Eingeladen hatte das Jugendamt des Main-Kinzig-Kreises als kleines Dankeschön für die erfolgreiche Arbeit und den Einsatz der über 200 Pflege- und Adoptivfamilien im Kreisgebiet.

Bereits zum 15. Mal verbrachten die Familien gemeinsam mit dem Team des Pflegekinderdienstes und der Adoptionsberatungsstelle des Jugendamtes einen Tag zusammen, an dem Spaß, Spiel, Gespräche und gutes Essen im Mittelpunkt standen – und nicht die Alltagsprobleme. Neben den „klassischen“ Pflegefamilien waren an diesem Tag auch verwandte Pflegefamilien, Bereitschaftspflegefamilien und Adoptivfamilien anwesend. Sie alle hatten reichlich Gelegenheit, sich mit den Jugendamts-Mitarbeiterinnen und –Mitarbeitern auszutauschen und das Netzwerk untereinander noch dichter zu knüpfen.

„Das Sommerfest ist auch für die Kinder schön und wichtig. Sie spielen zusammen, gleich ob leibliche, Pflege- oder Adoptivkinder. Oft treffen Geschwister aufeinander, die in verschiedenen Familien leben und alle freuen sich über diese Art des Familientreffens und merken, dass sie als Pflegekind nicht allein sind“, erklärte Suse Hentschel, Leiterin des Jugendamts des Kreises.

Das Engagement der Pflegeeltern ist für das Jugendamt und die zu vermittelnden Kinder und Jugendliche absolut notwendig. „Seit Jahren steigen die Fallzahlen im Jugendamt an, damit einhergehend ist auch der Bedarf der Pflegeeltern gestiegen. Der Main-Kinzig-Kreis ist daher ständig auf der Suche nach Personen, die Pflegekinder in ihre Familie aufnehmen wollen und können“, sagte Hartmut Brasch, Sachgebietsleiter des Pflegekinderdiensts. Der Zeitraum, in denen Kinder und Jugendliche in einer Pflegefamilie untergebracht werden müssen, sei dabei unterschiedlich. Manchmal sei es nur kurz aufgrund einer Erkrankung von leiblichen Eltern notwendig, in anderen Fällen spreche man von mehreren Jahren.

Bei der Auswahl der Pflegefamilien berücksichtigt das Jugendamt das Alter der Eltern, mögliche Geschwister, Wohnort und das soziale Umfeld. Jedes Kind soll einen individuellen positiven Neuanfang erhalten. Die Aufgabe, der sich Pflegeeltern stellen, ist nicht immer einfach. Die Kinder kommen mit unterschiedlichen persönlichen Geschichten und Erfahrungen in die Familie. Dabei sind zum Beispiel mangelnde Versorgung, fehlende Fürsorge und sogar Schädigungen an Leib und Leben mögliche Gründe für die Vermittlung in eine Pflegefamilie.

Die negativen Erfahrungen der Kinder, verbunden mit Ängsten und auffälligem Verhalten, etwa in Schule und Kindergarten, belasten die neuen Pflegeeltern zunächst stark. „Schön ist es aber zu sehen, dass liebevolle Fürsorge und altersgemäße Versorgung, zusammen mit der Begleitung und Beratung durch die Fachkräfte des Pflegekinderdienstes, meistens schnell zu ersten Erfolgen beim Verhalten und Umgang in der Familie führen“, berichtete Brasch.

Die Aufgabe Pflegeeltern zu sein bedeutet, sich immer wieder auf Unvorhergesehenes einzulassen und adäquat darauf zu reagieren. Das Jugendamt bereitet die Pflegeeltern deshalb bestmöglich auf ihre Aufgabe vor und begleitet sie auch während der Pflegezeit. Anfangs stehen das sechsteilige Vorbereitungsseminar sowie Gespräche mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Jugendamtes an. Dann folgen Hausbesuche. Auch Formalien wie Führungszeugnis, Gesundheitszeugnis und Einkommensnachweis sind zu erledigen. Später dann treffen sich die Pflegeeltern einmal monatlich in größerer Runde zum Austausch und zu Gesprächen.

Bei den Pflegeeltern ist es einerlei, ob sie verheiratet sind oder als Paar zusammenleben, ob sie kinderlos sind oder bereits eigene Kinder haben. Auch Alleinerziehende können sich an das Jugendamt wenden. Es ist für das Jugendamt von Vorteil, verschiedene Familien- und Lebenssituationen zur Auswahl zu haben, damit für jedes Pflegekind die bestmögliche Unterkunft gesucht werden kann.

Das nächste Seminar für angehende Pflegepersonen startet im Herbst. Interessierte können sich per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! beim Fachteam im Jugendamt des Kreises oder direkt beim Sachgebietsleiter Hartmut Brasch melden, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Telefon: 06051 8511427.


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