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Nach der unfreiwilligen Corona-Pause im vergangenen Jahr und einer sechswöchigen Verschiebung mutet es schon beinahe märchenhaft an, dass endlich das tapfere Schneiderlein, die beiden Schwestern Schneeweißchen und Rosenrot, der Dorfrichter Adam und nicht zuletzt der Rattenfänger von Hameln leibhaftig auf die Bühne zurückkehren dürfen.

Bei aller Vorfreude auf die beginnende Saison erfordert die Pandemie jedoch weiterhin besondere Achtsamkeit im Umgang mit den Hygiene-Regeln. "Wir hoffen, dass sich das Publikum in seiner Erwartung eines schönen Theaterabends besonnen zeigt und diszipliniert die weiterhin notwendigen Corona-Auflagen einhalten wird", erinnert Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) daran, dass nach wie vor gilt, durch Vorsicht und Rücksicht einen Beitrag dafür zu leisten, dass die neugewonnenen Freiheiten nicht aufs Spiel gesetzt werden.

"Als Open-Air-Theater gehören wir mit unserem Hygienekonzept zu den sichersten Spielstätten im gesamten Rhein-Main-Gebiet", ergänzt Intendant Frank-Lorenz Engel und bittet um Verständnis, dass man sich in Hanau entschlossen hat, über die Verordnungslage hinaus an zwei Beschränkungen festzuhalten. "Unsere Vorstellungen dürfen von negativ Getesteten, Geimpften und Genesenen besucht werden." Im Interesse aller haben wir in Abstimmung mit dem Hygiene-Team der Stadt entschieden, dass für den Zutritt auf das Gelände ein tagesaktuell gültiger Nachweis über den Corona-Status für Personen ab 6 Jahren vorzulegen ist, wenn noch kein vollständiger Impfschutz besteht", so Engel. "Das Deutsche Rote Kreuz öffne 90 Minuten vor Veranstaltungsbeginn eine Teststation am Amphitheater. Um Wartezeiten und Verzögerungen zu vermeiden, bittet der Intendant die Besucherinnen und Besucher jedoch, bereits getestet zum Amphitheater zu kommen. Dabei wird die Verwendung der DAICY-App und der Einsatz des Hanau-Tickets zum Nachweis des Tests empfohlen.

Darüber hinaus herrscht vor dem Einlass, an den Ticketschaltern und auf dem Gelände Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske, da hier die erforderlichen Abstände nicht gewährleistet werden können. Dies gilt insbesondere auch für die Wege im Gastronomie-Bereich und die Toiletten. "Aber natürlich darf die Maske während der Vorstellung am eigenen Sitzplatz abgesetzt werden," so Engel.

Für den Biergarten gelten die aktuellen Bestimmungen der Außengastronomie. Das bedeutet, dass Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher erhoben werden müssen, sobald diese an einem der Tische Platz nehmen. Um das so einfach wie möglich zu gestalten, sind QR-Codes auf allen Tischen zu finden, die mit einer der gängigen Apps eingescannt werden können.

Wichtiger Baustein des Hygiene-Konzepts ist auch die Art der Bestuhlung und die Anordnung der zugelassenen Plätze. "Für jede Vorstellung ist bis auf weiteres ein begrenztes Kartenkontingent verfügbar – die exakte Zahl richtet sich nach der Größe der Hausstände, die in unserem Theater selbstverständlich zusammensitzen dürfen", führt der Intendant weiter aus. Zur Wahrung der Abstände ist derzeit im Theater nur jede zweite Reihe bestuhlt, zwischen den Haushalten müssen dann Abstände eingehalten werden. "Das kann dazu führen, dass es am Theaterabend zu Umplatzierungen und Abweichungen vom Saalplan kommen kann", hofft Engel, dass die Gäste der Festspiele für eventuelle Unannehmlichkeiten Verständnis zeigen. "Die Pandemie fordert von uns allen hohe Flexibilität und gleichzeitig maximale Rücksicht, um ein erneutes Ansteigen der Infektionszahlen zu verhindern." Alle müssten daran mitwirken, denn nur so könnten die Festspiele überhaupt stattfinden.

Während die erste Premiere bereits ausverkauft ist, gibt es für die weiteren Uraufführungen noch Karten. Die zweite Premiere am Freitag, 2. Juli, 20.30 Uhr, zeigt die bekannte Komödie von Heinrich von Kleist "Der zerbrochne Krug" in der Reihe "Grimms Zeitgenossen". Intendant Engel hat hier selbst die Regie für die Inszenierung übernommen. Das Märchen "Schneeweißchen und Rosenrot" liefert den Stoff für das Familienstück mit Musik, das am Dienstag, 6. Juli, 16 Uhr, erstmals aufgeführt wird. Ein echtes Novum bietet schließlich die Premiere der Inszenierung von "Der Rattenfänger von Hameln" am Donnerstag, 8. Juli, 19.30 Uhr, denn zum ersten Mal in der Geschichte der Festspiele bildet eine Sage die Grundlage für eine Produktion.

"Moderne Inszenierungen machen die traditionellen Grimm-Märchen auf einzigartige Weise erlebbar", freut sich auch Karin Wolf, Geschäftsführerin des Kulturfonds Rhein-Main, dass die Festspiele in diesem Jahr wieder stattfinden können. "Getragen durch ein hochkarätiges Bühnenprogramm verleihen die 37. Brüder Grimm Festspiele den traditionsreichen Geschichten des Hanauer Brüderpaars ein zeitgenössisches Gesicht. Mit unterhaltsamen und spannenden Musicals, Dramen sowie Schauspiel- und Gesangsstücken gelingt den Veranstaltern der Transfer von Märchen in spannende und unterhaltsame Bühnenstücke in Perfektion," ist sich Wolf sicher, dass auf das Publikum wieder unvergleichliche Erlebnisse unter freiem Himmel warten.

"Wir sind sehr dankbar, dass der Kulturfonds die Festspiele in der laufenden Saison wieder mit 80.000 Euro unterstützt", freut sich Oberbürgermeister Claus Kaminsky über die erneute Förderung und nutzt dabei die Gelegenheit, auch den übrigen Sponsoren zu danken. "Stellvertretend für alle Sponsoren und Förderer der Brüder Grimm Festspiele sei hier die Mercedes Niederlassung in Hanau genannt, die seit 25 Jahren treu an der Seite der Festspiele steht", würdigt der OB das langjährige Engagement des Autohauses.

Hintergrund: Mit den Brüder Grimm Festspielen ehrt die Stadt Hanau seit 1985 die deutschen Märchensammler und Sprachforscher Jacob und Wilhelm Grimm, die in Hanau geboren wurden. Jedes Jahr locken die preisgekrönten Festspiele rund 80.000 Besucher an. Bei den Grimm-Inszenierungen handelt es sich um Uraufführungen, die in den vergangenen Jahren mehrfach mit dem "Deutschen Musical Theater Preis" ausgezeichnet worden sind. 2021 finden die 36. Festspiele mit den Stücken "Das tapfere Schneiderlein" (Musical/Premiere am 1. Juli), "Schneeweißchen und Rosenrot" (Familienstück mit Musik/Premiere am 6. Juli), "Der Rattenfänger von Hameln" (Schauspiel/Premiere am 8. Juli) sowie "Der zerbrochene Krug" (Reihe Grimm Zeitgenossen/Premiere am 2. Juli) vom 1. Juli bis 29. August statt. Spielstätte ist das überdachte Amphitheater im Park von Schloss Philippsruhe. Weitere Informationen über die Brüder Grimm Festspiele gibt es im Internet unter www.festspiele.hanau.de. Tickets für die Spielzeit 2021 gibt es im Hanau Laden am Freiheitsplatz, an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie im Internet unter www.frankfurt-ticket.de oder auch unter der Telefonnummer 069 / 13 40 400. Die Festspiel-Tickets berechtigen auch zum einmaligen kostenfreien Eintritt ins GrimmsMärchenReich, dem Mitmachmuseum im Schloss Philippsruhe, sowie zur An- und Abreise mit dem öffentlichen Nahverkehr innerhalb des RMV-Gebiets.



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