Mit großer Freude durfte die Brüder-Grimm-Schule im Schuljahr 2025/2026 am Medienkompetenzprojekt „Earsinnig hören!“ teilnehmen.
Das Projekt ist eine Initiative der Stiftung Zuhören, die die Zuhörbildung in Schulen und Kindertageseinrichtungen fördert. Gemeinsam mit der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen lädt sie hessische Schulklassen dazu ein, sich intensiv mit dem Thema Zuhören und Radiomachen auseinanderzusetzen.
Auswahl unter hessischen Schulen
Im Oktober 2025 bewarb sich unsere Schule für die Teilnahme am Projekt – mit Erfolg: Die Brüder-Grimm-Schule wurde als eine von insgesamt acht Schulen aus ganz Hessen ausgewählt. Ein besonderer Meilenstein war die begleitende Lehrerfortbildung im Dezember 2025 beim Hessischer Rundfunk in Frankfurt. Dort erhielten die verantwortliche Lehrkraft, Frau Annett Benatzky wichtige Informationen zum Ablauf, zur Vorbereitung und zur Gestaltung des Projekttages.
Zuhören lernen – Medien verstehen
Seit Mitte Januar arbeiteten die Schülerinnen und Schüler im Unterricht intensiv an ihrer eigenen Live-Radio-Show. Dabei entwickelten sie selbstständig Inhalte wie Nachrichten, Werbung, Wetterberichte, Verkehrsmeldungen, Straßenumfragen und Interviews. Gleichzeitig lernten sie journalistische Textsorten kennen und setzten sich mit der Frage auseinander, worin sich das Radio von anderen Medien unterscheidet.
Das Projekt verdeutlicht, wie wichtig Zuhören ist: Kinder, die gut zuhören können, lernen leichter sprechen, schreiben und lesen. Auch das Erlernen von Fremdsprachen fällt ihnen einfacher. Zudem fördert bewusstes Zuhören Rücksichtnahme und soziale Kompetenzen – eine wichtige Grundlage für ein gelingendes Miteinander.
Der große Projekttag
Am Projekttag wurde es besonders spannend: Am Morgen erarbeiteten die Kinder ihre Beiträge, die anschließend aufgenommen werden sollten. Zwei Gruppen führten – begleitet von Teamerin Juliane Spatz – Straßenumfragen durch. Ihre Fragen lauteten:
„Haben Sie einen besten Freund oder eine beste Freundin und wie haben Sie diese oder diesen kennengelernt?“ sowie
„Was war Ihr Lieblingsfach in der Schule und warum?“
Eine dritte Gruppe führte gemeinsam mit Maria Bonifer vom Hessischen Rundfunk ein Interview mit dem Vater eines Schülers über dessen Grundwehrdienst. Unterstützt wurden sie dabei von der Lehrkraft Franz Harings.
Ein besonderes Highlight war das Schneiden der Beiträge direkt vor Ort in der Schule. Die Schülerinnen und Schüler konnten live miterleben, wie aus einzelnen Tonaufnahmen fertige Radiobeiträge entstehen – ein spannender Blick hinter die Kulissen der Medienproduktion. Für das leibliche Wohl sorgten die Eltern mit einem abwechslungsreichen und liebevoll vorbereiteten Mittagsbuffet – ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle für die großartige Unterstützung!
Radiobühnenshow vor großem Publikum
Nach den Proben in der Halle war es um 15.00 Uhr endlich so weit: Die große Aufführung begann. Zu den Gästen zählten der Bürgermeister, Eltern, Kolleginnen und Kollegen sowie viele Schülerinnen und Schüler der Schule. Vier Kinder führten als Moderatorinnen und Moderatoren souverän durch das Programm. Doch auch alle anderen Beteiligten hatten ihren großen Auftritt: Es wurden Jingles gespielt, Plakate präsentiert, gesungen und Beiträge vorgetragen. Jede und jeder brachte sich ein und trug zum Gelingen der Show bei.
Ein Projekt mit nachhaltiger Wirkung
Das Projekt „Earsinnig hören!“ war für alle Beteiligten eine bereichernde Erfahrung. Die Kinder hatten nicht nur viel Spaß, sondern lernten auch eine Menge über Medien, Teamarbeit und die Bedeutung des Zuhörens. Viele entdeckten dabei ganz neue Fähigkeiten und Talente. Wer das Zuhören auch zuhause fördern möchte, kann dies ganz einfach tun: durch gemeinsames Vorlesen, Geschichtenerzählen, Singen – und vor allem durch aufmerksames Zuhören im Gespräch. Blickkontakt und echtes Interesse zeigen Kindern, wie wichtig ihre Gedanken und Erlebnisse sind.
"Die Brüder-Grimm-Schule ist stolz auf ihre jungen Radiomacherinnen und Radiomacher – und auf ein Projekt, das eindrucksvoll gezeigt hat, wie wertvoll gutes Zuhören ist", heißt es abschließend aus der Schule.











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