Aus organisatorischen Gründen haben nur Schulen aus dem Main-Kinzig-Kreis an dem Projekt teilgenommen und in der letzten Unterrichtswoche ihre Stücke auf der Bühne der Klosterberghalle in Langenselbold aufgeführt. „Mit großer Leidenschaft aber auch mit der entsprechenden Konzentration“, wie die Kulturbeauftragte des Main-Kinzig-Kreises, Andrea Sandow, in ihrem kurzen Grußwort feststellte. Sie übermittelte zudem die Grüße von Landrat und Schirmherr Thorsten Stolz (SPD), der wegen Terminüberschneidung nicht persönlich anwesend sein konnte.

Bereits bei den Proben konnte sich die Kulturbeauftragte davon überzeugen, mit welcher Ernsthaftigkeit und Spielfreude die jungen Akteure hier bei der Sache waren. Vertreten waren die Kreisrealschule Bad Orb, das Grimmelshausengymnasium Gelnhausen, die Adolf-Reichwein-Schule Rodenbach und die Bertha-von-Suttner-Schule Nidderau. Die Erich-Kästner-Schule Maintal und die Ulrich-von-Hutten-Schule Schlüchtern konnten nicht vor Ort sein und hatten ihre Stücke jeweils intern aufgeführt.

Den Auftakt auf der Bühne machte die Bertha-von-Suttner-Schule mit dem kurzen Film ,,Ein ganz normaler Tag“ mit unterhaltsamen, komischen und nachdenklichen Szenen. Die Entstehung dieser bewegten Bilder in nur rund einer Woche war allerdings „alles andere als normal“, wie der verantwortliche Theaterpädagoge Marco Schkoda berichtete. So sei es eine besondere organisatorische Herausforderung gewesen, die Aufnahmen in den Alltag der Jugendlichen einzubinden und „alle unter einen Hut zu bringen“. Das Resultat war jedoch absolut sehenswert und fand bei den anderen Gruppen begeisterte Zustimmung.

Mit der eigenen Lebenswirklichkeit und zentralen Themen setzte sich auch die Gruppe der Kreisrealschule Bad Orb auseinander. Die Klammer für ihre gespielten Szenen bildete die Frage „Was ist denn schon normal“. Aufgegriffen wurden dabei auch der Krieg in der Ukraine und die Auswirkungen auf den Umgang untereinander. Es ging außerdem um Sexualität, Individualität sowie Ausgrenzung und Mobbing mit teilweise dramatischen Folgen. Alle Inhalte wurden authentisch und mit einem engen Bezug zum eigenen Alltag der Schülerinnen und Schüler auf die Bühne gebracht.
Auch wenn das große Publikum fehlte, so ging es bei den Jugendlichen nicht völlig ohne Aufregung und Lampenfieber. Doch die Gruppen orientierten sich an ihrem eigenen Anspruch, unterstützten sich als Team und präsentierten ihre Stücke nahezu fehlerfrei. Das gelang auch den Schülerinnen und Schüler der Adolf-Reichwein-Schule, die sich mit den zahlreichen Facetten des Heldentums befassten. Woran erkenne ich echte Vorbilder, was sind „die guten Taten des Alltags“ und dürfen Heldinnen und Helden auch einmal Angst haben? Mit großen Gesten, zugespitzten Szenen und nachdenklichen Dialogen sorgten sie für mögliche Antworten und insgesamt für pädagogisch wertvolle Unterhaltung.

Der Fachbereich „Darstellendes Spiel“ des Grimmelshausengymnasiums konnte für seinen Auftritt bereits auf einige Erfahrung zurückgreifen und Inhalte aus dem Unterricht einbauen. Entsprechend anspruchsvoll und ausgereift brachten die Gruppe ausgewählte Szenen nach dem Motto „BeziehungsWeise“ auf die Bühne. Die Bandbreite der Themen reichte vom mörderischen Drogenhandel im Mafiamilieu über den Konflikt der Generationen bis zum satirisch überspitzten Kampf um das letzte Klopapier. Absichtlich skurril wirkten dabei die eingebundenen Balletteinlagen. Hervorzuheben sind auch die starken musikalischen Auftritte von Jule Emilia Müller und Jan Reußwig.

Insgesamt waren die Auftritte der Schülerinnen und Schüler jeweils überzeugende Argumente für eine Fortführung des Formates, was auch die verantwortliche Schulamtsdirektorin Silke Siekemeyer bekräftigte. In ihrer Ansprache dankte sie der langjährigen Organisatorin und Fachberaterin Anne Schadt-Wintermeyer, die sich jetzt neuen Aufgaben zuwenden wird. Insgesamt basiert das Projekt auf der Mitwirkung zahlreicher Personen wie den Lehrkräften Birgit Grunefeld (Adolf-Reichwein-Schule), Sebastian Eichenauer und Christine Heinrich (GGG), Beatrice Neeße (Kreisrealschule Bad Orb), Angelika Kiwitz (Ulrich-von Hutten-Gymnasium) und  Annette Wessolowski (Erich-Kästner-Schule Maintal). Mit fachlicher Begleitung unterstützten zudem Marco Schkoda, Isabelle Stolzenberg, Raphael Kassner und Stefanie Zellmann. Finanziell und personell getragen werden die Schultheatertage von der Sparkassenstiftung Hanau, dem Main-Kinzig-Kreis, der Stadt Hanau, der Kreissparkasse Gelnhausen, den Stadtwerken Gelnhausen und dem Staatlichen Schulamt Hanau für den Main-Kinzig-Kreis.

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Fotos:  Eindrücke und Gruppenbilder der Aufführungen.


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