Jahrestagung des Zentrums für Regionalgeschichte

Das 2005 in Gelnhausen errichtete Main-Kinzig-Forum als zentraler Sitz der Kreisverwaltung steht in direkter Nachbarschaft zur ehemaligen „Landratsvilla“, die bereits rund um das Jahr 1900 gebaut wurde.

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Die Entstehung des heutigen Main-Kinzig-Kreises mit seinen 29 Städten und Gemeinden liegt mehr als 50 Jahre zurück.



Die damals in Hessen regierende sozialliberale Koalition hatte sich bereits 1970 das Ziel gesetzt, „größere Verwaltungseinheiten sowie leistungsfähigere Gemeinden und Landkreise“ zu schaffen. Dieser historische Vorgang ist das zentrale Thema der Jahrestagung des Zentrums für Regionalgeschichte am 1. Juni in Gelnhausen.

Die Zusammenschlüsse sollten freiwillig erfolgen, wogegen sich vor Ort teilweise großer Widerstand regte. Dennoch wählten in den damaligen Landkreisen Schlüchtern, Gelnhausen und Hanau viele Orte den Weg der Fusion. So entstand z.B. bereits im Januar 1970 aus den fünf Gemeinden Altenmittlau, Bernbach, Horbach, Neuses und Somborn die neue Gemeinde Freigericht im Rahmen der sogenannten Gemeindereform. Es ist dokumentiert, dass die Auseinandersetzungen wegen der Reform zum Teil sehr emotional waren – besonders im politischen Raum. Schließlich ging es um die langjährige Selbstbestimmung, um persönliche Befindlichkeiten und konkrete Zuständigkeiten. Fünfzig Jahre später wird der umstrittene Reformprozess für den Main-Kinzig-Kreis aber allgemein als Erfolgsgeschichte bewertet. Das zeigen die gute Entwicklung und die heutigen Wirtschaftsdaten. Hier greift, was der Kulturanthropologe Heinz Schilling beschreibt: „Region ist nicht – sie wird.“ Das gilt auch für den Main-Kinzig-Kreis.

Die geschichtliche Entwicklung und ihre Zeugnisse darzustellen, sichtbar zu machen und deren Bedeutung für die Gegenwart aufzuzeigen, ist eines der Anliegen des Zentrums für Regionalgeschichte des Main-Kinzig-Kreises. In Zusammenarbeit mit der Stadt Gelnhausen befasst sich das Zentrum in seiner Jahrestagung am Samstag, 1. Juni, von 9 bis 15.30 Uhr im Jubiläumsjahr mit dem Thema „50 Jahre Gebietsreform – Der Main-Kinzig-Kreis entsteht“.

Eröffnet wird die Tagung um 9 Uhr von Landrat Thorsten Stolz. Nach einem Grußwort von Gelnhausens Bürgermeister Christian Litzinger stehen Vorträge auf dem Programm. Landrat a. D. Karl Eyerkaufer spricht zum Thema als Zeitzeuge „per excellence“, der den Vorgang als politisch Aktiver erlebt und mitgestaltet hat. Daraufhin richtet sich der Blick auf die Quellenlage zur Genese des Main-Kinzig-Kreises. Christine Raedler wird neben Fakten aus der Überlieferung auch einige „Kuriosa“ dieser Zeitspanne aufzeigen wie z.B. über 70 Vorschläge für ein Kreiswappen. Abschließend setzt sich Tobias Picard beispielhaft mit der Genese der damals neu aus der Taufe gehobenen Gemeinde Jossgrund auseinander.
Zwei Themenführungen am Nachmittag ergänzen das Bildungsangebot. Ab 14 Uhr kann gewählt werden zwischen „Im Zeichen der Burg: Die staufische Kaiserpfalz“ (Treffpunkt: an der Kaiserpfalz) oder einer „Stolperstein“-Führung auf der Burginsel.

Die Tagung findet in Gelnhausen im Main-Kinzig-Forum, Barbarossastraße 24, im Barbarossasaal statt. Interessierte werden gebeten, sich um bis zum 29. Mai anzumelden: per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch: 0 60 51 85-13736. Getränke werden gestellt.

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Das 2005 in Gelnhausen errichtete Main-Kinzig-Forum als zentraler Sitz der Kreisverwaltung steht in direkter Nachbarschaft zur ehemaligen „Landratsvilla“, die bereits rund um das Jahr 1900 gebaut wurde.


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