Garten und das Haus auf Vordermann bringen.



Das Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr rät beim Säubern und Entrümpeln der Gartenhütte, des Kellers oder des Dachbodens zu Vorsicht, denn an solchen Orten besteht die Gefahr, sich mit dem Hantavirus zu infizieren.

Hantaviren können über den Kot und Urin von Rötelmäusen und anderen Nagern ausgeschieden werden. Diese Exkremente können auch nach Eintrocknen über mehrere Tage ansteckend bleiben. Die Infektion findet vor allem beim Einatmen von aufgewirbeltem Staub statt. Selten erfolgt die Übertragung durch Nagetierbisse. Unter günstigen Bedingungen wie zum Beispiel einem trockenen Sommer oder einem ausreichenden Nahrungsangebot kann es zu einer vermehrten Population von Rötelmäusen kommen und in Folge dessen ist mit einem vermehrten Auftreten von Hantavirus-Erkrankungen zu rechnen. Auch Faktoren wie höhere Temperaturen, veränderte Niederschlagsmuster und das Verhalten der Menschen können die Ausbreitung von Infektionskrankheiten beeinflussen, die durch Nagetiere übertragen werden. Die Erkrankung verläuft in vielen Fällen unbemerkt oder nur mit milden Symptomen, kann aber auch schwere grippeähnliche Symptome hervorrufen, die unter Umständen zu einem Nierenversagen führen können.

Das Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr empfiehlt bei der Reinigung von Scheunen, Dachböden, Garagen oder ähnlichen Räumlichkeiten, ausreichend zu lüften und bestenfalls wenig Staub aufzuwirbeln beziehungsweise feucht zu reinigen. Zusätzlich empfiehlt sich das Tragen eines passenden Mund- und Nasenschutzes. Um die Nager fernzuhalten, sollten Lebensmittel unzugänglich aufbewahrt und Unterschlupfmöglichkeiten erschwert werden. Sollte doch ein starker Mäusebefall festgestellt werden, ist das Hinzuziehen eines Schädlingsbekämpfungsunternehmens ratsam.

Für die Beseitigung von toten Nagetieren oder deren Kot und Urin empfiehlt sich der Einsatz von Einmalhandschuhen. Die Entsorgung der verwendeten Materialien kann über den Restmüll in verschlossenen Plastikbeuteln erfolgen. Anschließend sind gründlich die Hände zu waschen und gegebenenfalls eine Händedesinfektion notwendig.

Falls der Verdacht besteht, mit dem Hantavirus in Kontakt gekommen zu sein, sollte dies in einer Arztpraxis abgeklärt werden. Die Symptome treten zwischen zwei und vier Wochen nach der Infektion auf. Weitere Auskünfte erteilt das Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr unter der Telefonnummer 06051 8511650. Informationen gibt es zudem auf der Internetseite des Robert-Koch-Institutes unter www.rki.de.


Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de


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