Main-Kinzig-Kliniken: Bisher 55 Corona-Patienten

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Mitte Februar hat der Krisenstab der Main-Kinzig-Kliniken begonnen, die ersten Vorbereitungen für die Versorgung von Covid-19-Patienten zu treffen. Mitte März wurden die Planungen sehr zügig umgesetzt und am 19. März wurde in Gelnhausen der erste Patient mit einer Coronavirus-Infektion stationär aufgenommen. Bis zum 30. April haben die Main-Kinzig-Kliniken in Gelnhausen und Schlüchtern insgesamt 55 Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung stationär behandelt. 38 von ihnen konnten inzwischen wieder gesund entlassen werden.

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„Was die Krankenhausmitarbeiter seit einigen Wochen in Gelnhausen und Schlüchtern geleistet haben und weiterhin leisten, verdient den größten Respekt“, lobt Landrat Thorsten Stolz (SPD), der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Main-Kinzig-Kliniken ist. Innerhalb kürzester Zeit seien, so Stolz, die beiden Kliniken sozusagen einmal auf den Kopf gestellt worden. Auch Dieter Bartsch, Geschäftsführer des Gelnhäuser und Schlüchterner Krankenhauses, betont: „Mich beeindruckt es immer wieder, wenn ich sehe, wie Menschen zusammenhalten, jeder Verantwortung übernimmt und seine Erfahrung und Expertise bestmöglich einsetzt, um das große Ganze zu meistern. Und das passiert in unseren Krankenhäusern seit einigen Wochen kontinuierlich. Es macht mir Freude das mitzuerleben. Unsere Mitarbeiter leisten Hervorragendes.“

Für die größtmögliche Sicherheit für Patienten und Mitarbeiter – unter dieser Überschrift steht jede Vorkehrung, die die Main-Kinzig-Kliniken in den vergangenen Wochen getroffen hat. Bartsch erklärt: „Unser oberstes Ziel ist die strikte Trennung von Patienten mit einer Infektionserkrankung oder auch nur dem kleinsten Verdacht darauf von allen anderen Patienten, um so das Infektionsrisiko zu minimieren.“ Dafür habe man umfangreiche Maßnahmen ergriffen: Die Gestaltung neuer Patienten- und Mitarbeiterwege, Etablierung verschiedener Infektionsstationen, Schaffen neuer Intensiv- und Beatmungsplätze, Dienstgestaltung neuer Teams, die sich auf die Behandlung von Covid-19-Patienten konzentrieren, Umgestaltung der Wartebereiche, Neuorganisation der Aufnahmeabläufe und vieles mehr. „Wir haben eine gut funktionierende Struktur geschaffen, um die größtmögliche Sicherheit für unsere Patienten und unsere Mitarbeiter zu gewährleisten. Damit haben wir eine sehr gute Basis für die Versorgung der kommenden Monate“, fasst Bartsch zusammen.

So habe inzwischen auch der Expertenkreis der Main-Kinzig-Kliniken begonnen, über die nächsten Schritte zu beraten. Bartsch: „Aktuell erarbeiten wir ein Konzept, wie ein behutsamer, schrittweiser Übergang in eine neue Normalität aussehen kann, bei dem parallel zur Behandlung von Covid-19-Patienten auch wieder die zurückgestellten Eingriffe und Operationen in den Krankenhausbetrieb integriert werden können.“

Ein kleines, aber nicht minder bedeutendes Beispiel dafür seien bewährte Hygieneregeln, die innerhalb des Krankenhauses weitergeführt werden. „Ab Montag, 4. Mai gilt für jede Person – Patienten wie Mitarbeiter und Fremdfirmen – in den Klinikgebäuden eine Maskenpflicht“, erklärt Bartsch. Sobald man also innerhalb des Gelnhäuser oder Schlüchterner Krankenhauses im Kontakt mit einer weiteren Person ist, fordert die Klinikleitung zum Tragen eines einfachen Mund-Nasen-Schutzes auf. Für Patienten und Fremdfirmen reicht entweder eine Stoffmaske oder ein einfacher Mund-Nasen-Schutz als Einmalartikel. Um die nach wie vor wertvollen Ressourcen zu schonen, sind Patienten und externe Firmen angehalten, ihre eigene Maske mitzubringen.

Auf Basis dieser wichtigen Hygienevorgaben gebe es weitere Maßnahmen und Regularien, die zurzeit ausgearbeitet werden. Denn jetzt gilt es, die nächsten behutsamen Schritte in eine neue Normalität zu gehen, um bald auch wieder mit der Versorgung derjenigen beginnen zu können, die seit einigen Wochen auf eine Behandlung warten. Ob Gallen- oder Leisten-Operationen, Schrittmacherkontrollen, gynäkologische und urologische Eingriffe wie Zysten-, Gebärmutterhals- oder Blasen-Operationen sowie Hüft-, Knie- und Schulter-Operationen – zahlreiche Patienten konnten sicherlich eine Weile auf die Behandlung ihrer Erkrankung warten, doch allmählich müssten sich die Kliniken auch diesen Patienten wieder zuwenden. Bartsch: „Wir bereiten uns darauf vor, die Krankenhausversorgung bedachtsam wieder zu erweitern. Dies ist auch enorm wichtig. Denn Erkrankte sollten innerhalb eines annehmbaren Zeitraums eine Versorgung erhalten können. Das ist unsere Aufgabe.“

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