„Hilfe kennt keine natürlichen Schranken, erst recht keine Schranken des Alters“, erklärte Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler.
„Hilfe kennt keine natürlichen Schranken, erst recht keine Schranken des Alters“, erklärte Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler.
Sie begrüßte deshalb die Entscheidung des Kreissozialausschusses, den Ehrenamtspreis 2014 an die Bürgerhilfe Maintal sowie die „Familien-Paten“ im Mogli-Projekt Bad Soden-Salmünster zu vergeben. Die Entscheidung war in der jüngsten Sitzung des Ausschusses einstimmig getroffen worden; am Mittwoch, 17. Dezember, wird er um 18 Uhr im Main-Kinzig-Forum verliehen. Die „Auszeichnung für besonderes ehrenamtliches Engagement“, die der Main-Kinzig-Kreis seit 2004 beispielgebenden Ehrenamtlichen, Vereinen und Einrichtungen verleiht, ist mit 4.500 Euro dotiert.
Die Preisträger seien vom Ausschuss sehr klug gewählt, findet Sozialdezernentin Simmler. „Mit diesen beiden Initiativen werden Menschen unterschiedlicher Generationen zusammengebracht, ganz niederschwellig zunächst, um sich bei vielen Gelegenheiten zu helfen und sich Gesellschaft zu leisten. Aus der Hilfe und dem regelmäßigen Austausch knüpfen sie eine feste Bande – und zwar über Alters-, Orts- und Milieugrenzen hinweg“, erklärte Simmler. „Die Mitglieder der Bürgerhilfe und der Familien-Paten sorgen also durch ihr Engagement für einen starken inneren Zusammenhalt in ihren Kommunen.“
Unter dem Dach der „Bürgerhilfe Maintal e.V.“ werden seit dem Jahr 2000 wertvolle Unterstützungsleistungen für bedürftige Menschen erbracht. Dazu zählen der Begleit- und Besuchsdienst, Unterstützung pflegender Angehöriger, kurzzeitige Wohnraumbetreuung und Haushaltshilfen, ein Reparaturdienst sowie die Versorgung von Bedürftigen mit stark vergünstigten, von Supermärkten gespendeten Lebensmitteln und gebrauchten Textilien. Fast jeden Tag sind die Mitglieder für ihre Mitmenschen unterwegs, die binnen kürzester Zeit Hilfe anfordern und erhalten können.
Hinzu kommen viele gemeinsame Veranstaltungen für die derzeit rund 2.400 Mitglieder, und zwar für Alt und Jung. Kulinarisch, sportlich und spielerisch finden die Menschen dabei ebenso zusammen wie auch im Projekt „Wunschgroßelterndienst“, in dem sich Senioren für eine bestimmte Zeit um Kinder kümmern und sie betreuen. Etwa 300 Mitglieder sind als ehrenamtliche Helfer aktiv; mehr als 400 Arbeitsstunden werden pro Woche geleistet. Ihren Vereinssitz hat die Bürgerhilfe in der Dörnigheimer Neckarstraße, Vorsitzender ist Armin Heymann.
Die Familien-Paten in Bad Soden-Salmünster erklären sich für zwei bis drei Jahre bereit, jede Woche mindestens zwei Stunden mit Kindern Zeit zu verbringen, die aus Sicht von Lehrern oder Erziehern besondere Förderung, Begleitung und Rückhalt benötigen. Diese zwei Stunden werden aber von den ehrenamtlichen Paten Dunja Dambacher, Gabriele Koch, Petra Schmitt und Werner Weber meist überschritten. Zwischen ihnen und den Kindern im Kindergarten- beziehungsweise Grundschulalter baut sich binnen kürzester Zeit ein Vertrauensverhältnis auf. Das hilft dabei, dass sich die jungen Menschen auf die Hilfe einlassen und sie in der Schule wie auch privat selbstbewusster werden und ihre Begabungen nutzen.
„Durch Mogli kann was möglich werden“, lautet das Motto des Projekts. Die Paten, die vom Caritas-Verband sowie dem Sozialdienst katholischer Frauen vermittelt werden, erfüllen dieses Motto mit Leben. Zum einen entwickeln sich die Kinder durch die ehrenamtliche Hilfe altersgerecht, zum anderen ist deutlich erkennbar, welche emotionale, intellektuelle und soziale Kompetenz die Kinder durch die Familien-Paten im Mogli-Projekt erreichen.
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