Unternehmen leisten Erste Hilfe für Insekten

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Die Initiative „Main Kinzig blüht“ des Main-Kinzig-Kreises in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband (LPV) geht neue Wege.

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Nachdem bereits zahlreiche Städte und Gemeinden das 2016 gestartete Programm zur Anlage von heimischen Blühwiesen umsetzen, werden nun gezielt Unternehmen angesprochen. Unter dem Motto „Unternehmen blühen auf“ wendet sich die Fortsetzung der Maßnahme direkt an Unternehmen. Dabei setzt Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (SPD) auf ein großes Potential im Main-Kinzig-Kreis: „Wenn wir nach vorsichtigen Schätzungen davon ausgehen, dass allein unter den 20.000 bei der IHK registrierten Unternehmen 50 über Flächen von rund 3.000 Quadratmetern verfügen, dann reden wir alleine hier über 15 Hektar, auf denen viel Blüh-Potenzial steckt.“

Für den Main-Kinzig-Kreis seien die 2012 von den Vereinten Nationen vereinbarten Ziele nachhaltiger Entwicklung ein konkreter Handlungsauftrag, so Simmler weiter. „Uns alle muss interessieren, wie dort ökologische Nachhaltigkeit definiert ist und dass wir auch alle eine Verantwortung haben, den Verlust der Artenvielfalt zu verringern“, erklärt die Umweltdezernentin. Einem Unternehmen gleich welcher Größe käme dabei besondere Verantwortung als gesellschaftlicher Akteur zu. Deshalb seien etwa Mittelständler angesprochen, die aus familiären Gründen eine besondere Nähe zum Unternehmen und zur Region hätten.

Die Beratung im Rahmen von „Unternehmen blühen auf“ durch einen Fachberater ist kostenlos, wie Bernd Leutnant von der Unteren Naturschutzbehörde und Barbara Fiselius vom Landschaftspflegeverband bei einem Abstimmungsgespräch im Main-Kinzig-Forum berichteten. Nur die unternehmensseitige Verpflichtung, wirklich Flächen umwandeln zu wollen, sei Voraussetzung für die Förderung. Als Ergebnis einer geförderten Beratung stehe den Unternehmen eine Pflanz- und Pflegeplanung zur Verfügung, die konkret umgesetzt werden könne. „Neben ökologischen Gründen, Blühwiesen anzulegen, zahlt sich Umweltengagement auch in barer Münze aus“, ergänzt Dorothee Dernbach, die als eine der Fachplanerinnen im Auftrag des Kreises unterwegs ist. „Eine Blumenwiese wird ein- bis zweimal jährlich gemäht. Rasenflächen erfordern den gut 20-fachen Mähaufwand.“

„Mit einer Mischung aus gezielter Ansprache und Informationsstreuung wollen wir möglichst viele Unternehmen gewinnen, ihre ökologisch wenig sinnvollen Rasen- und Brachflächen in heimische Blumenwiesen umzuwandeln“, sagt Jörg Schmitz, der in dieser Mission im Auftrag des Amtes für Umwelt, Naturschutz und ländlicher Raum unterwegs ist. „In Bezug auf nachhaltiges Handeln ist für Unternehmen im Jahre 2019 nicht mehr die Frage, ob sie etwas tun, sondern nur noch was und wann.“ Mit dem Programm „Unternehmen blühen auf“ bestehe ein attraktives Themenangebot, sich sichtbar als Umweltakteur zu positionieren, so Schmitz, der sich als Nachhaltigkeitsberater der naturnahen Stadtentwicklung widmet. Auch im Rahmen des Gartenfestivals „GartenKunstGenuss Main-Kinzig“, das in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal vom 20. Juni bis zum 21. Juli stattfindet, wird es eine Veranstaltung für Unternehmen geben mit dem Titel „Artenvielfalt – was Unternehmen tun können“.

Foto: Wollen möglichst viele Unternehmen für eigene Blühflächen gewinnen (von links): Bernd Leutnant (Main-Kinzig-Kreis), Barbara Fiselius (Landschaftspflegeverband), Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Jörg Schmitz.

 

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