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Sa, Apr
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Kommende Generationen für Streuobst begeistern
Auftakt des Lehrgangs „Streuobst erleben und vermitteln im jahreszeitlichen Verlauf“: Rouven Kötter (Erster Beigeordneter Regionalverband, hintere Reihe 2. von links); Gerhard Weinrich (MainÄppelHaus Lohrberg, hintere Reihen 1. von links); Bastian Sauer (Regionaler Streuobstbeauftragter, vordere Reihe 1. von links); Dr. Susanne Uhrmacher (HLNUG-Naturschutzakademie Hessen, 1. von rechts stehend); Britta Hirt (Umweltpädagogin, 2. von rechts stehend); Anika Hensel (Umweltpädagogin, 3. von rechts stehend) sowie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Zertifikatslehrgangs am Regionalen Streuobstzentrum MainÄppelHaus Lohrberg. Bildnachweis: Regionalverband FrankfurtRheinMain
Wie lassen sich Kinder und Jugendliche altersgerecht über Streuobstwiesen informieren und begeistern? Auf welche Weise können Obstbaumarten bestimmt werden, und wie wird Apfelwein gekeltert? Um Fragen wie diese geht es im Zertifizierungslehrgang „Streuobst erleben und vermitteln“.
Mit dem umweltpädagogischen Lehrgang betritt der Regionalverband FrankfurtRheinMain Neuland. Teilnehmen können erstmalig Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Kitas, Schulen und weiteren pädagogischen Einrichtungen der Regionalverbandskommunen. Ziel ist es, Fachwissen, didaktische Ansätze und erlebnispädagogische Fertigkeiten zu vermitteln, um Kindern und Jugendlichen bis hin zu Erwachsenen das Thema Streuobstwiese alters- und zielgruppengerecht „begreifbar“ zu machen.
Rouven Kötter (SPD), Erster Beigeordneter des Regionalverbandes, sieht großes Potenzial im neuen Kursangebot: „Wir möchten Streuobstwiesen für kommenden Generationen im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar machen. Und wer kann uns da besser unterstützen als Pädagoginnen und Pädagogen in unseren Mitgliedskommunen? Für viele Kommunen in der Region bilden Streuobstwiesen einen festen Bestandteil ihrer lokalen Identität: Sie prägen Obst- und Gartenbauvereine, liefern Apfelsaft und Apfelwein für Feste und Gastwirtschaften und sind ein beliebter Erholungsraum. Als Regionalverband tragen wir dazu bei, dass möglichst viele junge Menschen diese Identität kennen und schätzen lernen.“
Der Zertifizierungslehrgang startete am 24. März 2026 im MainÄppelHaus Lohrberg mit 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Durchgeführt wird der Zertifizierungslehrgang in Kooperation mit der Naturschutzakademie Hessen. Das Programm richtet sich exklusiv an Entsandte aus seinen Mitgliedskommunen, beim ersten Durchgang ist jeweils maximal eine Person pro Kommune mit dabei.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, wie die Ökologie eines „Lebensraums vor der Haustür“ funktioniert und wie sie selbst auf eine spannende Art und Weise Streuobstwissen an Kinder und Jugendliche vermitteln können. Das kann die Geschichte der Streuobstwiesen sein, Naturschutz, Obstkunde, aber auch Praktisches wie Dengeln oder der Umgang mit der Sense. Im Fokus steht dabei, selbst Projekte rund um die Streuobstwiesen auf die Beine zu stellen.
Zielgruppe des Lehrgangs sind Beschäftigte von Kindertagesstätten, Schulen, der Jugendpflege sowie weiteren Einrichtungen, die Kinder und Jugendliche betreuen und ihnen Naturerlebnisse vermitteln.
Nach bestandener Prüfung wird das Zertifikat „Streuobstbotschafter*in für Hessen, Schwerpunkt Pädagogik“ verliehen. Die Zertifizierung erfolgt durch die Naturschutzakademie des Landes Hessen. In Zukunft sollen weitere Lehrgänge angeboten werden.
Auftakt des Lehrgangs „Streuobst erleben und vermitteln im jahreszeitlichen Verlauf“: Rouven Kötter (Erster Beigeordneter Regionalverband, hintere Reihe 2. von links); Gerhard Weinrich (MainÄppelHaus Lohrberg, hintere Reihen 1. von links); Bastian Sauer (Regionaler Streuobstbeauftragter, vordere Reihe 1. von links); Dr. Susanne Uhrmacher (HLNUG-Naturschutzakademie Hessen, 1. von rechts stehend); Britta Hirt (Umweltpädagogin, 2. von rechts stehend); Anika Hensel (Umweltpädagogin, 3. von rechts stehend) sowie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Zertifikatslehrgangs am Regionalen Streuobstzentrum MainÄppelHaus Lohrberg. Bildnachweis: Regionalverband FrankfurtRheinMain