Vereinsmitglied von Helping Hands in Nepal eingetroffen

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Die Lage nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal vom Samstagmittag hat sich bisher nicht entspannt.

joergeichjoergeich1joergeich2Zwar ist in der Hauptstadt Kathmandu zeitweise wieder Strom vorhanden und auch Kommunikation per Telefon und Internet ist wieder eher möglich, aber die Hilfe läuft allgemein nur schleppend an. Der Flughafen in Kathmandu ist hoffnungslos überlastet und Nahrung und Trinkwasser in der Stadt werden immer knapper. Es wird weiter nach Überlebenden unter den Trümmern gesucht; die Zahl der Opfer hat sich auf über 5000 erhöht, aber es wird befürchtet, dass insgesamt über 10.000 beim Erdbeben ums Leben gekommen sind. Viele Dörfer in Seitentälern und an Berghängen konnten aufgrund der vielen Erdrutsche noch überhaupt nicht erreicht werden. Die nepalesische Regierung ist völlig überfordert und die Verzweiflung in der Bevölkerung wächst.

Nach einer mehrtägigen Odyssee konnte Helping Hands' Vereinsmitglied Jörg Eich am Dienstagvormittag beim dritten Landeversuch endlich die Hauptstadt erreichen. Zurzeit ist er gemeinsam mit dem medizinischen Team des Hilfswerks humedica e.V. im Zentralbüro von Helping Hands' örtlichem Partner, NCM Nepal, untergebracht; das Gebäude wurde im Erdbeben nur leicht beschädigt. Am Mittwoch fanden Gespräche zur Planung der ersten Hilfsmaßnahmen statt.

Als erste Soforthilfe ist geplant, Nahrungsmittelpakete zu verteilen; die genaueren Details dazu werden heute geklärt. Außerdem wird sich NCM Nepal auf langfristige Hilfe und Wiederaufbau konzentrieren, vor allem in Form von Kinderzentren. Erfahrungen aus früheren Katastrophen (z.B. dem Tsunami 2004 in Sri Lanka und Erdbeben 2005 in Pakistan) haben gezeigt, dass Kinderzentren bzw. auf Kinder ausgerichtete Dorfentwicklungsprogramme die effektivste Art sind, nach einer Katastrophe langfristige Veränderungen zu ermöglichen. Etwa 40% der geschätzten 8 Millionen Betroffenen des Erdbebens sind Kinder und in der Regel sind es die Kinder, die unter derartigen Notlagen am meisten leiden. Kinderzentren sind die beste Art und Weise, wirkungsvoll zu helfen und nachhaltige Veränderung zu ermöglichen. Voraussichtlich werden mehrere solcher Zentren an verschiedenen Orten im Kathmandu-Tal begonnen werden; vier Kinderzentren werden dort schon seit mehreren Jahren erfolgreich durchgeführt.

Wenn Sie den Menschen in Nepal eine helfende Hand reichen möchten, überweisen Sie Ihre Spende bitte mit Vermerk "Nepal Erdbeben 2015" auf das Konto von Helping Hands e.V. bei der KSK Gelnhausen, IBAN: DE56 5075 0094 0000 022394, BIC: HELADEF1GEL. Bitte geben Sie immer die vollständige Adresse an, damit Sie am Jahresende eine Spendenquittung erhalten können. Weitere Informationen (auch Online-Spende) über: www.helpinghandsev.org, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


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