Transparente Wege der Qualifizierung

Unternehmen

Flexibel agieren und die passenden Lösungen finden: Das funktioniert im BWMK (Behinderten-Werk Main-Kinzig e.V.) auch bei unvorhergesehenen Ereignissen.

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So zum Beispiel beim Besuch einer Delegation aus Südkorea, deren Leiter einen Rollstuhl nutzt. Bei der Besichtigung des Dienstleistungszentrums Langenselbold brach an diesem Rollstuhl eine Radschraube, und der Schaden konnte zur Freude der Gäste kurzerhand vor Ort repariert werden.

Die Besuchergruppe aus Seoul gehört zu einer Regierungsinstitution namens KODDI, welche die Einbindung von Menschen mit Beeinträchtigungen in die Gesellschaft vorantreibt. Zu den Hauptaufgaben von KODDI gehört es laut Bereichsleiter Kwang-won Lee, die Lebensbedingungen für Menschen mit Beeinträchtigungen strategisch weiterzuentwickeln und die geeigneten Angebote zur Verfügung zu stellen. KODDI betreibt in verschiedenen Regionen Südkoreas Zentren für Menschen mit Beeinträchtigungen, um deren Bildungsmöglichkeiten, berufliche Chancen und Lebensbedingungen zu verbessern. Weitere Kernbereiche seien Forschung und Qualitätsmanagement, um ein Umfeld zu schaffen, in dem Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gleichberechtigt leben könnten, so Lee.

Der Besuch in verschiedenen Werkstätten und im Bildungsbereich des BWMK diente dazu, sich über Arbeits- und Qualifizierungsmöglichkeiten für Menschen mit Beeinträchtigungen in Deutschland zu informieren. Besonders beeindruckt zeigte sich die Gruppe von der Organisation des Berufsbildungsbereichs für Menschen mit Unterstützungsbedarf, der als duales System aus praktischer Arbeit im gewählten Berufsfeld sowie aus dem Besuch einer entsprechenden Berufsschule strukturiert ist. „Die theoretischen und praktischen Elemente der beruflichen Bildung können jeweils auf die persönlichen Eigenschaften, Kenntnisse und Fähigkeiten abgestimmt werden, so dass eine optimale Entwicklung sichergestellt ist“, erläuterte Fallmanagerin Angelique Kosian. „Wir können viele Erkenntnisse aus unserem Besuch im BWMK in unsere Arbeit zu Hause einfließen lassen“, betonte Lee. In Südkorea seien rund 2,5 Millionen Menschen mit Beeinträchtigungen registriert.

In einer Abschlussrunde stellten die Gäste fest, dass die Architektur des Dienstleistungszentrums Langenselbold die Arbeitsweise des BWMK widerspiegele. Die Transparenz des Gebäudes sei auch in den Konzepten für Bildung, Arbeit und Qualifizierung erkennbar und wirke sich sicherlich positiv auf die Menschen mit Beeinträchtigungen aus. Leichte Zu- und Übergänge würden nicht allein durch die baulichen Voraussetzungen ermöglicht, sondern auch durch die Struktur der Angebote zur persönlichen und beruflichen Entwicklung. Insgesamt verweilte die südkoreanische Delegation knapp eine Woche in Deutschland und besuchte verschiedene Berufsbildungswerke sowie soziale Organisationen.

Foto: Die Delegation aus Südkorea mit Bereichsleiter Kwang-won Lee (Mitte) wurde von Jürgen Spielmann (Zweiter von rechts), dem Leiter des Dienstleistungszentrums Langenselbold, sowie Personalchef Georg Hollerbach (Dritter von rechts) und Praktikantin Mara Neumann (rechts) willkommen geheißen.


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