38. Brüder Grimm Festspiele: Von Prinzessinnen, Rehen und einer Wunderlampe

Theater
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Eine Prinzessin, die aus Trotz den Koch heiratet, ein Geschwisterpärchen auf der Flucht vor der Stiefmutter und ein Flaschengeist, der endlich frei sein möchte - mit den Grimm-Märchen "Drosselbart" und "Brüderchen und Schwesterchen" sowie der Erzählung aus 1001 Nacht "Aladin und die Wunderlampe" stehen in diesem Jahr drei reizvolle Stücke auf dem Spielplan der Brüder Grimm Festspiele.

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Die Auswahl von Intendant Frank-Lorenz Engel, die durch den Klassiker "Sommernachtstraum" in der Reihe "Grimm Zeitgenossen" sowie durch "Das kunstseidene Mädchen" in der Reihe "Junge Talente" wunderbar ergänzt wird, verspricht auch für die 38. Saison hochklassiges Freilicht-Theater und beste Unterhaltung für die ganze Familie gleichermaßen.

Seit vielen Jahren sind die Brüder Grimm Festspiele nicht ein nur fester Bestandteil des Hanauer Kulturkalenders, sondern ein Angebot, das wesentlich zur Identitätsbildung der Stadt innerhalb der Rhein-Main-Region beiträgt. Die Strahlkraft dieser Veranstaltungsreihe, die jährlich mehr als 70.000 Besucherinnen und Besucher aus der gesamten Region anzieht, trägt weit über die Stadtgrenzen hinaus und untermauert die Anstrengungen der Stadt Hanau, sich erfolgreich als Kulturhochburg im Osten der Metropolregion zu etablieren.

Auch in diesem Jahr erhalten die Festspiele von prominenter Seite Unterstützung: die beliebte Schauspielerin Marie Luise Marjan konnte wieder für die Aufgabe der Märchenbotschafterin der Brüder-Grimm-Stadt gewonnen werden. In dieser Funktion wird sie auch für die Freilicht-Veranstaltungsreihe im Zeichen des berühmten Brüder-Paares werben. Marjan, die bereits viele Hörbücher der Grimmschen Märchen eingesprochen hat und damit die bekannten Geschichten für kleine und große Märchenfreunde lebendig werden ließ, will als Märchenbotschafterin das Publikum an ihrer eigenen Begeisterung für die wunderbare Traumwelt teilhaben lassen.

Mit den diesjährigen Grimm-Inszenierungen erfüllen die Festspiele auch in der aktuellen Saison den selbstgesetzten Qualitätsanspruch, ihrem Publikum Uraufführungen im Amphitheater zu präsentieren. "Indem wir Autoren und Komponisten eigens für die Stücke der Festspiele engagieren, können wir Exklusivität für das Publikum garantieren, dass die Inszenierungen in dieser Form, mit diesem Text und dieser Musik wirklich nur in Hanau sehen sind," unterstreicht Intendant Engel.

Den Anfang macht am 13. Mai die Premiere von "Drosselbart", das in diesem Jahr als Musical zu sehen ist. In der Hauptrolle der Prinzessin Ann sind Pamina Lenn und in der Rolle des Prinzen Ferdinand Paul Csitkovics zu sehen und zu hören, die mit dieser Rolle ihr Debüt bei den Festspielen geben sowie Pedro Reichert, Anne Hoth und Charlotte Heinke, die ebenfalls neue Gesichter für die Festspielgemeinde sind. Mit Texten von Professor Peter Lund (Universität der Künste Berlin) und Kompositionen von Wolfgang Böhmer sowie unter der Regie von Christoph Drewitz wird die Geschichte um eine renitente Prinzessin und ihren verhängnisvollen Spott ihren ganzen Zauber entfalten können. Bart de Clercq zeichnet für die Choreographie verantwortlich. "Wir haben für das Kreativteam von Drosselbart herausragende Größen der Musicalwelt gewinnen können", unterstreicht Engel, dass die hochklassige Besetzung auch ein Kompliment an den Festspiel-Standort ist.

Mit dem Märchen "Aladin und die Wunderlampe" wird seit 2011 das erste Mal wieder ein Stoff aus der orientalischen Sammlung "1001 Nacht" dramatisiert. "Das Motiv des dienstbaren Geistes findet sich ebenfalls im Grimmschen Märchen ‚Das blaue Licht‘," weist der Intendant auf Parallelen hin. Das Stück, das im Amphitheater am 21. Mai Premiere feiert, stammt aus seiner Feder und er wird es auch selbst inszenieren. Marcus Abdel-Messih, der zuletzt in "Schneeweißchen und Rosenrot" geglänzt hat, spielt den liebenswerten Aladin. Den Geist der Lampe gibt Julian M Boine, der zum ersten Mal zum Festspiel-Ensemble gehört.

Für das Familienstück mit Musik hat Engel "Brüderchen und Schwesterchen" ausgewählt. Das Stück, das am 4. Juni uraufgeführt wird, wurde von Franziska Kuropka (Liedtexte und Buch) geschrieben. Die Kompositionen hat Lukas Nimschek, der durch die Kinder-Pop-Band "Deine Freunde" deutschlandweit bekannt ist,  entwickelt. Die Regie hat Adisat Semenitsch übernommen, die zuletzt 2018 den "Froschkönig" in Hanau inszenierte. In der Rolle des Schwesterchens darf sich das Publikum mit Katja Straub auf ein bekanntes Gesicht freuen. Sie wurde 2019 mit dem Darstellerpreis des Vereins zur Förderung von Kunst und Kultur für ihre "Maria Stuart" ausgezeichnet. Ihr "Brüderchen" Soufjan Ibrahim ist erstmals bei den Festspielen dabei.

In der Reihe Grimm Zeitgenossen feiert "Ein Sommernachtstraum" am 11. Juni seine Premiere. Erstmals hat Jan Radermacher, der stellvertretende künstlerische Leiter der Festspiele, die Regie für den Klassiker von William Shakespeare in der Übersetzung des Grimm Zeitgenossen August Wilhelm Schlegel übernommen. Shakespeares Komödie über Schein und Sein ist das meistgespielte Werk des großen Dichters – und das zweifelsohne Märchenhafteste. Mit Kira Primke in der Doppelrolle der Titania, Königin der Elfen, und der Hippolyta, Königin der Amazonen sowie Julian M. Boine als Theseus, Herzog von Athen und Oberon, König der Elfen lassen das Labyrinth der Gefühle unter dem weißen Kuppeldach des Amphitheaters seinen ganzen Zauber entfalten.

Die mit großem Erfolg ins Leben gerufene Reihe "Junge Talente" zählt zu den Neuerungen, die sich vor allem beim jüngeren Publikum wachsender Beliebtheit erfreut, und durch die Wallonische Ruine als Spielstätte eine ganze besondere Rahmung erhält. "Das kunstseidene Mädchen" lädt ein in das Berlin der 30er Jahre. Die Geschichte erzählt das Leben der 18-jährigen Stenotypistin Doris. Der glitzernd-bunten Scheinwelt der Film- und Schlagerstars im großstädtischen Berlin steht ihr glanzloser Alltag mit Massenarbeitslosigkeit, Kriminalität und vor allem oberflächlichen Männerbekanntschaften entgegen. In der Hauptrolle ist Katarina Schmidt zu sehen, die seit 2014 das Publikum in immer wieder faszinierenden Rollen begeistert hat. Regie des Stückes in der Theaterfassung von Gottfried Greiffenhagen ist Leonie Rebentisch, die in Frankfurt geboren und in Hanau aufgewachsen ist. Derzeit ist sie als Regieassistentin am Berliner Ensemble engagiert.

Fortgesetzt wird in dieser Spielzeit auch das besondere Angebot einer simultaner Gebärdensprach-Übersetzung eines Stückes. Wie schon in 2021 gibt es in 2022 wieder zwei Vorstellungen von "Aladin und die Wunderlampe", um so auch Gehörlosen die Teilhabe an dieser weit über Hanau hinaus bekannten Kulturveranstaltung zu ermöglichen zu wollen. In diesem Jahr ergänzen die Festspiele ihr inklusives Angebot mit einem neuen Projekt: erstmals wird bei den bei den Festspielen eine Aufführung durch Audiodeskription (AD) -  auch akustische Bildbeschreibung, Audiokommentierung oder Blinden-Reportage genannt - begleitet.

Alle weiteren Informationen rund um die Brüder Grimm Festspiele sind auch im Internet unter www.festspiele.hanau.de zu finden.

Hintergrund: Mit den Brüder Grimm Festspielen ehrt die Stadt Hanau seit 1985 die deutschen Märchensammler und Sprachforscher Jacob und Wilhelm Grimm, die in Hanau geboren wurden. Jedes Jahr locken die preisgekrönten Festspiele rund 80.000 Besucher an. Bei den Grimm-Inszenierungen handelt es sich um Uraufführungen, die in den vergangenen Jahren mehrfach mit dem "Deutschen Musical Theater Preis" ausgezeichnet worden sind. 2022 finden die 38. Festspiele mit den Stücken "Drosselbart!" (Musical/ Uraufführung am 13. Mai), "Aladin und die Wunderlampe" (Schauspiel/Uraufführung am 21. Mai), "Brüderchen und Schwesterchen" (Familienstück mit Musik/ Uraufführung am 4. Juni) sowie "Ein Sommernachtstraum" (Reihe Grimm Zeitgenossen/Premiere am 11. Juni) vom 13. Mai bis 31. Juli statt. Spielstätte ist das überdachte Amphitheater im Park von Schloss Philippsruhe. In der Reihe "Junge Talente" in der Wallonischen Ruine zeigen die Festspiele ab dem 15. Juli "Das kunstseidene Mädchen". Weitere Informationen über die Brüder Grimm Festspiele gibt es im Internet unter www.festspiele-hanau.de. Tickets für die Spielzeit 2022 gibt es ab dem 1. Dezember im Hanau Laden am Freiheitsplatz, an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie im Internet unter www.frankfurt-ticket.de oder auch unter der Telefonnummer 069 / 13 40 400. Die Festspiel-Tickets berechtigen auch zum einmaligen kostenfreien Eintritt ins GrimmsMärchenReich, dem Mitmachmuseum im Schloss Philippsruhe, sowie zur An-und Abreise mit dem öffentlichen Nahverkehr innerhalb des RMV-Gebiets.

Foto-Copyright: Stadt Hanau /BGF Julian Freyberg


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