Starkregen darf kein Wässerchen trüben

Unternehmen

Klares Wasser ist an jedem Hahn im Haushalt und in der Industrie eine Selbstverständlichkeit. Niemand möchte gerne im sprichwörtlichen "Trüben fischen".

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Damit das kühle Nass zu jeder Zeit in der gewünscht guten Qualität zur Verfügung steht, ist ein beträchtlicher technischer Aufwand nötig, darüber hinaus ständige Kontrollen von Quellen und Brunnen. Warum? Natur, Klima und Wetter sorgen ständig für Veränderungen. In den vergangenen drei Jahren waren die Winterhalbjahre zu trocken. In diesem Jahr beschert die warme Jahreszeit häufig Starkregen. Diese Wetterphänomene stellen die Wasserexperten der Stadtwerke Gelnhausen vor besondere Herausforderungen. Heftige Niederschläge, die geballt auf eine vergleichsweise kleine Fläche niederprasseln, schwemmen Kleinstteilchen aus dem Boden heraus. Genau dies ist bei der Wassergewinnung unerwünscht.

In den Wassergewinnungsgebieten der Stadtwerke Gelnhausen besteht der Boden überwiegend aus Buntsandstein. Diese geologische Formation ist bei normalen Witterungsbedingungen völlig unproblematisch. Der Regen sickert langsam durch das poröse Gestein. Regenwasser füllt den Grundwasserpegel auf und tritt über Brunnen und Quellen als klares, hochwertiges Wasser wieder zu Tage. So gesehen waren die niederschlagsreichen Tage zu Beginn des Monates August vergleichsweise unproblematisch. Der Regen konnte gleichmäßig und langsam versickern.

Allerdings beobachten die Wasserwerker im vergangenen Jahrzehnt eine deutliche Veränderung bei Art und Umfang von Niederschlägen. So gibt es immer weniger Schmelzwasser, weil die Schneefälle geringer wurden. Auch anhaltender, gleichmäßiger Niederschlag in den Wintermonaten hat nachgelassen. Demgegenüber treten jetzt immer häufiger bei heftigen Sommergewittern extrem starke Regenfälle auf.

Damit dieser Starkregen die gute Trinkwasserqualität nicht beeinflusst, musste die Trinkwassergewinnung aus einzelnen der insgesamt 19 Brunnen  und 5 Quellen  mitunter kurzzeitig unterbrochen werden. Für den Verbraucher hat dies keine Auswirkungen, denn in den insgesamt 12 Hoch- und 5 Zwischenbehältern steht ausreichend Trinkwasser zu Verfügung, um die Versorgung sicherzustellen. Den Stadtwerken kommt dabei zu Gute, dass ihre Behälter über ein komplexes Leitungsnetz miteinander verbunden sind. Selbst wenn in einem einzelnen Behälter ein niedriger Wasserstand auftritt, führt dies im gesamten Versorgungsgebiet zu keinerlei Unterbrechungen.

Um stets auf der sicheren Seite zu stehen, wird in allen Quellen und Brunnen die aktuelle Wasserqualität mit modernen Messgeräten überwacht. Das alles geschieht automatisch und die Ergebnisse der kontinuierlichen Messungen werden zentral erfasst und erlauben eine Auswertung in Echtzeit. Ein Photometer ermittelt die Trübung des Wassers. Steigt diese an, können rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden. Eventuell mit Trübstoffen belastetes Wasser gelangt so erst gar nicht in die Hochbehälter. Das getrübte Wasser wird dann je nach Lage der Quelle oder des Brunnens in den Würgebach, Gettenbach oder die Kinzig abgeleitet. Das geschieht so lange, bis das Wasser wieder klar ist.

Damit die Kunden der Stadtwerke zu jeder Zeit mit klarem, sauberem Trinkwasser beliefert werden, gibt es an vielen Stellen im Versorgungsnetz Messpunkte. Das fängt bei der Wassergewinnung in Quelle und Brunnen an, es folgen Aufbereitung, Speicherung im Hochbehälter und schließlich das Rohrnetz für die Verteilung zum Verbraucher. Durch diese fortlaufenden Kontrollen können die Stadtwerke auch sicherstellen, dass zu jeder Zeit hygienisch völlig unbedenkliches Wasser ausgeliefert wird.

Foto: Glasklares Wasser, wie hier aus der Quelle im Würgebachtal, ist die Basis für optimale Trinkwasserversorgung. Foto: Stadtwerke

Foto: Insgesamt 18 leistungsfähige Wasserbehälter - wie dieser bei Eidengesäß - sichern im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Gelnhausen die Belieferung der Kunden rund-um-die-Uhr. Foto: Stadtwerke


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