Vierter mobiler Supermarkt in Betrieb gegangen

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Zahnpasta, Waschpulver, Milchprodukte, Nudeln, Obst und Gemüse: Der mobile Markt hat fast alles an Bord, was man täglich in Küche und Haushalt braucht.

Nun wurde das vierte Fahrzeug des 1-2-3-Markts in Bad Soden-Salmünster offiziell in Betrieb genommen. Die Kleinlaster, die zu begehbaren Lebensmittelläden umgebaut wurden, schreiben Erfolgsgeschichte: Besonders in kleinen Ortschaften, in denen es keine Geschäfte mehr gibt, freut sich die Bevölkerung über diese bequeme Einkaufsgelegenheit. Denn der Supermarkt hält buchstäblich vor der Haustür. Wegen der wachsenden Nachfrage sei jetzt ein weiteres Fahrzeug angeschafft worden, so Marktleiter Theodor Kanzog. Dieses werde unter anderem Ortschaften in den Gemeinden Biebergemünd, Freigericht, Gründau, Sinntal und Schlüchtern anfahren. Das Besondere daran: Die Märkte werden von einem Tochterunternehmen des Behinderten-Werk Main-Kinzig (BWMK) betrieben und sichern nicht nur die Nahversorgung der vorwiegend älteren und nicht mehr mobilen Bürger, sondern erfüllen auch einen weiteren sozialen Zweck, denn im Team arbeiten Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen.

„Das BWMK ist bekannt für seine innovativen Projekte“, erklärte Dominik Brasch, der Bürgermeister von Bad Soden-Salmünster, bei der Einweihung des Fahrzeugs auf dem Hof des Supermarkts in der Sprudelallee 9a. Ein stimmungsvolles Oktoberfest mit Musik und deftigen Genüssen bot den passenden Rahmen für die Einweihung des rollenden Lebensmittelgeschäfts. Der Kreisbeigeordnete Winfried Ottmann wies darauf hin, dass Menschen mit Behinderungen durch die Angebote des BWMK die Möglichkeit hätten, am Arbeitsleben teilzunehmen und sich weiter zu qualifizieren. Auch die Bürgermeister Malte Jörg Uffeln (Steinau) und Carsten Ullrich (Sinntal) sowie Schlüchterns Erster Stadtrat Reinhold Baier und weitere Mandatsträger freuten sich über das erweiterte Angebot für die Bürger der Region, denn die Mobilen Märkte sind in vielen Kommunen des Main-Kinzig-Kreises unterwegs.

Der 1-2-3-Markt in Bad Soden, der Nahkauf in Hanau-Kesselstadt sowie die vier rollenden Supermärkte gehörten zur Markt-und Servicegesellschaft. Das Tochterunternehmen des BWMK ist ein Inklusionsbetrieb. Das heißt, dass rund die Hälfte der Belegschaft aus Menschen mit Beeinträchtigungen besteht. Inklusionsbetriebe sind nach Angaben von Martin Berg, dem Vorstandsvorsitzenden des BWMK, Teil des allgemeinen Arbeitsmarkts und beschäftigen die Arbeitnehmer unter tariflichen Bedingungen. Zudem hätten diese Betriebe eine wichtige Brückenfunktion für Beschäftigte, die in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM) arbeiten. „In den Inklusionsbetrieben können Menschen mit Beeinträchtigungen ihre Kenntnisse erweitern und ihre Talente erproben. Das führt oft zu mehr Selbstvertrauen und weiteren Schritten in der beruflichen Entwicklung“, so Berg. Das Spektrum der Arbeitsfelder in den Inklusionsbetrieben des BWMK sei vielfältig und reiche von Garten- und Landschaftspflege und digitales Dokumentenmanagement über Schulverpflegung, Wäscherei- und Textilservice bis hin zum Einzelhandel. Neu sei die Westpark GmbH, Hanaus erstes inklusives Fitness- und Gesundheitszentrum, das Mitte Oktober in Hanau-Steinheim seinen Betrieb aufnehme.

Foto: Die Mandatsträger der Region freuen sich mit dem BWMK-Vorstandsvorsitzenden Martin Berg (rechts) und Marktleiter Theodor Kanzog (Dritter von links) über die Inbetriebnahme des vierten Mobilen Supermarktes.

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