Der feierliche Gottesdienst, der von den Prälaten Dr. Bernhard Felmberg und Karl Jüsten gestaltet und vom Bach-Chor Siegen umrahmt wurde, stand unter dem Wort aus dem Petrusbrief: „Seid allezeit bereit.“ und drehte sich um die Schlüsselbegriffe Gnade und Hoffnung – und das auch in Zeiten, in denen Gegenwind zu erwarten ist und der Zeitgeist einen anderen Schwerpunkt setzt.
In den Festreden rief zunächst der CDU-Landesvorsitzende Dr. Norbert Röttgen dazu auf, das Schuldenleben zu beenden und wollte dies in einem umfassenden Sinne verstanden wissen – von den Staatsfinanzen bis hin zur Ökologie. Der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Dr. Nikolaus Schneider, betonte die Stärkung der Demokratie als übergeordneten Gründungsgedanken des EAK und bezeichnete denselben als die „Profilkante der CDU“; dabei sei es gute protestantische Tradition, darauf zu vertrauen, dass sich der heilige Geist im freien Diskurs Bahn breche.
In Anlehnung an die Predigt des Prälats Dr. Felmberg, der davon sprach, dass die Christen stets ein Stachel in der Gesellschaft sein müssten, stellte die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel – ihres Zeichens auch ehemalige EAK-Bundesvorsitzende – fest, dass wohl auch der EAK ein Stachel in der Evangelischen Kirche sei und spielte dabei auf das nicht immer einfache Verhältnis an. Sie unterstrich, dass die Gründung der Unionsparteien nach dem Krieg von Anfang an als ein ökumenisches Projekt angelegt und deren Gründungsimpuls die christliche Verantwortung des Menschen vor Gott war. „Das letzte Wort hat Gott.“ ist denn auch zur Richtschnur in der jüngsten Diskussion um die Präimplantationsdiagnostik (PID) und die Grenzen der menschlichen Verfügbarkeit geworden.
In einer anschließenden, von der stellvertretenden EAK-Bundesvorsitzenden Christine Lieberknecht geleiteten Podiumsdiskussion kamen dann die ehemaligen EAK-Bundesvorsitzenden Jochen Borchert, Peter Hintze und Prof. Roman Herzog sowie die Träger der Hermann-Ehlers-Medaille Prof. Wolfgang Huber und Dr. Wolfgang Schäuble zu Wort, bevor der Bundesvorsitzende Thomas Rachel den zum Jubiläum fertiggestellten Film „60 Jahre Evangelischer Arbeitskreis der CDU/CSU“ präsentierte.
Der EAK Main-Kinzig war in Siegen als stärkster hessischer Kreisverband vertreten und so konnten der Kreisvorsitzende Hans-Jürgen Poth, dessen Stellvertreter Achim Lehwald, die weiteren Vorstandsmitglieder Götz Wachs und Dr. Otto Aden sowie Margarete Aden und Eva-Maria Ax den anschließenden Empfang weidlich dazu nutzen, interessante Kontakte zu den zahlreichen Gästen, unter denen sich auch der Bischof der EKKW, Prof. Martin Hein befand, zu pflegen. Dabei stand die anstehende Veranstaltung zum Thema Christenverfolgung im Vordergrund, welche in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Grundsatzarbeit und mit der Gastrednerin Erika Steinbach in Langenselbold veranstaltet wird. (Termin wird noch bekannt gegeben.)
www.eak-main-kinzig.de
Foto: Die Teilnehmer des EAK Main-Kinzig am Festakt in Siegen (von links) Margarete Aden, Götz Wachs, Achim Lehwald, Dr. Otto Aden, Hans-Jürgen Poth und Eva-Maria Ax.
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