Fahrradklima-Test: Wie Radfahrende ihre Städte beurteilen

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Die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests liegen vor. Durchgeführt wurde er vom ADFC Ende 2024. Die bundesweite Gesamtbewertung liegt bei der Schulnote 3,92 und hat sich damit im Vergleich zu 2022 minimal (0,04 Punkte) verbessert. Besonders in den Großstädten mit über 500.000 Einwohner hat sich in der Wahrnehmung der Radfahrenden einiges getan: Platz 1 geht jetzt an Frankfurt am Main (von 3,61 auf 3,49 verbessert), dicht gefolgt von Hannover (3,52) und Bremen (3,54). Einzige negative Ausnahme ist die Bundeshauptstadt Berlin, die sich von wenig ruhmreichen 4,13 auf jetzt 4,28 verschlechtert hat.

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Wie sehen die Ergebnisse für den Main-Kinzig-Kreis aus? Für vier Gemeinden hat die Mindestanzahl der ausgefüllten Fragebögen ausgereicht, um in die Auswertung zu kommen. Dies sind Gelnhausen mit 144 Online-Antwortbögen, in Hanau haben 127, in Maintal 90 und in Nidderau 55 Radfahrende teilgenommen. Gemeinsam ist in allen vier Städten die positive Bewertung der Fahrradmitnahme im öffentlichen Verkehr, denn im RMV können Fahrräder kostenlos mitgenommen werden. Negativ wurde bei allen die fehlende Ausleihmöglichkeit von öffentlichen Rädern bewertet. Außer in Hanau, wo am Hauptbahnhof einige wenige Call-a-Bike Räder der Deutschen Bahn ausgeliehen werden können, fehlt ansonsten dieses Serviceangebot im gesamten Main-Kinzig-Kreis.

Hier die Einzelergebnisse:

Hanau hat sich leicht von 4,14 auf 3,95 verbessert. Besonders positiv bewertet wurden hier die geöffneten Einbahnstraßen (2,6) und die Wegweisung (2,7). Kritisiert wurden die durchgängig mangelhafte Kontrolle der Falschparker auf Radwegen (4,7) sowie die viel zu schmalen Radwege (4,8).

Maintal hat sich von 4,03 auf 4,15 verschlechtert. Positiv bewertet wurden die geöffneten Einbahnstraßen (2,3) und die Erreichbarkeit des Stadtzentrums (3,1). Besonders negative Noten gab es für die Führung an Baustellen (4,9) und die Kontrolle der Falschparker (5,0).

Nidderau erreicht mit 3,73 die beste Note im Main-Kinzig-Kreis. Die Erreichbarkeit des Stadtzentrums (2,4) und zügiges Radfahren (2,8) werden positiv wahrgenommen, Fahren im Mischverkehr mit KFZ (4,5) und Ampelschaltungen für Radfahrer (4,8) werden negativ bewertet.

Gelnhausen war im Fahrradklima-Test 2022 mit der schlechten Note 4,33 bereits „akut versetzungsgefährdet“. Jetzt verschlechtert sich die Barbarossa-Stadt weiter auf nur noch 4,48. In Hessen gibt es nur zwei Städte, die in der Größenklasse „Städte mit 20.000 bis 50.000 Einwohner“ noch schlechter bewertet wurden: Bad Hersfeld mit 4,49 und Büdingen mit 4,58. Was in dieser Gruppe machbar ist, zeigt Baunatal bei Kassel. Mit der Note 2,53 belegt diese nordhessische Stadt beim Fahrradklima-Test bundesweit Rang 1. In Gelnhausen werden als positiv die geringe Gefahr von Fahrraddiebstählen (3,6) und die Fahrradwegweisung (3,9) eingeschätzt. Die Fahrradförderung in letzter Zeit wird mit 5,0 und die fehlende Führung an Baustellen wird mit 5,1 als stark verbesserungswürdig erlebt.

Die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests können im Internet in allen Details nachgelesen werden: https://fahrradklima-test.adfc.de

Hintergrund: Der Fahrradklima-Test wurde zum elften Mal vom ADFC durchgeführt. Er wird vom Bundesverkehrsministerium gefördert. 213.000 Bürger haben bundesweit an der großen Online-Befragung teilgenommen. Als Teilnehmer kann man seine Stadt in 27 Aussagen zum Radverkehr mit den Schulnoten von 1 bis 6 bewerten.

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