Klinikum Fulda erzielt positives Ergebnis

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Die Klinikum Fulda gemeinnützige AG hat das Geschäftsjahr 2018 abermals mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen.

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Der Überschuss des Klinikums beläuft sich auf 1,28 Millionen Euro. Der kommunale Gesundheitskonzern hat den Umsatz entgegen dem allgemeinen Branchentrend 2018 um 4 Prozent gesteigert. Im Konzern, zu dem neben dem Klinikum Fulda die MVZ Osthessen GmbH, die Klinikum Gersfeld gGmbH, die Klinikum Fulda Dienstleistungen GmbH, die Klinikum Fulda Energiemanagement GmbH sowie die Klinikum Fulda Studienzentrum GmbH gehören, beträgt der Überschuss 1,453 Millionen Euro bei einem Umsatz von 249,99 Millionen Euro.

Die Anzahl der behandelten Patienten in den somatischen Kliniken war mit 40.718 Fällen etwa so hoch wie im Vorjahr. In der Psychiatrie und der Psychosomatik stieg die Zahl der Behandlungstage um ca. 2.500 auf 55.736. Der Vorstand der Gesellschaft, Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, wertet diese Zahlen als Erfolg. In einem zunehmend schwieriger werdenden Umfeld seien die Umsätze gleichwohl auch in Fulda hinter den Erwartungen für das Jahr 2018 zurückgeblieben.

Das laufende Jahr 2019 gestalte sich herausfordernd. Belastend sind nach Menzels Worten insbesondere die gestiegenen Personalkosten, die nicht zuletzt Folge des zu geringen Fachkräfteangebots seien – vor allem in der Pflege. Die neuen Vorgaben zur Pflegepersonaluntergrenze verschärften den Fachkräftemangel erheblich und führten zu deutlichen Kostensteigerungen, da sich der Wettbewerb um die nicht vorhandenen Pflegekräfte unter den Arbeitgebern verschärfe. Das belaste die Krankenhäuser, die mehr fürs Personal zahlen und zudem Betten sperren müssten, weil es an examinierten Pflegekräften mit dreijähriger Ausbildung grundsätzlich fehle und die bisher sinnvoll eingesetzten Unterstützungs- und Hilfskräfte nicht mehr finanziert werden. „Nur weil der Gesetzgeber die Einstellung von mehr Fachkräften verordnet, gibt es nicht mehr Fachkräfte“, sagt Menzel. Die Profiteure dieser Regelungen seien ohne Frage die Personalunternehmen, die als Makler die wenigen verfügbaren examinierten Arbeitskräfte gegen eine entsprechende Marge verleihen. Verschärft werde die Situation darüber hinaus durch die restriktive Haltung der Krankenkassen, die die Quote der detaillierten Rechnungsprüfungen in Hessen auf mittlerweile über 30 Prozent getrieben haben und damit nicht nur dem Klinikum Fulda in erheblichem Umfang Liquidität vorenthalten, in dem Rechnungen gar nicht oder verspätet bezahlt werden. Diese Verschlechterung der Rahmenbedingungen treibe immer mehr Kliniken in die roten Zahlen.

Um unter den schwierigen Bedingungen perspektivisch zu wachsen, habe sich das Klinikum Fulda entschieden, die Zukunft zu gestalten, um sie für sich zu gewinnen, sagt Menzel. Darum habe die Klinikum Fulda gAG auch 2018 wieder kräftig investiert. Von den 42,145 Millionen Euro Investitionssumme flossen 31,166 Millionen Euro in Baumaßnahmen. Im Mai 2019 sei zum Beispiel das neue INO-Zentrum für Intensiv- und Notfallmedizin mit 14 neuen Operationssälen in Betrieb gegangen. Die Investitionen belasteten das Ergebnis mit mehr als 8 Millionen Euro Abschreibungen und etwa 1,6 Millionen Euro Zinsen im Jahr.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, sagte, „unser Klinikum hat diesen Erfolg unter Rahmenbedingungen erarbeitet, die stetig härter werden und alle Kliniken in Deutschland vor immer größere Herausforderungen stellt. Nicht zuletzt mit unserem INO-Zentrum für Intensiv- und Notfallmedizin haben wir die richtigen Strukturen für die Zukunft geschaffen. Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Klinikums und dem Vorstand für diese Leistung.“ Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss gebilligt. Dem Vorstand wurde Entlastung erteilt.

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