Tischtennis-Bundesliga in Hanau wird nicht fortgesetzt

Tischtennis

Seit der Saison 2009/2010 gibt es in Hanau Bundesligasport im Tischtennis. Nach drei tollen Jahren in der höchsten deutschen Spielklasse wird die Sportmarketing FK Hanau GmbH den Spielbetrieb in der kommenden Saison nicht fortsetzen.

Harth & Schneider

In den letzten Wochen und Monaten haben die Verantwortlichen der GmbH mit großem Engagement daran gearbeitet, die Saison 2012/2013 vorzubereiten. Insbesondere die Leistung des Geschäftsführers der Gesellschaft Heinz Gottwald war immens. In vielen Terminen mit bestehenden und potentiellen neuen Sponsoren galt es, die wirtschaftliche Grundlage für die kommende Saison zu sichern. „Die Arbeit, die von der Sportmarketing FK Hanau GmbH geleistet wurde – gerade unter der Führung von Geschäftsführer Heinz Gottwald – war professionell und führte in der letzten Saison zum besten sportlichen Erfolg in den drei Jahren. Leider war das vorher nicht der Fall. Dies führte dazu, daß zahlreiche engagierte Personen abgeschreckt wurden.“, äußert sich der Präsident der Turngemeinde 1837 Hanau a.V., Robert Oestreich. Die Turngemeinde 1837 Hanau a.V. ist die Inhaberin der Lizenz in der höchsten deutschen Spielklasse im Tischtennis. Die Lizenz ist an die Gesellschaft verpachtet. Sichtlich zufrieden zeigte sich der Präsident darüber, daß es der Sportmarketing FK Hanau GmbH gelungen ist, auch neue schwergewichtige Partner für die Saison 2012/2013 zu gewinnen. „Die Unterstützung der langjährigen Partner war ungebrochen hoch. Auch von neuen Partnern haben wir großes Engagement erfahren“, Oestreich dazu.

In den letzten Tagen mußte man die Erkenntnis akzeptieren, daß eine neue Saison wirtschaftlich nicht gesichert werden kann. Trotz des ungebrochen hohen Engagements der bestehenden Partner und Sponsoren und auch neuer Gönner kann die erforderliche wirtschaftliche Basis nicht geschaffen werden. Mit Wehmut verabschiedet sich die GmbH aus dem Profisport im Tischtennis. Hinzu kommt, daß es in den vergangenen drei Jahren nicht gelungen ist, eine große Euphoriewelle in der Stadt und der Region für Tischtennis zu entfachen. Eine Welle, auf der der weitere Spielbetrieb hätte getragen werden können. „Es ist nicht in ausreichendem Maße gelungen, die Menschen und die Unternehmen der Stadt und Region für die Tischtennisbundesliga zu begeistern.“, analysiert Präsident Oestreich.

Mit Stolz und Freude über das geleistete blicken die Verantwortlichen auf die vergangenen drei Jahre zurück. Die GmbH hat es jungen deutschen Tischtennisspielern der Nationalmannschaft, die zur Weltspitze gehören, ermöglicht, ihren Sport auszuüben. Auch das unvergessene Abschiedsspiel der Tischtennislegende Jörg Roßkopf wird immer mit Hanau verbunden sein. Das Spiel hat den Namen Hanaus als Sportstadt in das gesamte Bundesgebiet getragen. Die vielen Bundesliga-Spiele und die Europapokal-Spiele der vergangenen drei Jahre haben ebenfalls zu einem positiven bundesweiten Medienecho für Hanau beigetragen. „Es waren drei spannende Jahre mit vielen emotionalen Spielen in der Main-Kinzig-Halle in Hanau“, konstatiert mit Wehmut Vizepräsident Karsten Baumann.

„Viele Menschen, Firmen und Organisationen haben sich für die Tischtennisbundesliga engagiert, am Ende hat es leider nicht gereicht“, so TGH-Präsident Oestreich. Abschließend bedankt er sich bei der Sportmarketing FK Hanau GmbH, allen Partnern, Sponsoren, Helfern und Unterstützern für drei unvergeßliche Jahre Tischtennisbundesliga in Hanau.


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