Über die Gefahr, eine Generation zu verlieren

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Die Bilder, die uns aus Syrien erreichen, sind entsetzlich. Verhungernde Kinder, zertrümmerte Städte, ein verwüstetes Land, in dem Menschen als Figuren in einem grausamen Spiel missbraucht werden.

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syrien helpingsyrien helping1Millionen sind schon geflohen; andere harren noch in der Heimat aus. Aber Todesangst ist ihr ständiger Begleiter und "Zukunft" für sie kein Wort mehr, das Hoffnung birgt. Doch trotz allem gibt es noch Inseln der Hoffnung in all dem Chaos; Orte, an denen sich Menschen bemühen, einen geregelten Alltag aufrechtzuerhalten und vor allem Kindern eine Zuflucht aus der Resignation zu bieten. Die Schule von Helping Hands' örtlichem Partner in Damaskus ist solch ein Ort. Mehrmals schon fielen Granaten auf die Straße vor der Schule; eine traf sogar das Gebäude, explodierte aber nicht, und bisher wurde niemand verletzt. Und trotz der Gefahr setzt die Schule den Unterricht fort.

"Die meisten Eltern sorgen sich nur darum, wie sie ihrer Familie Essen und Sicherheit verschaffen können", berichtet der Kollege vor Ort. "Die Lehrer mussten hart arbeiten, um die Eltern zu überzeugen, ihre Kinder doch zur Schule zu schicken." 80% der regulär angemeldeten Kinder besuchen weiterhin den Unterricht. Schulgebühren werden nicht mehr erhoben. Das könnte sich ohnehin keine Familie leisten.

Natürlich haben viele Kinder Angst. Der kleine Elia weinte jeden Tag in der Schule, weil er fürchtete, seine Eltern abends nicht wiederzusehen. Durch die liebevolle Betreuung der Lehrer kann er nun wieder ohne Angst lernen und mit Freunden spielen. Und die Kriegsjahre konnten zumindest in seine Bildung keine Lücke schlagen.

Denn auch das ist eine große Gefahr: Kürzlich warnte UNICEF, dass Syrien eine gesamte Generation verlieren könnte, was gravierende Auswirkungen auf die ganze Region haben wird. Deshalb bemühen sich auch die anderen Schulen von Helping Hands' Partner in Jordanien und im Libanon darum, dass syrische Flüchtlingskinder ihre Schulbildung möglichst lückenlos fortsetzen können. Mehrere hundert Kinder besuchen in den vier Schulen kostenlos den Unterricht.

Natürlich ist es nicht einfach, die Kinder in die Schulen zu integrieren, da ihnen bereits viel Stoff fehlt. Aber die Lehrer sind überzeugt, dass sie wieder aufholen können und verbringen viel extra Zeit mit Nachhilfeunterricht. "Die Kinder sind alle sehr gewissenhafte Schüler. Sie passen sich gut an und haben sich schon verbessert", berichten sie. "Wir können einige Veränderungen beobachten."

Mehrere Schulen bieten nachmittags Nachhilfeunterricht für die syrischen Kinder an. Die Schule in Beirut, zum Beispiel, konzentriert sich vor allem auf Englischkurse, da in Syrien der Unterricht auf Arabisch stattfindet, im Libanon aber schon früh auf Englisch. Dadurch fehlt den Kindern im Vergleich zu ihren libanesischen Altersgenossen einiges an Kenntnissen. Unterrichtet werden sie von syrischen Lehrern, die selbst Flüchtlinge sind.

Neben Schulunterricht werden in Jordanien und im Libanon auch medizinische Hilfe und einige sonstige Aktivitäten für Kinder angeboten. Denn ohne diese Programme wären die Kinder den ganzen Tag lang in winzigen Wohnungen eingesperrt. "Die Kinder sollen einfach etwas Positives in ihrem Leben haben", betont der örtliche Partner. In den Schulen werden die Kinder akzeptiert und gleichwertig behandelt. Anfangs waren sie sehr schüchtern und litten stark unter Trauma. "Aber die Lehrer kümmern sich sehr liebevoll um sie, und seit sie auch Freundschaften mit den libanesischen Kindern geschlossen haben, haben die syrischen Kinder begonnen, sich anzupassen und fühlen sich sicherer und wohler", berichtet die Direktorin der Schule in Beirut.

Dank großzügiger Spenden aus Deutschland und aller Welt konnte schon vielen syrischen Flüchtlingskindern geholfen werden. Aber die Flüchtlingswelle reißt noch lange nicht ab. Weitere Hilfe ist dringend nötig. Wenn Sie den Menschen und vor allem den Kindern in Syrien eine helfende Hand reichen möchten, überweisen Sie ihre Spende bitte mit Vermerk "Syrien Nothilfe" auf das Konto von Helping Hands e.V. bei der KSK Gelnhausen, IBAN: DE56 5075 0094 0000 022394, BIC: HELADEF1GEL. Bitte geben Sie immer die vollständige Adresse an, damit Sie am Jahresende eine Spendenquittung erhalten können. Weitere Informationen (auch Online-Spende) über: www.helpinghandsev.org, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Fotos: Nachhilfeunterricht für syrische Flüchtlingskinder in Beirut. © NCM Middle East


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