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Quarterman Germany: Rekordteilnehmerzahl, Streckenrekord und politische Signale

Quarterman Germany: Rekordteilnehmerzahl, Streckenrekord und politische Signale
Das frisch sanierte Schwimmbecken. Dennoch stehen in den nächsten Jahren einige Investitionen an der Technik an.

Teilnehmerrekord, Streckenrekord, (Sport-)politische Prominenz, gutes Wetter, gute Stimmung und ein deutliches politisches Signal zum Erhalt des Bruchköbeler Schwimmbads: Der 18. OPTIMUM Quarterman Germany bot alles, was man sich von einem Triathlon-Wettkampf wünschen könnte.

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Mit einer Rekordteilnehmerzahl von 520 Starterinnen und Startern, darunter 56 Kinder beim Kids Swim & Run, verbuchte das Tria-Team Bruchköbel bereits vor dem Start des 18. OPTIMUM Quarterman Germany einen großen Erfolg. Ebenso erfreulich war, dass Bürgermeisterin Sylvia Braun (FDP) mit dem Wettkampf die Freibadsaison in Bruchköbel offiziell eröffnen durfte. Ihrer Einladung folgend kam zudem hohe sportpolitische Prominenz zum Wettkampf: Gemeinsam mit Prof. Dr. Martin Engelhardt, Vizepräsident des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) und Präsident der Deutschen Triathlon Union (DTU) und Katja Schneider, Präsidentin des Hessischen Triathlon Verbands (HTV) diskutierte Braun über die Wichtigkeit der Nachwuchsarbeit und den Erhalt kommunaler Bäder und Sportstätten. Zum Erhalt des Schwimmbads in Bruchköbel richteten sie gemeinsam einen Appell an die Bundesregierung, dem im Laufe des Tages auch zahlreiche Sportlerinnen und Sportler folgten.

Und auch sportlich ging es in Bruchköbel ordentlich zur Sache. Dominant wie selten haben die HTV-Präsidentin Katja Schneider und Jan Künne, beide Eintracht Frankfurt, den OPTIMUM Quarterman Germany gewonnen. Schneider übernahm bei dem vom Tria-Team Bruchköbel organisierten Wettkampf bereits kurz nach dem Schwimmen die Führung und hatte nach 2:23 Stunden im Ziel satte acht Minuten Vorsprung auf Julia Sost vom Team Bad Orb (2:31) und ihre Teamkollegin Carolin Lappöhn (2:32). Bei den Männern unterbot Künne in 1:57:44 Stunden sogar den Streckenrekord und distanzierte den Vorjahressieger Robert Schönberger von OPTIMUM Augenoptik (2:04) und Jonas Degenhardt vom CjD Oberurff (2:07) deutlich.

Die Sieger vereint nicht nur ihr Verein, sondern auch ihre noch bevorstehenden Saisonhighlights: Schneider startet in zwei Wochen am Rothsee bei der Deutschen Meisterschaft über die Kurzdistanz und dann im September bei der Ironman 70.3 WM in Nizza. Ebenfalls am Rothsee geht es für Künne weiter, allerdings in der zweiten Triathlon-Bundesliga und auch für ihn geht es im Herbst zur WM – allerdings noch ein Stück weiter, zum Ironman Hawaii.

Neben dem Rennen über die klassische Quarterman-Distanz – 950 Meter Schwimmen, 45 Kilometer Radfahren und 10,5 Kilometer Laufen – wurde abermals auch die Sprintdistanz ausgetragen: 500 Meter Schwimmen, 25 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen. Hier siegte Mareike Stenglein (ebenfalls Eintracht Frankfurt) in 1:22 Stunden deutlich vor der Seligenstädterin Sina Borchert (1:31) und Karolin Manjura (1:40). Bei den Männern bot sich bis zum Schluss ein spannendes Rennen. Erst auf der zweiten Laufrunde überholte Anton Resch den bis dahin führenden Stefan Heinisch und siegte nach 1:15 Stunden mit einer Minute Vorsprung. Philipp Drege vom Tria-Team Bruchköbel und Titelsponsor OPTIMUM kam nach 1:17 Stunden als Dritter im Ziel.

Zu Gast waren in und um das Bruchköbeler Freibad auch die 1. und 2. Hessischen Triathlon-Ligen. Hier siegten in der 1. Hessenliga der ADAC Triathlon-Club Main-Kinzig (Damen) und das Team EAM KSV Baunatal (Herren) sowie in der 2. Hessenliga der MTV Kronberg Triathlon (Damen) und das  Team ACT Kassel (Herren). Die „Heimmannschaft“ des RENTASTICS Tria-Team Bruchköbel wurde in der 2. Hessenliga Sechste.

Beim Kids Swim & Run im Rahmen des Quarterman 2026 zeigte sich, welche Tiefe der Nachwuchs des Vereins besitzt. Gemeinsam mit der SC Undina, dem örtlichen Schwimmverein, brachte man rund 20 der 60 gemeldeten Kids und Jugendliche an den Start. Sechs von elf Altersklassen wurden gewonnen und 12 Podiumsplatzierungen geholt.

„Unser besonderer Dank geht an die Verantwortlichen der Stadt Bruchköbel, die Mitarbeiter des Bauhofes, des Schwimmbad und der Ordnungsbehörden“, resümiert Eric Borger, Vorsitzender des Tria-Teams. „Weiterhin unserer Bürgermeisterin Sylvia Braun, DTU-Präsident Prof. Dr. Martin Engelhardt und HTV-Präsidentin Katja Schneider für ihren wertvollen Impuls fürs Schwimmbad und das Lob unserer Nachwuchsarbeit. Und natürlich den vielen ehrenamtlichen Helfern, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre. Ein weiterer Dank geht an die Anwohner, die meist viel Geduld und Verständnis für unsere Veranstaltung aufbrachten, sowie an unsere Sponsoren, die dem OPTIMUM Quarterman Germany und uns als Verein seit vielen Jahren treue Begleiter und Unterstützer sind.“

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Der Sieger Jan Künne in Actuon.

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Das frisch sanierte Schwimmbecken. Dennoch stehen in den nächsten Jahren einige Investitionen an der Technik an. 

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Von links: DOSB Vizepräsident Dr. Martin Engelhardt, Bürgermeisterin Sylvia Braun, HTV Präsidentin Katja Schneider, 1. Vorsitzender Eric Borger und Racedirector Peter Kern, bei der Podiumsdiskussion zur Bedeutung regionaler Schwimmbäder.

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Das Podium der Frauen (von links): Carolin Lappöhn (3.), Katja Schneider (1.) und Julia Sust (3.).

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Das Podium der Männer (von links): Jonas Degenhardt (3.), Jan Künne (1.) und Robert Schönberger (2.).

Text: Markus Respondek
Fotos: Volker Meyer

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