Zu Hause älter werden: Fachtagung widmet sich praktischen Fragen

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Die Frage treibt jeden Menschen irgendwann um: Wie will man im hohen Alter leben? Selbstbestimmt und im vertrauten häuslichen Umfeld, würden die meisten spontan antworten.

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fachaelterfachaelter1Viele Wohnungen sind aber dafür nicht ausgelegt. Wohnungstüren fallen oft zu schmal aus, als dass man sich mit einer Gehhilfe frei von Raum zu Raum bewegen könnte. Unterstützung und Pfleger sind nötig, sei es aus dem familiären Umfeld oder durch entsprechende Dienstleister. Kurzum: Zu Hause älter werden ist der Wunsch vieler Menschen, doch dafür müssen mehrere Rahmenbedingungen stimmen – oder eben geschaffen werden. „Wir sprechen hier über eine gemeinsame Aufgabe von Familien, Ehrenamtlichen, Verbänden und der Politik“, erklärte Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler zum Auftakt eines entsprechenden Fachtags in Nidderau.

Einfache Antworten, die auf jede Familie und in jeder Kommune zutreffen, könne es nach Ansicht von Susanne Simmler beim Thema „Zu Hause älter werden“ nicht geben – so lautete der Titel dieser Fachtagung, die die Leitstelle für ältere Bürger im Main-Kinzig-Kreis sowie die Stadt Nidderau ausgerichtet haben. „Den typischen alten Menschen gibt es nicht. Die meisten Unterschiede innerhalb der Gruppe der 65- bis 85-Jährigen verlaufen weniger entlang von Altersgrenzen. Sie basieren neben dem eigenen Altersbild vielmehr auf Unterschieden in Einkommen, Bildung und vor allem dem individuellen Gesundheitszustand“, so Simmler. Deshalb sei wichtig, dass Beratung nah an den Menschen stattfinde, leicht erreichbar sei und am besten direkt in den heimischen vier Wänden erfolge.

Monika Sperzel, Erste Stadträtin Nidderaus, hob in ihrer Begrüßung hervor, dass neben den altersgerechten Wohnräumen auch die Vernetzung nach außen stimmen muss. „Wir brauchen für die steigende Nachfrage nach Pflege die Familien. Aber die Familienmitglieder sind manchmal weit weg“, sagte Sperzel. So könnten Kinder und direkte Verwandte weggezogen oder zumindest tagsüber durch ihren Beruf gebunden sein, so dass sie im Pflegealltag nicht mithelfen könnten. In dem Fall seien die Nachbarschaft, Vereine, ehrenamtlichen Helfer oder professionellen Pflegeanbieter gefragt.

An der Fachtagung diskutierten rund 130 Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen Bereichen miteinander, von Experten aus Verbänden und Fachabteilungen über ehrenamtlich Engagierte aus Seniorenbeiräten bis hin zu Bürgern, die in ihrer Familie einen pflegebedürftigen Angehörigen haben. Sie einte das gemeinsame Ziel, das Wohnen im häuslichen Umfeld lange, verlässlich und sicher zu ermöglichen. Zum Austausch bestand zwischen den Vorträgen ausreichend Gelegenheit. Entsprechende Impulse gingen auch von Ausstellungen innerhalb des Tagungssaals in der Willi-Salzmann-Halle aus.

Die Vorträge an der Fachtagung deckten eine breite Palette an Themen ab. Claudia Ulrich von der hessischen Fachstelle für Wohnberatung, Christiane Marx, Seniorenbeauftragte der Stadt Nidderau, und Stefan Adelmann vom Polizeipräsidium Südosthessen referierten über Wohnraumanpassungen, Sicherheit und Barrierefreiheit. Carolin Becklas von der Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitserziehung informierte über Mobilität im Alter. Gabriele Karadeniz vom Projekt SOwieDAheim des Main-Kinzig-Kreises sprach über den Umgang mit Demenzkranken. Die Pflege von Angehörigen ist für die Pflegenden eine Belastung, auf die Diplom-Psychologin Susanne Baier in ihrem Vortrag zur „Entlastung für die Seele“ einging.

Foto: „Eine gemeinsame Aufgabe von Familien, Ehrenamtlichen, Verbänden und der Politik“: Susanne Simmler in ihrer Begrüßungsrede.

Foto: Rund 130 Teilnehmer widmeten sich an der Fachtagung der Frage, wie man auch im hohen Alter noch zu Hause wohnen bleiben kann.


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