Am Sonntag, dem 20. August 2017 fand im bayrischen Immenstadt der 35. Allgäu-Triathlon statt.
Der Allgäu Triathlon ist seit 1982 eine der populärsten und härtesten Triathlon-Mitteldistanzen in Deutschland. Dieser Herausforderung stellten sich drei Triathleten des LT Freigericht: Jochen und Petra Engel über die Halbironman-Distanz (1,9 km Schwimmen - 85 km Radfahren - 21 km Laufen) und Rainer Loutschni über die Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen - 42 km Radfahren - 10 km Laufen).
Bei idealen Wettkampfbedingungen und Kaiserwetter fiel um 7.45 Uhr der Startschuss. Geschwommen wurde im Großen Alpsee. Bei einer Wassertemperatur von 19,9 ºC war das Schwimmen mit dem Neoprenanzug erlaubt. Während die Starter des Allgäu Sprints auf direktem Wege zum Ausstieg schwimmen durften, konnten sich die Athleten beim Allgäu Olymp und Allgäu Classic auf einen Landgang freuen, bei dem sie hautnah von den Zuschauern an der Seepromenade angefeuert und auf die letzten Schwimm-Meter in Richtung Wechselzone geschickt wurden.
Die sehr anspruchsvolle Radstrecke (1.280 Höhenmeter auf 85 km) führte die Teilnehmer durch die schönsten Ecken rund um Immenstadt. Ein besonderes Erlebnis in zweifacher Hinsicht war der Kalvarienberg. Zum einen herrschte dort beste Stimmung und die Zuschauer peitschen die Athleten mit Musik und Kuhschellen das anspruchsvolle Teilstück hinauf. Zum zweiten ist der Kalvarienberg ein kurzer, dafür aber sehr steiler Anstieg, den alle Teilnehmer, egal welche Distanz erklimmen mussten. Der nächste Härtetest wartete etwa bei Kilometer 20 der Radstrecke. Dort erstreckte sich ein über fünf Kilometer langer Anstieg hinauf nach Freundpolz. Vorbei an den Allgäuer Kühen und erneut vom Klang der Kuhschellen angefeuert, erreichten die Athleten den Gipfel, bevor sie eine knapp sieben Kilometer lange Abfahrt nutzen konnten, um Kraft und Energie für den letzten Teil der Radstrecke zu tanken.
Die Laufstrecke führte zunächst am Ufer des Großen Alpsees entlang. Der schon fast legendäre Anstieg über den knapp 300 m langen Kuhsteig, über den normalerweise die Kühe auf die Weide getrieben werden, verlangte den Athleten erneut alles ab. Erst der Wendepunkt auf dem Immenstädter Marktplatz ließ wieder Freude aufkommen und brachte den Athleten wieder ein Lachen ins Gesicht. Ein unvergesslicher Moment für sie war schlussendlich der schmale, von unzähligen Zuschauern umsäumte Zieleinlauf und der Augenblick, in dem sie ihre wohl verdienten Medaillen umgehängt bekamen.
Die Mitteldistanz wurde an diesem Wochenende gleichzeitig als Deutsche Meisterschaft ausgetragen. Über die herausragenden Ergebnisse können die Freigerichter Triathleten zu Recht stolz sein:
Mitteldistanz:
Jochen Engel - 26. Platz in AK 50 bei den Deutschen Meisterschaften,
Gesamtzeit: 5:20:09 (Schwimmen: 42:32, Rad: 2:58, Laufen: 1:30)
Petra Engel - 4. Platz in der AK 45 bei den Deutschen Meisterschaften,
Gesamtzeit - 6:06:57 (Schwimmen: 37:21, Rad: 3:25, Laufen:1:54)
Olympische Distanz:
Rainer Loutschni - 43. Platz in der AK 59, Gesamtzeit - 3:22:49
(Schwimmen: 32:58, Rad: 1:39, Laufen: 1:02)
Foto (von links): Glücklich im Ziel: Petra Engel, Rainer Loutschni und Jochen Engel.
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