Kreis startet Initiative zur Modernisierung der Arbeitswelt

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Die Automobilbranche steht in den kommenden Jahren vor einem gravierenden Wandel, sind sich alle Fachleute weitgehend einig.

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Diese Veränderungen treffen auf unterschiedliche Weise auch im Main-Kinzig-Kreis eine große Zahl von Unternehmen und Betrieben und nach einer Auswertung der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern über 30.000 Arbeitsplätze. Vor diesem Hintergrund gibt es in der Region bereits entsprechende Initiativen, um die notwendige Transformation der Fahrzeug- und Zulieferindustrie aktiv zu unterstützen. Der Kreisausschuss des Main-Kinzig-Kreises hat in seiner Sitzung am Dienstag, 23. November, ebenfalls einen Vorschlag formuliert, um gemeinsam mit Partnern aus der Arbeits- und Wirtschaftswelt und den jeweiligen Institutionen ein breites Bündnis für den bereits begonnenen Transformationsprozess zu initiieren. Dieser Antrag soll am 17. Dezember im Kreistag beraten und beschlossen werden.

Wie Landrat Thorsten Stolz (SPD) erläutert, soll das Bündnis „eine ganzheitliche Strategie für den wirtschaftlichen und digitalen Transformationsprozess der heimischen Arbeits- und Wirtschaftswelt entwickeln und die dafür notwendigen Partnerinnen und Partner miteinander vernetzen“. Ein Schwerpunkt ist dabei, die durch EU, Bund und Land aufgelegten Förderprogramme abzurufen und zur Unterstützung des Prozesses im Main-Kinzig-Kreis einzusetzen.

Weil die Zeit dränge, wurden die ersten Schritte in diese Richtung bereits eingeleitet. Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann hatte kürzlich verschiedene Interessenvertreter rund um das Thema zu einem Abstimmungsgespräch eingeladen. Gemeinsam mit der IG Metall, dem Arbeitgeberverband Hessen Metall, der IHK, der Handwerkerschaft und der Agentur für Arbeit sollten „die Möglichkeiten einer schlagkräftigen Kooperation“ erörtert werden. Sehr schnell wurde dabei das übereinstimmende Interesse deutlich, die Möglichkeiten aus dem Förderprogramm zu nutzen, um die entsprechenden „Transformationsstrategien im Sinne der kleineren und mittleren Unternehmen“ zu entwickeln. Konkret geht es um eine präzise Analyse, den konstruktiven Austausch und eine fundierte Definition der wesentlichen Herausforderungen. Daraus sind dann kurzfristig die geeigneten Handlungsempfehlungen zu entwickeln.

„Wir haben eine Verantwortung für unsere Region und wollen die Möglichkeiten zur Modernisierung der Arbeitswelt nutzen und aktiv gestalten“, erklären Landrat Thorsten Stolz und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann (CDU) und verweisen auf ein entsprechendes Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Das Programm zielt darauf ab, „die notwendige Transformation in den Regionen zu forcieren, um damit die Leistungsfähigkeit und so die Voraussetzung für ein hohes Beschäftigungsniveau zu sichern“.

Wie aus den offiziellen Richtlinien hervorgeht, liegt der Fokus auf der Förderung regionaler Transformationsnetzwerke mit den relevanten Akteurinnen und Akteuren. Erwartet werden eine „Vernetzung durch Innovationscluster“ sowie „regionale Informations- und Wissensverbreitung im nichtwirtschaftlichen Bereich, die für Interessierte sowie von der Transformation betroffene Akteurinnen und Akteure offensteht“.

Dazu haben die potenziellen Partner betont, dass die Blickwinkel teilweise zwar verschieden seien, aber die Verantwortung für die Region und das Interesse am Wirtschaftsstandort eine starke Verbindung darstellten. „Die Notwendigkeit zum Handeln und zur Stärkung der Innovationsfähigkeit werden zweifelsfrei anerkannt“, lautet das gemeinsame Credo. Zudem biete das gemeinsame Engagement im Rahmen des Förderprogramms „Transformationsstrategien für Regionen der Fahrzeug- und Zulieferindustrie“ vielfältige Chancen und konkrete Perspektiven.

Vor diesem Hintergrund sei es auch für den Main-Kinzig-Kreis unerlässlich, diesen Transformationsprozess aktiv zu begleiten, den Wandel mitzugestalten und schlussendlich Arbeitsplätze in der Region zu sichern. Hierbei sind bereits vorhandene Kompetenzen und Infrastrukturen zu berücksichtigen und weiterzuentwickeln. „Zugleich muss der Wandel von einer breiten Basis getragen werden und auf dem Engagement und der aktiven Mitarbeit einer großen Bandbreite regionaler Akteurinnen und Akteure fußen“, unterstreichen Thorsten Stolz und Winfried Ottmann. Dieser notwendige Prozess soll notfalls auch ohne öffentlich bereitgestellte Fördergelder fortgesetzt werden.

Sofern der Kreistag dem Vorschlag des Kreisausschusses zustimmt, soll noch bis zum Jahresende eine entsprechender Förderantrag für die Region auf den Weg gebracht werden. Das Referat Wirtschaftsförderung des Main-Kinzig-Kreises wird dabei auch weiterhin die Federführung übernehmen und kurzfristig einen Entwurf vorlegen.



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