Nach 18 Jahren Freundschaft und unzähligen gemeinsamen Trainingskilometern haben sich Stephan Nolte und Lars Lensdorf vom Tria-Team Bruchköbel beim IRONMAN 70.3 Mallorca für die Weltmeisterschaft in Nizza qualifiziert. In der Altersklasse der 55-59-Jährigen erreichten Lensdorf als Vierter und Nolte als Fünfter von 191 Finishern nach 5:01:10 zeitgleich das Ziel und sicherten sich damit einen der begehrten „Slots“ für das Rennen in der französischen Hafenstadt im September.
Schon nach dem 1,9 Kilometer langen Schwimmkurs im Mittelmeer trennten die beiden Trainingskollegen nur 40 Sekunden. So ging es in ähnlicher Konstellation wie im Vorjahr aufs Rad, nur dass Nolte diesmal von Beginn an mehr investierte. So schloss Lensdorf als etwas besserer Radfahrer nicht bereits am ersten längeren Anstieg, sondern erst am Gipfel des Berges zu Nolte auf und hatte bis dahin bereits einige Körner lassen müssen. Dennoch war das Erlenseer Duo von da an kaum noch zu trennen. Und nicht mehr aufzuhalten. Den profilierten 90km-Radkurs bewältigen sie in deutlich unter drei Stunden und wechselten gemeinsam auf die Laufstrecke. Auffällig war, dass es um sie herum deutlich „ruhiger“ war als im Vorjahr – ein erstes Indiz für die gute Platzierung deutlich vor dem Hauptfeld. Der anschließende Halbmarathon war für beide brutal hart, aber ebenso brutal schnell und konstant.
Das Ziel, langsam loszulaufen, verfehlten die Beiden ebenso wie die Bitte von Lensdorf nach 5 Kilometern, etwas Tempo rauszunehmen. So blieb das Tempo konstant hoch und die Platzierungen, die die Frauen der beiden ihnen regelmäßig durchsagten, beflügelten zusätzlich. Ab Kilometer 15 wurde es dann für Nolte deutlich härter, doch sie bissen sich durch. Nach auf die Sekunde genau gleichen 1:34:56 Stunden für den Halbmarathon fielen beide im Ziel völlig erschöpft zu Boden und sich anschließend in die Arme. Wie üblich dauerte es lange, bis sie bei der „Slot“-Vergabe schließlich Gewissheit hatten: Nachdem Lensdorf schon einige WM-Teilnahmen erleben durfte, war die erste gemeinsame Qualifikation für die beiden unzertrennlichen Freunde perfekt.
Für das Tria-Team Bruchköbel ist zudem bereits der 25-jährige Ole Maiwald für die IRONMAN 70.3 WM qualifiziert (7. Platz IRONMAN 70.3 Duisburg 2025 in der AK25). Ein ebenfalls starkes Rennen lieferte auf Mallorca Torsten Krebs in der AK60 (6:04:28 Stunden). Der vierte Bruchköbeler Starter, Sebastian Kordts, musste das Rennen frühzeitig beenden.

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