Zecken: Besonderer Schutz wird empfohlen

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In diesen Tagen lockt die Sonne nicht nur viele Spaziergänger nach draußen, sondern erweckt auch die Zecken aus ihrer Winterruhe. Derzeit lauern sie bereits auf Gräsern und Büschen. Wer jedoch einige Tipps beherzigt, kann sich vor der Übertragung gefährlicher Erreger durch Zeckenstiche schützen. Der beste Schutz gegen Frühsommer-Mengoenzephalitis (FSME) ist eine Impfung.

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„Für die Dreifachimpfung gegen Zecken gibt es in vielen Risikogebieten wie dem Main-Kinzig-Kreis für Kinder sehr gute Impfquoten, für Erwachsene jedoch häufig nicht“, erklärt Gesundheitsdezernent Matthias Zach. „Die Infektion verläuft aber bei Erwachsenen schwerer als bei Kindern.“ In einigen Fällen könne es nach einer FSME-Infektion zur Gehirnentzündung und zur Schädigung des Rückenmarks kommen; im Extremfall verlaufe die Krankheit tödlich.

Die Impfung gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis-Erkrankung wird nach der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut für Personen empfohlen, die in Risikogebieten wohnen, oder sich dort aufhalten und für die das Risiko eines Zeckenstiches besteht. Der Main-Kinzig-Kreis zählt seit 2007 zu den FSME-Risikogebieten, da angrenzende Landkreise wie Offenbach, Aschaffenburg und Main-Spessart seit längerem zu den FSME-Risikogebieten zählen und dort auch Erkrankungsfälle vorliegen.

In Deutschland sind im vergangenen Jahr 222 Menschen an der von Zecken übertragenen Hirnentzündung FSME erkrankt. Hessenweit waren es zehn Erkrankungsfälle. Nach Angaben des Berliner Robert Koch-Instituts sind die FSME-Erkrankungsfälle bundesweit weiter rückläufig. Die Fallzahlen hängen unter anderem vom Wetter ab, weil abhängig davon mehr oder weniger Menschen in der freien Natur unterwegs sind. „Unserem Gesundheitsamt wurden im vergangenen Jahr zwei Erkrankungsfälle gemeldet. Dabei handelte es sich um zwei Personen aus dem Kreisgebiet, die aber außerhalb des Kreises von einer Zecke gebissen wurden“, so Zach.

Deutlich häufiger übertragen Zecken die Erreger der Lyme-Borreliose. Typische Risikogebiete gibt es hierfür nicht. Die Infektion beginnt oft mit einem roten Ring, der sich um den Zeckenstich bildet. Weitere Symptome können Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Fieber sein. Ohne Behandlung sind Spätfolgen wie Gelenk-, Herzmuskel- oder Nervenentzündungen möglich. Anders als bei FSME gibt es gegen Borreliose keinen Impfschutz. „Deshalb ist es wichtig, sich möglichst von vorneherein gegen einen Zeckenstich zu schützen“, erklärt Kreisbeigeordneter Matthias Zach. Folgende Tipps gelte es zu beachten:

- Beim Spazierengehen in Regionen, in denen mit Zecken zu rechnen ist, sollte man Unterholz und hohes Gras meiden und am besten auf festen Wegen bleiben.
- Helle Kleidung tragen. Sie hat den Vorteil, dass sich Zecken darauf leichter entdecken lassen.
- Nach dem Aufenthalt im Freien in bekannten Risikogebieten immer den Körper nach Zecken absuchen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei Kopf und Hals, der Haut unter den Armen, zwischen den Beinen und in den Kniekehlen. Dort sind bevorzugte Saugstellen der Zecken.
- Bestimmte Stoffe halten Zecken durch ihren Geruch fern. Solche sogenannten Repellentien werden auf die Haut aufgetragen und bieten für einige Stunden einen gewissen Schutz. Sie sind zum Beispiel in der Apotheke oder in Drogerien erhältlich.

Falls es doch zu einem Zeckenstich gekommen ist, muss das Spinnentier möglichst schnell entfernt werden. Dadurch lässt sich das Risiko deutlich verringern, dass Borreliose-Erreger übertragen werden. Die Zecke muss dafür so schnell wie möglich mit einer Pinzette oder einer speziellen Zeckenzange entfernt werden. Sie wird im Kopfbereich möglichst nah an der menschlichen Haut angefasst und vorsichtig und mit gleichmäßiger Geschwindigkeit aus der Haut gezogen. Das Tier darf dabei nicht zerquetscht werden, sonst besteht die Gefahr, dass mit Erregern infizierter Speichel schneller übertragen wird. Die Zecke darf nicht, wie manchmal empfohlen, mit Nagellack, Klebstoff oder Öl bedeckt werden. Nach dem Entfernen der Zecke muss die Wunde gründlich desinfiziert werden.

Für weitere Auskünfte stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamts zur Verfügung. Sie sind unter der Telefonnummer 06051 8511650 erreichbar.


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