Gemeinschaft trotz(t) Distanz: Ein Projekt für Zusammenhalt

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Mit dem unternehmensweiten Projekt „Gemeinschaft trotz(t) Distanz, treten die Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises (APZ-MKK), der Corona-bedingten Vereinsamung der Bewohner*innen ihrer 12 Einrichtungen entgegen.

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So wurden das soziale Betreuungsangebot in den Pflegeeinrichtungen des Kreises, frühzeitig an die aktuellen Schutzmaßnahmen angepasst und zahlreiche neue Angebote geschaffen, um den Bewohner*innen trotz aller Einschränkungen, den Kontakt zu ihren Freunden und Angehörigen zu ermöglichen. Bereits Mitte März haben die APZ-MKK erste Maßnahmen ergriffen, um einer durch das Besuchsverbot drohenden Isolation der Bewohner*innen in den Einrichtungen des Kreises entgegenzuwirken. So sah das zunächst sehr strikte Besuchsverbot nur wenige Ausnahmen vor. Auf Initiative der Geschäftsleitung wurde daher das unternehmensweite Projekt „Gemeinschaft trotz(t) Distanz“ ins Leben gerufen.

Ziel aller im Rahmen des Projekts umgesetzten Maßnahmen ist es, den Bewohner*innen, soziale Kontakte, Nähe trotz räumlicher Distanz und eine Teilhabe am gesellschaftlichen Miteinander zu ermöglichen. Zur Koordination der notwendigen Schutzmaßnahmen im Unternehmen, beriefen die APZ-MKK zu Beginn der Pandemie einen Krisenstab ein, um die Entwicklung der Pandemie zu beobachten und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. In den einzelnen Einrichtungen wurden die geltenden Pandemiepläne, fortwährend durch neue Erkenntnisse aktualisiert. Interne Newsticker für Mitarbeiter und kontinuierliche Kommunikation an die Angehörigen und Öffentlichkeit schaffen eine transparente Informationspolitik. Für Angehörige wurde die CORONA-Hotline geschaffen. Diese steht bis heute telefonisch und per E-Mail für Fragen der Angehörigen offen. Besuche und Ausgänge können seit September über ein Besuchssystem auch online gebucht werden.

Erlassene Besuchseinschränkungen und die damit erzwungene Isolation können das Gefühl von Einsamkeit hervorrufen. Dem ist die Gemeinschaft aus Geschäftsleitung, Krisenstab, Mitarbeitern und Bewohnern aktiv begegnet. Das Handeln aller Beteiligten richtete sich von Beginn an darauf, Gemeinschaft unter den gegebenen Umständen für die Bewohner unser Einrichtungen spürbar und erlebbar zu machen. Nach Einführung des generellen Besuchsverbots in den Einrichtungen wurden zur Kompensation der nicht möglichen Familienbesuche den Einrichtungen Laptops zur Verfügung gestellt, um Videotelefonie mit Angehörigen und Freunden zu ermöglichen. Da zu Beginn der Pandemie auch alle Gruppenangebote und Veranstaltungen abgesagt werden mussten, erschien es den Verantwortlichen geboten, soziale Kontakte im möglichen Umfang zu gewähren, ohne die Arbeitssituation der Pflegekräfte zu verschärfen. So entstand die Idee der ehrenamtlichen Telefonbetreuung (durch Telefonpaten), die Gespräche zwischen Interessierten und Bewohnern vermittelte. Sie gewährleistete eine Verbindung der Einrichtungen in das örtliche Umfeld. Ebenfalls sollte der enge Kontakt zu Schulen und Kindergärten in der Nähe der Einrichtungen, der sonst durch gemeinsame Aktionen der Kinder mit den Senioren gepflegt wird, nicht abbrechen. Deswegen wurden Grüße und Gemälde der Kinder in diesem Jahr per Post verschickt.

Auch die soziale Betreuung der Bewohner*innen musste entsprechend angepasst werden. Gruppenangebote wurden durch ein umfangreiches Angebot der Einzelbetreuung ersetzt. Fachkräfte der sozialen Betreuung nutzten das Außengelände der Einrichtungen als Übungsraum für Balance- und Krafttraining. Im Rahmen der bereits zuvor bestehenden Veranstaltungsreihe „Kunst & Kultur erleben“, wurden seit Mitte März Kulturveranstaltungen und Konzerte auf dem Gelände bzw. den Außenanlagen der Einrichtungen angeboten. Um Bewohner weiterhin vor einer Ansteckung bestmöglich schützen zu können, organisierte der Koordinator der Veranstaltungsreihe zusammen mit unterschiedlichen Künstlern zahlreiche Balkon-, Terrassen- und Parkplatzkonzerte auf dem Gelände aller zwölf Einrichtungen des Kreises. Die Bereitschaft der Musiker, bis zu viermal aufzutreten, damit jeder Bewohner von seinem Fenster aus, die Musik hören konnte, zeigt das Engagement der Künstler und ihr Anliegen, dass sich die verbindende und tröstende Kraft der Musik überall verbreiten konnte.

Das Gefühl, gemeinsam der Herausforderung gewachsen zu sein, wurde dabei einerseits durch den Einsatz von Ehrenamtlichen und Partnern verstärkt. Beispielsweise durch Ehrenamtliche, die sich um Desinfektionsmittelspenden bemühten oder Stoffmasken für die Pflege-und Betreuungskräfte nähten. Darüber hinaus verschafften Ehrenamtliche den Bewohnern durch Rikscha-Fahrten eine wunderbare Zeit im Freien – unter Einhaltung strenger Hygieneregeln. Andererseits würdigten Dankesaktionen, an denen sich besonders der Betriebsrat – als fester Bestandteil im Krisenstab – beteiligte, das Engagement der Mitarbeiter*innen, die sich in diesen besonderen Zeiten mit viel Einsatz um die Bewohner*innen gekümmert haben. Mit einem Eiswagen wurde ein mobiles Mitarbeitersommerfest organisiert, wöchentlich kleine Präsente und MNS mit einem lachenden Gesicht verteilt und der Zusammenhalt aller, denen das Wohlergehen der Bewohner am Herzen liegt, gestärkt.

Die Geschäftsführung und der Krisenstab stimmen alle im Rahmen des Projektes „Gemeinschaft trotz(t) Distanz“ durchgeführten Aktionen vorher ab, um zu gewährleisten, dass sie mit den geltenden Schutzmaßnahmen in Einklang stehen. In enger Zusammenarbeit mit den Einrichtungsleitungen und Fachabteilungen (IT, soziale Betreuung, Qualitätsmanagement, Marketing & Pressearbeit) werden die unter Punkt 3 beschriebenen Maßnahmen umgesetzt. Alle geplanten Aktionen orientieren sich an den Bedürfnissen und Wünschen der Bewohner unserer Einrichtungen und werden daran ausgerichtet. Täglich finden Video- und Telefonkonferenzen statt, um eine enge Abstimmung zu erreichen und zu gewährleisten, dass alle Maßnahmen und Aktionen sich ergänzen und zu einem Gesamtprojekt ineinander greifen.

Nach mehr als einem halben Jahr im Umgang mit der Pandemie, lässt sich trotz aller Schwierigkeiten, eine positive Bilanz ziehen. Die Bereitschaft der Ehrenamtlichen und Mitarbeiter*innen zu helfen, ist und war sehr hoch und hat sich durch viele kreative Ideen und Vorschläge gezeigt. Die von Beginn an offene Kommunikation zwischen dem Unternehmen und den Angehörigen, trug zur Akzeptanz der getroffenen Maßnahmen bei. Nicht zuletzt stärkte das gemeinsame Bemühen, den Zusammenhalt aller Beteiligten. Die gemeinsamen Anstrengungen in dieser Zeit, hatten zur Folge, dass die Infektionszahlen in den Einrichtungen erfreulich niedrig geblieben sind und wir keinen größeren Ausbruch zu beklagen hatten.

Fotos: Bewohner des Wohnstifts Hanau nutzen Video-Telefonie. Unter dem Motto „Gemeinschaft trotz(t) Distanz“, begegnen die APZ-MKK den Herausforderungen der globalen Pandemie.

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