Flächen schaffen Arbeitsplätze

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Statistiker freuen sich auf den 15. Februar, denn an diesem Tag legt die Bundesagentur für Arbeit wichtige Statistiken zur Beschäftigung in Deutschland vor.

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Da die aus dem Zahlenwerk abzuleitende Pendlerstatistik für ganz Hessen noch nicht freigegeben ist, hat sich die Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern auf die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort und nicht am Wohnort konzentriert. Die Zahl der Beschäftigten ist im Main-Kinzig-Kreis im vergangenen Jahr zwar zurückgegangen, in den vergangenen fünf Jahren aber deutlich gewachsen.

„Die jüngsten Zahlen stammen vom Stichtag 30. Juni 2020. Damals hatten wir alle gehofft, dass die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie den Main-Kinzig-Kreis nur streifen. Denn der Arbeitsmarkt wurde bereits durch mehrere Großunternehmen belastet, die im Strukturwandel Mitarbeiter entließen. Mittlerweile ist klar: Corona wird uns noch viel stärker treffen, als damals gedacht. Auch deshalb ist es wichtig zu wissen, welche Standortfaktoren helfen, trotz allem Arbeitsplätze zu halten und zu schaffen“, beschreibt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Gunther Quidde die Herausforderung an die lokale Politik.

Insgesamt sank die Zahl der Arbeitsplätze im Main-Kinzig-Kreis vom 30. Juni 2019 zum 30. Juni 2020 um 1.337 auf 138.660. „Die Entwicklung wäre für den Main-Kinzig-Kreis viel schlimmer, wenn nicht in jeder zweiten Kommunen entgegen dem Trend neue Arbeitsplätze geschaffen worden wären. Spitzenreiter sind Erlensee mit 398, Schlüchtern mit 254 und Hammersbach mit 134 neuen Arbeitsplätzen. Beeindruckend ist auch, dass Kommunen, die nicht direkt an der Autobahn liegen, Stellenzuwachs vermelden: Flörsbachtal immerhin 19, Jossgrund neun und Brachttal zwei Stellen mehr“, freut sich Quidde und hebt hervor: „Ein aussagekräftigeres Bild der wirtschaftlichen Erfolgsfaktoren bekommt man erst im mittelfristigen Vergleich, also für den Zeitraum zwischen 2015 und 2020.“

In diesen fünf Jahren wuchs – ungeachtet des Einbruchs im vergangenen Jahr – die Zahl der Arbeitsplätze im Main-Kinzig-Kreis um solide zehn Prozent, nämlich um 12.915 Stellen. Wesentliche Treiber waren Hammersbach mit einem Plus von 80 Prozent (496 zusätzliche Arbeitsplätze), Erlensee mit 52 Prozent beziehungsweise 2.575 neuen Arbeitsplätzen und Rodenbach (+56 Prozent, 774 Arbeitsplätze) beziehungsweise Langenselbold in absoluten Zahlen mit 1.573 Arbeitsplätzen (+38 Prozent). „Die mittelfristige Beschäftigungsbilanz zeigt, dass Kommunen viele Stellschrauben haben, um die Zahl der Beschäftigten zu erhöhen, dass aber große Sprünge nur dann möglich sind, wenn große Gewerbegebiete erschlossen und diese mit starken Unternehmen jeder Größenklasse besetzt werden“ , fasst der IHK-Hauptgeschäftsführer die Entwicklung eines halben Jahrzehnts zusammen und betont: „Wir wissen aus vielen Gesprächen, wie wichtig es ist, ortsansässigen Unternehmen Erweiterungsflächen bieten zu können. Das sichert stetiges Wachstum. Sich darauf zu beschränken, wäre aber zu kurz gesprungen, wenn sich Kommunen die Chance bietet, große Gewerbeflächen zu schaffen, vor allem in Autobahn-Nähe. Gerade dorthin zieht es Industrie und Logistik. Während Logistik generell boomt – befeuert vom Trend zum Online-Handel und ganz besonders in der Pandemie – kommt es bei Industrieansiedlungen sehr auf die Branche an. Hammersbach, Erlensee und Langenselbold haben die Chancen, die sich ihnen in den vergangenen Jahren boten, sehr gut genutzt, Erlensee und Hammersbach übrigens im Verbund mit Nachbarkommunen. Angesichts der knapper werdenden Flächen in der Metropolregion ist das besonders sinnvoll, um größere zusammenhängende Gewerbeflächen zu schaffen“, lobt Quidde.


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