VdK fordert bessere Bezahlung für Frauen

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Frauen verdienen seit Jahren fast ein Viertel weniger als Männer, 2014 waren es im Durchschnitt genau 21,6 Prozent.

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„Dieser große Gehaltsunterschied wirkt sich auch auf die Altersversorgung aus“, sagt der Amtierende Vorsitzende des VdK Kreisverbandes Gelnhausen, Helmut Müller. „Auch angesichts der bei ihnen stärker als bei Männern zunehmenden Altersarmut müssen Frauen für ihre Arbeit endlich besser bezahlt werden.“ So galten 2013 17 Prozent der Frauen ab 65 Jahren als armutsgefährdet, bei den gleichaltrigen Männern waren es 13 Prozent. Auch der Blick auf die Renten bestätigt nach Ansicht des VdK diese besorgniserregende Tendenz. Zur Jahresmitte 2014 bezogen in Hessen 776.552 Frauen eine Durchschnittsrente von 760 Euro im Monat, bei den 580.729 Männern waren es 1.084 Euro. Diese Zahlen der Deutschen Rentenversicherung seien umso bemerkenswerter, betont der Amtierende VdK-Kreisvorsitzende, weil sie zum Beispiel auch die Hinterbliebenenrenten berücksichtigten.

„Niedrige Löhne bedeuten niedrige Renten. Damit Frauen im Erwerbsleben die Chance haben, eine halbwegs vernünftige Rente zu erwirtschaften, dürfen sie nicht länger schlechter bezahlt werden als Männer“, fordert Helmut Müller. Der VdK kritisiert vor allem den hohen Anteil der Frauen im Niedriglohnbereich von fast 62 Prozent. Verschärfend hinzu kämen längere Erwerbsunterbrechungen wegen der Erziehung von Kindern und der Pflege von Angehörigen. Der VdK fordert deswegen eine bessere rentenrechtliche Anerkennung von Pflegezeiten. „Pflegende Angehörige sind überwiegend Frauen“, sagt Helmut Müller. „Damit sie keine Nachteile erleiden, muss die Pflegezeit in der Rentenversicherung wesentlich höher bewertet und mindestens auf den gleichen Betrag wie Kindererziehungszeiten angehoben werden.“ Und auch bei der Mütterrente sieht der VdK noch Defizite. „Wir fordern für alle Mütter drei Entgeltpunkte pro Kind für ihre Rente“, so der Amtierende VdK-Kreisvorsitzende.


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