Themenfelder für Entwicklungskonzept abgesteckt

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Wohin will sich die Region SPESSARTregional bis 2020 entwickeln?

Morgenpost

Mit Blick auf die erneute Bewerbung als LEADER-Region und das dafür erforderliche Regionale Entwicklungskonzept steckten in der vergangenen Woche im Bad Orber Rathaus Bürgermeister, Vertreter der Kommunalverwaltungen und Fachbehörden, von Verbänden und Organisationen sowie interessierte Bürger die Themenfelder ab, in denen sie Entwicklungsbedarf und Entwicklungschancen sehen. In zwei weiteren Sitzungsrunden wollen sie sich auf gemeinsame Ziele verständigen sowie Strategien und Projekte entwickeln, wie diese erreicht werden können. 

Vier Handlungsfelder zeichneten sich nach der Auftaktveranstaltung im Februar ab: „Landschafts- und Klimaschutz“, „Tourismus und Naherholung“, „Wohnen und Leben“ sowie „Bildung und Arbeit“. Zu jedem fand sich am 12. und 13. März je eine Arbeitsgruppe zusammen. Gemeinsam diskutierten die Teilnehmer, welche Aspekte es innerhalb dieser Handlungsfelder zu verbessern gilt und bei der Fortschreibung des Regionalen Entwicklungskonzeptes weiter bearbeitet werden sollen. Unterstützt wurden sie dabei von Dr. Elisabeth Appel-Kummer vom Büro für Regional- und Landschaftsplanung in Lahnstein und Dr. Michael Glatthaar von proloco, Bremen.

Der Klimaschutz spielt im öffentlichen Bewusstsein bereits eine große Rolle, so die Einschätzung der Arbeitsgruppe „Landschafts- und Klimaschutz“. Doch sehen die Teilnehmer noch ein großes Potential bezüglich Energieeffizienz und Energieeinsparung. Eine wichtige Rolle könnte in diesem Zusammenhang die Elektromobilität, gespeist aus regional erzeugtem Strom, spielen und sollte daher sowohl im Individualverkehr als auch für touristische Zwecke gefördert werden. Weiterhin biete die Region ein großes Potential für Naherholungssuchende, das es noch besser auszuschöpfen gilt. Für die Entwicklung des Tourismus sei insgesamt eine stärkere Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen und Vernetzung aller Angebote zu forcieren.

Um das Wohnen und Leben in der Region attraktiv zu erhalten, setzen die Akteure auf eine Stärkung der dörflichen Innentwicklung. Mit innovativen und nachhaltigen Konzepten wollen sie dem zunehmenden Leerstand in den Ortskernen begegnen und eine „Willkommenskultur“ entwickeln, die Neubürgern das Einleben in der Region erleichtern soll.

In ihrer nächsten Sitzungsrunde im Mai wollen sich die Arbeitsgruppen auf gemeinsame Entwicklungsziele verständigen und mögliche Wege dorthin erarbeiten. Diese sollen dann in der dritten und abschließenden Runde im Juli mit Projektideen konkretisiert werden. Um möglichst viele Ideen in die Bewerbung einfließen lassen zu können, findet am 11. Juni 2014 von 18.30 bis 21 Uhr (Ort steht noch nicht fest) eine Bürgerwerkstatt statt. Alle Interessenten sind eingeladen, sich über die bisherige Arbeit zu informieren und eigene Anregungen und Ideen einzubringen.


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