„Jeden Tag fahren im Main-Kinzig-Kreis viele hundert Kinder und Jugendliche mit dem Fahrrad zur Schule und kennen die gleichermaßen schnellen wie sicheren Routen. Sie kennen aber auch die gefährlichen Stellen, die Kreuzungsbereiche oder die Hauptverkehrswege, die sie überqueren müssen. Dieses Wissen wollen wir bündeln und für die nächsten Schülerjahrgänge nutzbar machen“, erklärt Schuldezernent Matthias Zach.
Der Main-Kinzig-Kreis unterstütze daher den Aufbau eines Radroutennetzes, das gegen Ende dieses Jahres fertiggestellt sein soll. Schon jetzt steht der Routenplaner als Betaversion unter www.radroutenplaner.hessen.de zur Verfügung, an der zwar noch gearbeitet wird, die aber schon verwendet werden kann. Zudem gibt es die App „Radroutenplaner Hessen“, in die der Schülerradroutenplaner integriert ist.
Derzeit tagen die Beiräte, bestehend aus Schülerschaft, Lehrern und Verwaltung, um den Vorentwurf zu beraten und zu verfeinern. Der erste Beirat – „MKK-West“ – traf sich in der Georg-Büchner-Schule in Erlensee, um die Wegstrecken zu den Schulen im Westteil des Kreises, ausgenommen der Stadt Hanau, zu beraten. „Immerhin umfasst dieses Gebiet Einrichtungen mit mehr als 5.000 Schülern. Viele der Kinder fahren von zu Hause aus in die Schule und nach der Schule noch weiter, zum Beispiel auf den Sportplatz oder in einen Hort. Für sie wollen wir den jeweils sichersten Weg ermitteln“, so Zach.
In den vergangenen Monaten sind dazu bereits verschiedene Analysen erfolgt. Mitarbeiter Integrierten Verkehrs- und Mobilitätsmanagements Region Frankfurt RheinMain (ivm) haben sich zum Beispiel Schulwegprofile in den einzelnen Kommunen angeschaut und auch die Situation in der „Rushhour“, also kurz vor der ersten Schulstunde, vor den Eingangstoren direkt studiert. Herausgekommen ist ein Routennetz, das in Kürze im Internet bereitsteht, so dass Eltern und Schüler nur noch den Wohnort und die Schule eingeben müssen, und schon erhalten sie eine Route inklusive Hinweisen auf Gefahrenpunkte.
„Das Schülerradroutennetz soll ein wertvoller Baustein sein, um Kinder und Jugendliche zum Umsteigen aufs Fahrrad zu bewegen und Eltern diesbezüglich Ängste zu nehmen. Dafür ist nun mal ein durchdachtes Wegekonzept sinnvoll, an dem Schülerinnen und Schüler direkt mitwirken“, sagt Matthias Zach. Er lädt daher schon zu den nächsten Beiratssitzungen ein. Der Beirat Nordost tagt am Dienstag, 29. September, um 16.30 Uhr in der Brüder-Grimm-Schule in Steinau. Weitere Beiräte treffen sich am 12. Oktober in Bad Orb (Bereich Südost) sowie zum Abschluss am 18. November in Gelnhausen (Bereich Mitte). Vertreten sind dort neben den Fachplanern und den Schülerinnen und Schülern auch die Polizei, Vertreter des Kreises, der Städte und Gemeinden, der Eltern und der Schulleitung.
www.radroutenplaner.hessen.de/schule
Foto: So könnte eine Radroute aussehen, hier am Beispiel einer Strecke vom Erlenseer Rathaus zur Georg-Büchner-Schule.
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