Spannende Stationen und knifflige Aufgaben: Beim großen Konfi-Event ging es für über 200 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus dem gesamten Kirchenkreis Hanau Ende Oktober in Langenselbold auf die Spuren der Reformation.
Beim Planspiel „Die Lutherverschwörung“ mussten sie verschiedene Aufgaben lösen und erfuhren nebenbei allerhand Wissenswertes zur Reformation.
Ein großes Team aus Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen hatte den Tag für die Konfis, die mit ihren Pfarrpersonen und Teamerinnen und Teamern nach Langenselbold gekommen waren, geplant und vorbereitet. Los ging es in der evangelischen Kirche. Dort führten die beiden Wittenberger Persönlichkeiten Elisabeth Cruciger und Johannes Bugenhagen in das Geschehen ein: Martin Luther sollte auf dem Weg vom Reichstag in Worms nach Wittenberg entführt werden und zu seiner Sicherheit an einen geheimen Ort gebracht werden. Dazu mussten drei Dinge organisiert werden: Ein ritterliches Wams für Luther, das dazugehörige Schwert und natürlich Reisepapiere auf einen falschen Namen. Die Gruppe, die diese zuerst beibrachte, konnte am Ende es Spiels zum Sieger erklärt werden.
Im Schlosspark, im JUZ, im Standesamt, der Herrenscheune und im Jochen-Klepper-Haus hatte das Orgateam mittelalterlich anmutende Stationen aufgebaut, unterstützt vom Heimatmuseum, von dem das Team zahlreiche Gegenstände ausleihen durfte. Zu jeder Station gehörten Schauspieler:innen, die in mittelalterlichen Kostümen auftraten.
Bei der Schmiedin konnte ein Schwert erworben werden, aber dafür mussten die Konfigruppen ihr ein selbstgedichtetes Liebeslied, eine Haarspange und anderes für den Tausch angeboten werden. Um einmal eine Handlungsstrang zu beschreiben: Der Pfarrer Bugenhagen wünschte sich sehnlichst ein Bier, da ihm der vom Medicus verschriebene Holundersaft nicht mehr schmeckte. Die Konfis mussten herausfinden, wo es dieses gab. Natürlich beim Wirt, aber der wollte Münzen dafür. Die Stadtschreiberin, die die Reisepapiere ausstellen sollte, brauchte Tinte und eine Gänsefeder, die die Köche nur ungern hergaben, und ein Messer um die Feder anzuschneiden. Der finstere Medicus wollte Lobreden auf sich hören, die Bettler hatten Knöpfe zu bieten und die beiden historisch belegten Wittenberger Persönlichkeiten erklärten das Wesen der Reformation. Alles in allem eine unübersichtliche Situation, aber es gelang den ersten Gruppen nach rund zwei Stunden alle drei nötigen Gegenstände für die Entführung Luthers beizubringen.
Bis zum Abschluss in der Kirche wurde alle von Benjamin Frimpong, einem Jugendlichen aus Gelnhausen, mit einer Jonglageshow unterhalten. Im Gottesdienst zum Abschluss trugen Jugendliche ihre Gedanken zur Reformation vor und übersetzten es toll in unsere Zeit und Sprache: Du bist, wie du bist und Gott hat dich lieb – ohne dass du etwas dafür leisten musst.



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