Tagesseminar: Elektromobilität und Speichertechnik

Unterfranken

Am Samstag, 26.10.2019 fand im Gerätehaus der Feuerwehr Gemeinde Karlstein ein Tagesseminar zum Thema Elektromobilität und Speichertechnik statt.

VORSPRUNG - Anruf genuegt

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Rund 280 Teilnehmer haben das Angebot des Kreisfeuerwehrverbandes Aschaffenburg genutzt, sich in diesem Bereich zu informieren und fortzubilden. Nach einer kurzen Begrüßung durch Kreisbrandinspektor Frank Wissel und dem Karlsteiner 1. Bürgermeister Peter Kreß konnte Moderator Jan Repp vom Funkhaus Aschaffenburg gleich Dr. Rolf Erbe von der BF Berlin als ersten Referenten auf die Bühne bitten. Dessen Vortrag stand unter dem Motto „Elektromobilität als Herausforderung für die Feuerwehr“. Erbe ging auf die Gefahren von Hochvoltsystemen und die noch unzureichenden Einsatzerfahrungen ein. Er gab jedoch zugleich Entwarnung, dass von Elektrofahrzeugen erheblich mehr Gefahren als von herkömmlichen Fahrzeugen ausgehen würden. Einsatzinfos und die Bitte sich in diesem Bereich fortzubilden rundeten seinen Vortrag ab.

Jörg Heck von der BF Wiesbaden stellte mögliche Löschkonzepte bei der Brandbekämpfung von Akkubränden und Elektrofahrzeugen vor und ging auf die Besonderheiten von E-Autos ein. Das Hauptproblem sei, dass das Löschwasser nicht an den eigentlichen Brandherd gelange. So sei mit einer längeren Löschdauer und einem höheren Löschwasserbedarf zu rechnen. Beim Brand von Hochvoltbatterien kämen u.a. folgende Möglichkeiten der Brandbekämpfung in Betracht: Brennen lassen, in einem Wasserbad versenken, gezielter Einsatz von Löschlanzen oder Brandbekämpfung durch definierte Öffnungen im Fahrzeug. Markus Straub von der Firma Magna stellte aktuelle Trends bei der Elektromobilität vor. Er erläuterte den Aufbau von Batterien und Hochvoltsystemen und gab einen Überblick über die verbauten Schutzmechanismen. Die Energiequelle bleibe nach einem Aufprall auch nach der Crashabschaltung noch aktiv. Die Gefahr eines Thermal-Runaway, einer plötzlichen thermischen Reaktion bleibe eine unsichtbare Gefahr, die auch noch Tage nach einem Unfall erfolgen könne.

Nach der Mittagspause referierte Felix Menzinger von der BF München über Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes bei Lithium-Ionen-Speichern und Großspeicheranlagen. Hier sei weiterer Untersuchungs- und Forschungsbedarf unabdingbar. Christian Völk von der Fa. Düpperthal erläuterte die sichere Aufbewahrung von Lithium-Ionen-Akkus in Sicherheitsschränken. Funktionsweise und Aufbau von Lithium-Ionen Zellen war Bestandteil des Vortrages von Klaus Heck von der Batteryuniversity GmbH. Lithium-Ionen Zellen seien derzeit der wirtschaftlichste Energiespeicher.

Zum Ende des Tages berichtete Andreas Emge, Kommandant der Feuerwehr Gemeinde Karlstein über seine Einsatzerfahrungen mit Lithium-Ionen-Akkus. Karlstein ist Stammsitz einer Firma, die Lithium-Ionen Batteriesysteme entwickelt und produziert. Immer wieder käme es daher zu Bränden dort gelagerter Akkus. In der Regel seien die brennenden Akkus zunächst abgekühlt und dann zur weiteren Kühlung in einem Wasserbad gelagert worden. Neben den Präsentationen und Vorträgen konnte man sich Hochvoltbatterien, verschiedene E-Autos und Lagerungsmöglichkeiten in einer kleinen Ausstellung anschauen.

Im Hintergrund arbeiteten die fleißigen Helfer der Feuerwehr Karlstein ohne Unterbrechung. Hierfür herzlichen Dank! Wir bedanken uns auch bei allen Teilnehmern für das Interesse an diesem sehr interessanten und immer aktueller werdenden Thema.


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