Zukunftsweisende Kooperation für regenerative Energieerzeugung

Unternehmen

Nun haben es die Kreiswerke Main-Kinzig amtlich gemacht: Über ihre Tochtergesellschaft Versorgungsservice Main-Kinzig werden sie gemeinsam mit starken Partnern eine Gesellschaft gründen, die regenerative Energieprojekte realisieren wird.

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Kreiswerke-Geschäftsführer Bernd Schneider, Fred Jung, Gründer und Vorstand der juwi-Gruppe, die Vorstandsvorsitzende Heike Heim und technischer Vorstand Dr. Kurt Hunsänger sowie Prokurist Günther Weiß von der Energieversorgung Offenbach unterzeichneten jetzt die Verträge zur künftigen Zusammenarbeit für die gemeinsame Gesellschaft „Naturenergie Main-Kinzig GmbH“ mit Sitz in Gelnhausen.

Im Mittelpunkt der regionalen Allianz stehen die Planung sowie Bau und Betrieb von regenerativen Energieprojekten vornehmlich im Bereich Windkraft. Gesellschafter werden zu je 50 Prozent die Versorgungsservice Main-Kinzig, eine 100-Prozent-Tochter der Kreiswerke Main-Kinzig, und die Cerventus Naturenergie. Die Cerventus wiederum wird zu je 50 Prozent durch die Energieversorgung Offenbach (EVO) und die juwi IPP gehalten. In der Projektentwicklung ist weiterhin die hierauf spezialisierte juwi Energieprojekte beteiligt.

Die weitere Aufgabenverteilung innerhalb der Kooperation regelt die nun unterzeichnete Vereinbarung. Die Kreiswerke Main-Kinzig betrachten dieses Engagement als geeigneten Weg, die Chancen der Energiewende gemeinsam mit den Kommunen und Menschen vor Ort zu nutzen. Aus diesem Grund werde man sich auf Standorte konzentrieren, die durch die entsprechenden Gremien bereits zur Nutzung von Windkraft ausgewiesen sind, erläutert Bernd Schneider, Geschäftsführer der Kreiswerke und der Versorgungsservice Main-Kinzig GmbH. Die Abstimmung mit den Städten und Gemeinden, die Entwicklung von Bürgerbeteiligungsmodellen sowie die Kommunikation vor Ort liegen daher im Aufgabengebiet der Kreiswerke-Tochter Versorgungsservice Main-Kinzig. Mit dem Unternehmen juwi ist zudem ein namhaftes Unternehmen der Energiebranche an Bord, das eine hohe Kompetenz in der Projektierung und der Baukoordination von regenerativen Energieerzeugungsanlagen vorweist. Die EVO begleitet die technischen und kaufmännischen Prozesse beratend und übernimmt die Zwischenfinanzierung.

Für Bernd Schneider eine starke Kooperation: „Mit der Aufteilung der Aufgaben bringt jedes Unternehmen seine Stärken und Kernkompetenzen ein - darin liegt eine große Erfolgschance“. Daher hätten sich die Kreiswerke entschlossen, auf die Kooperationsanfrage der Energieversorgung Offenbach und der juwi einzugehen. Dr. Kurt Hunsänger, Technikvorstand der EVO, erläutert die Zielstellung seines Unternehmens: "Wir wollen nachhaltig wachsen und setzen auf den Ausbau der erneuerbaren Energien. Der dezentralen und erneuerbaren Energieerzeugung in der Region gehört die Zukunft. Aus diesem Grund ist der Main-Kinzig-Kreis durch eine Beteiligung des heimischen Versorgers Kreiswerke Main-Kinzig eine vorrangige Option für uns gewesen. Dies umso mehr, da wir schon seit 2002 mit der MKEV eine gemeinsame Tochtergesellschaft zur Entsorgung von 65.000 Tonnen Abfälle  aus dem Main-Kinzig-Kreis erfolgreich betreiben."

Diese Philosophie teilt auch Fred Jung, der gemeinsam mit Matthias Willenbacher vor fast 17 Jahren juwi gründete und zu einem international erfolgreichen Energiespezialisten formte: “Wir wollen dazu beitragen, dass die Energie in möglichst vielen Regionen rein regenerativ erzeugt werden kann. Dieses Ziel wollen wir in enger Zusammenarbeit mit den Unternehmen vor Ort, den politischen Gremien und Verwaltungen, den Verbänden und den Bürgerinnen und Bürgern umsetzen“. Einig sind sich die Kooperationspartner auch darin, dass sie sich nach dem Bau der Anlagen auch langfristig am Betrieb wesentlich beteiligen möchten. „Im Windkraftgeschäft sehen wir strategische Wachstumspotentiale, die die Kreiswerke für die Zukunft stärken“, erläutert Schneider abschließend die Motivation des regionalen Versorgungsunternehmens zum intensiveren Einstieg in die Windkraft. Schneider weiter: „Als Arbeitgeber und Ausbildungsunternehmen in der Region wollen wir auch langfristig Beschäftigung sichern, Auftragsvolumen für heimische Unternehmen bereit stellen und gesellschaftliche Verantwortung wahr nehmen. Voraussetzung dafür sind wirtschaftlich stabile Kreiswerke, und die können wir nur sichern, wenn wir mit den Märkten der Zukunft wachsen.“


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