Alle zwei Jahre untersucht die Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, welche Unternehmen in diesem Zeitraum neu zugezogen sind und welche den Main-Kinzig-Kreis verlassen haben.
Alle zwei Jahre untersucht die Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, welche Unternehmen in diesem Zeitraum neu zugezogen sind und welche den Main-Kinzig-Kreis verlassen haben.
„In absoluten Zahlen ist das Verhältnis zwischen Zu- und Wegzügen erneut ausgewogen. Aber es sind wieder viel mehr Arbeitsplätze entstanden als weggefallen", fasst IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Gunther Quidde das Ergebnis für 2015 und 2016 zusammen.
In beiden Jahren sind zusammen 148 Unternehmen in den Main-Kinzig-Kreis gezogen und 152 weggezogen. Betrachtet man die – aufgrund statistischer Besonderheiten nur bedingt aussagekräftige – Zahl der Arbeitsplätze, haben die Zuzügler über 1.000 Arbeitsplätze mitgebracht, während durch die abwandernden Unternehmen weniger als 400 Arbeitsplätze verloren gingen. „Auch wenn diese Zahlen mit Zurückhaltung interpretiert werden müssen, ist der Überschuss sehr deutlich“, freut sich Quidde. Der IHK-Hauptgeschäftsführer sieht „damit das Bild bestätigt, das die IHK-Mitarbeiter in vielen Gesprächen gewinnen. Häufig zieht es erfolgreiche Unternehmen in den Main-Kinzig-Kreis, weil sie an ihrem bisherigen Standort zu wenig Platz hatten oder zu wenige neue Fachkräfte fanden. Beides finden sie hier in guter Qualität. Jeden Morgen verlassen 70.000 Pendler den Main-Kinzig-Kreis, expandierende Unternehmen können sie im Landkreis prinzipiell auch an sich binden, anstatt sie zum Beispiel nach Frankfurt fahren zu lassen.“
Auffällig ist die regionale Verteilung der Zu- und Wegzüge. Während Gewinne und Verluste sich in der Metropolregion insgesamt die Waage hielten, verlor der Kreis etwas an Bayern, insbesondere an Aschaffenburg. Gleichzeitig entstanden viele neue Arbeitsplätze durch Unternehmen, die aus Nordrhein-Westfalen in den Kreis kamen.
Nach Einschätzung von Quidde „zeigen die Zahlen aber auch, dass gute Wirtschaftsförderung sich vor allem auf die vorhandenen Unternehmen konzentriert und für diese tätig wird. Denn diese haben im Main-Kinzig-Kreis im gleichen Zeitraum viel mehr Arbeitsplätze als die gut 1.000 durch Neuansiedlungen entstandenen geschaffen, nämlich fast 3.000.“
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