Störche gesichtet: Meister Adebar kehrt schon zurück

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Wer in diesen Tagen in der Auenlandschaft an der Kinzig unterwegs ist, kann die ersten Weißstörche beobachten, die aus ihren Winterquartieren zurückkehren. Störche kehren immer früher in ihre Brutgebiete zurück, berichtet die Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung (GNA). Schon Anfang des Jahres sichteten die Naturschützer mehrere Rückkehrer in den Wiesen der Wetterau und im Grünland des Main-Kinzig-Kreises, so im Naturschutzgebiet Weidesweisen-Oberwald in Erlensee.

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Ebenso hielten sich bereits Mitte Januar vereinzelt Störche in der Rodenbacher Kinzigaue auf. Und in den Wiesen von Nidderau-Eichen besetzten rückkehrende Störche bereits einen Storchenhorst.

Sollten die Temperaturen doch noch einmal sinken und der Winter an der Kinzig einkehren, häufen sich bei der GNA erfahrungsgemäß die Anfragen besorgter Bürger und Bürgerinnen. „Normalerweise ist erst Mitte März mit der Ankunft der Wiesenvögel zu rechnen“, erklärt die GNA Biologin Susanne Hufmann, die sich seit vielen Jahren für Ciconia ciconia, wie der Weißstorch in Fachkreisen genannt wird, stark macht. „Winterliche Verhältnisse stellen aber grundsätzlich keine Notsituation für Störche dar, die im Übrigen bis zu einer Woche ohne Nahrung leben können.“ Gleich nach der Ankunft der Störche sind Feldmäuse das Hauptnahrungsmittel. Da Feldmäuse keinen Winterschlaf halten und auch keinen Vorrat anlegen, müssen sie nach Nahrung suchen. „Zum Vorteil für den Storch, der als so genannter Nahrungsopportunist fast alles frisst, das nicht zu klein, nicht zu groß und vor allem einfach zu erbeuten ist.“, so Hufmann.

Der Speiseplan des Storches ist wesentlich reichhaltiger als der der meisten europäischen Vogelarten. Er liest sich wie eine Aufzählung der in Mitteleuropa vorkommenden Kleintierarten. Dazu zählen Eidechsen und Schlangen ebenso wie Maulwürfe, Spitzmäuse und junge Ratten. Aber auch Regenwürmer, Heuschrecken, Käfer, Insektenlarven, Schnecken, Muscheln und sogar kleine Fische werden nicht verschmäht. Das Klischee vom „Froschjäger“ ist damit hinfällig. Denn erst, wenn im Frühjahr bei geeigneter Witterung die Amphibien wieder zum Vorschein kommen, stehen Frösche, Kröten und Kaulquappen an erster Stelle.

Für den Fortpflanzungserfolg der großen Wiesenvögel ist allein eine hohe Nahrungsdichte ausschlaggebend. Dass gerade in der Rodenbacher Kinzigaue diesbezüglich alles richtig läuft, zeigen die Zahlen der letzten Jahre. Im Sommer 2013 erblickten hier insgesamt sechs Jungstörche „das Licht der Welt“. Auf dem Storchenmast im Naturschutzgebiet Röhrig von Rodenbach wuchsen in der Brutsaison 2012 sogar erstmalig fünf Jungstörche auf.

Die Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung engagiert sich seit langem für eine stabile Storchenpopulation im Kinzigtal. Dabei geht es ihr hauptsächlich um Nahrungsbiotope und die Gestaltung eines storchengerechten Lebensraumes. Im Rahmen ihres Artenschutzprogrammes Weißstorch realisierte die GNA zuletzt einen Amphibientümpel, der die Nahrungssituation in der Rodenbacher Kinzigaue noch einmal verbesserte. Weitere Projekte entlang der Kinzig sind in der Planung.

Storchenpaten gesucht

Die GNA sucht Storchenpaten, die mit einem monatlichen Betrag das Artenschutzprojekt Weißstorch unterstützen. Patenschaftsbeiträge gelten als Spende und sind steuerlich absetzbar. Eine Bestätigung über Zuwendungen erhalten GNA Storchenpaten unaufgefordert jeweils am Anfang des darauffolgenden Jahres. Eine Patenschaft kann jederzeit und ohne Angabe von Gründen beendet werden. Wer möchte, erhält eine schöne Patenschaftsurkunde.

Gerne werden Patenschaften auch zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen, zum Jubiläum oder zu Taufen verschenkt. Einmalige Spenden sind natürlich ebenso hilfreich.Das GNA Spendenkonto lautet:Raiffeisenbank Rodenbach, BLZ 506 636 99, Konto 10 70 800 (IBAN: DE75 5066 3699 0001 0708 00, BIC: GENODEF1RDB). Bei Interesse wendet man sich an die Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung, Buchbergstr. 6, 63517 Rodenbach, Telefon: 06184 – 99 33 797 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Weitere Informationen und das Online-Formular zur Anmeldung finden sich unter www.gna-aue.de


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