Sein jetziger Anstellungsvertrag gilt noch bis April 2021, die Verlängerung damit bis April 2026. Der 59-Jährige war vor seinem Wechsel nach Hanau als Geschäftsführer bei einem privaten Klinikbetreiber für verschiedene Krankenhäuser in Mittelhessen verantwortlich und folgte 2016 in der Brüder-Grimm-Stadt auf seine Vorgängerin Monika Thiex-Kreye. Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) bescheinigt Bölke "hervorragende Arbeit in einem immer schwieriger werdenden gesundheitspolitischen Umfeld mit ständig neuen Herausforderungen für die Finanzkraft der Krankenhäuser".

Das sei "keineswegs selbstverständlich", wie wirtschaftliche Schwierigkeiten in mehreren anderen hessischen kommunalen Kliniken zeigten, meint der KHG-Aufsichtsratsvorsitzende weiter. In Hanau dagegen sei es Bölke gelungen, das Ergebnis des Jahres 2019 im Vergleich zu dem des Vorjahres mit seinerzeit 1,036 Millionen Euro Gewinn nochmals zu verbessern. Näheres dazu werde bei der Bilanzpressekonferenz im April bekannt gegeben.

Kaminsky erinnert daran, dass Bölke 2016 bei seinem Amtsantritt als Ziel ausgegeben habe, nicht zu den Kliniken zählen zu wollen, über deren Zukunft spekuliert wird. Das habe der Klinik-Geschäftsführer mit seinem bisherigen Wirken "vollauf bestätigt". Eine "starke wirtschaftliche Basis" sei notwendig, um die kommunale Trägerschaft des Klinikums Hanau als Haus der medizinischen Maximalversorgung zu erhalten bei einer nach wie vor unzureichenden Investitionsförderung der Krankenhäuser durch das Land. Nur mit diesem ökonomischen Fundament seien langfristig größere Modernisierungen möglich wie ein Neubau, in dem ein modernes Mutter-Kind-Zentrum integriert sei.

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