Deutsches Palliativ-Siegel für Wohnstift Hanau

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„Der Erhalt des Deutschen-Palliativ-Siegels bestätigt unsere Arbeit im Bereich der palliativen Versorgung“, freute sich der Einrichtungsleiter des Wohnstifts, Stephan Hemberger.

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Die zu den Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreis (APZ-MKK) gehörende Einrichtung geht seit einigen Jahren neue Wege im Bereich der palliativen Versorgung. Das Deutsche Palliativ-Siegel wird vom Medizinischen Seminar George in Kooperation mit dem Anbieter für Zertifizierungen im Gesundheitswesen KTQ GmbH verliehen und zeichnet Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser für ihre umfassende und würdevolle Versorgung sterbender und schwerstkranker Menschen aus. Auch die Erste Kreisbeigeordnete des Main-Kinzig-Kreises und Aufsichtsratsvorsitzende der APZ-MKK, Susanne Simmler, freute sich über die Auszeichnung und erklärte: „Das Palliativ-Siegel zeigt, was wir im Bereich der palliativen Versorgung bereits erreicht haben und ist ein weiterer Ansporn für uns, das palliative Angebot in allen Einrichtungen der APZ-MKK auszuweiten. Unser gemeinsames Ziel ist es, die uns anvertrauten Menschen auch in ihrer letzten Lebensphase würdevoll zu begleiten.“

Gründe für die Auszeichnung sieht Stephan Hemberger, Einrichtungsleiter des Wohnstifts in Hanau, in der guten Arbeit der Einrichtung. Die stetige Qualifizierung von Palliativ-Fachkräften, die „ein Standbein der palliativen Versorgung im Wohnstift Hanau seien“ so Hemberger, „trage ihren Teil dazu bei“. Aber auch die Palliativ-Oase, ein Bereich mit 13 Betten, in dem Schwerstkranke versorgt werden und das Experten-Team Palliative Pflege (EPP-Team) – Fachkräfte die den gesamten Versorgungsprozess eines Patienten in den Blick nehmen und alle zu treffenden Maßnahmen koordinieren, seien wichtig. „Das EPP-Team zeigt, wie man eine optimierte Pflege für Menschen mit einem hohen Pflegebedarf, auch in Zeiten knapper Ressourcen gestalten kann“ zeigte sich auch Dr. Maria Haas-Weber, Vorsitzende des Fördervereins Palliative Patientenhilfe Hanau e.V. überzeugt. Der Förderverein hatte das EPP-Team in Kooperation mit den APZ-MKK vor zwei Jahren ins Leben gerufen. Die Auditoren des Palliativ-Siegels attestierten dem EPP-Team, dass es die Antwort auf viele drängende Fragen der heutigen Pflegesituation ist“, so Haas-Weber stolz über das Projekt.

„Ich möchte mich bei allen Kolleginnen und Kollegen, sowie unseren Kooperationspartnern für ihre Zusammenarbeit bedanken“, hob Hemberger bei der Verleihung des Siegels hervor. „Besonders hervorzuheben ist die seit langem bestehende, gelungene Auseinandersetzung in der Verbesserung der Betreuung von Bewohnerinnen und Bewohnern in deren letzten Lebensphase und hierbei die vorbildliche Unterstützung durch den Kreis und die verschiedenen regionalen Partner“, so Prof. Dr. Wolfgang George. Um das Deutsche Palliativ-Siegel zu erhalten, werden Bewerber anhand von 20 Prüfkriterien, die die Versorgung sterbender Menschen aus pflegerischer, medizinischer, psycho-sozialer und organisatorischer Sicht bewerten, beurteilt. Das Verfahren wurde von Wolfgang George, Leiter der Gießener Sterbe-Studien, entwickelt und 2014 erstmals vorgestellt. Neben der Betreuung der Sterbenden werden Qualifikationsmöglichkeiten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso berücksichtigt, wie Angebote für trauernde Angehörige. Besondere Ressourcen, die dem Betreuungsprozess förderlich sind, können ebenfalls in die Bewertung einbezogen werden.

Weitere Informationen zum Deutschen Palliativ-Siegel, finden sich im Internet unter http://wolfgang-george.de/palliativsiegel/palliativsiegel.html. Informationen zu dem Projekt „Expertenteam Palliative Pflege“ am Wohnstift in Hanau, können über den Förderverein Palliative Patientenhilfe Hanau e.V. oder die Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises angefordert werden.

Foto: Freuen sich über die Verleihung des Deutschen Palliativ-Siegels: (Von links) Volker Klug, Silvia Fuß, Susanne Simmler, Stephan Hemberger, Dr. Maria Haas-Weber und Dieter Bien.

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