"Vom Zapp-Philipp bis zum Nein-Nein-Hein"

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Der Förderkreis Kultur in Großauheim präsentiert "Vom Zapp-Philipp bis zum Nein-Nein-Hein" am Sonntagnachmittag, 08. März, um 17 Uhr in Christels Scheune, Hintergasse 8 – Großauheim.

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Hans-Jürgen Lenhart, Sprachspieler und humoristischer Literat, ist in Hanau geboren. Zuletzt hat er die Hanauer Märchensammler Brüder Grimm mit seinem Programm „Grimm Sala Bim“ neu aus dem Hut gezaubert, jetzt wendet er sich seinem Wohnort Frankfurt am Main zu und hat den dortigen Klassiker „Struwwelpeter“ zerstruwwelt und neu gekämmt. Dazu betrachtet er das Kinderbuch mit ungewöhnlichen Ansätzen. Waren die Kinder in diesem Buch wirklich nur verwahrlost, unvorsichtig oder gar sozial und psychisch gestört? Könnte man sich nicht ganz andere Erklärungen für ihr Verhalten vorstellen, die zu Verständnis für diese Kinder führen? Was geschah also vor den Geschichten mit den Kindern, aber auch: Was geschah danach? Was wurde aus ihnen? Und Lenhart lässt es nicht allein bei Struwwelpeter & Co. Er spürt heutige Nervensägen auf. Da wird der Zappel-Philipp zum Zapp-Philipp, Paulinchen will Model bei Heidi Klum werden, aber auch neue Figuren wie der ständig verneinende Nein-Nein-Hein treten auf. Im Sinne der Struwwelpeter-Adaptionen schlägt manche Version der Figuren ins Politische um. Da will der Suppenkaspar z.B. plötzlich nicht mehr die Gesinnungssuppe auslöffeln, die ihm seine Eltern eingebrockt haben.

Einerseits behält Lenhart oft Sprache und Reimform des Originals bei, lässt immer wieder bekannte Stellen anklingen, andererseits entfernt er sich stark davon, indem er den Struwwelpeter-Erfinder und Frankfurter Arzt Dr. Heinrich Hoffmann sprechen lässt, manchen Inhalt in Nachrichtenform bringt oder sogar eine juristische Betrachtung ansetzt. Lenhart agiert zudem mit Gegenständen aus den Geschichten und bindet die Zuhörer mit ein. Wer ihn kennt, wird wissen, dass der Struwwelpeter hier wirklich zerstruwwelt wird.

Für höchst interessante Hintergrundinformationen zum bekanntesten deutschen Kinderbuch wird auf fundierte und gewohnt unterhaltsame Art die renommierte Hanauer Literaturexpertin Ursula Zierlinger sorgen, mit der Lenhart jüngst schon in einem Programm mit Goethe-Parodien zusammenarbeitete. Der Eintritt ist frei, über Spenden freuen sich die Künstler.

Eine Platzreservierung ist empfehlenswert: Christel Veciana, Hintergasse 8, 63457 Hanau, Tel: 06181-572033, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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